Hörnli mit Gehacktem und Apfelmus - hört sich komisch an, ist aber lecker!

Ja, es gibt seltsames Essen. Sehr, sehr seltsames Essen. Und dann probiert man erstmal ganz vorsichtig ein Löffelchen voll, dann noch eins, und dann muss man irgendwann aufhören, bevor man platzt!

Hörnli mit Gehacktem und Apfelmus ist so ne seltsame Sache:

Eines der Gerichte, die mein Mann aus der Schweiz und damit direkt aus seiner Kindheit mitgebracht hat.

Die herbe, dunkle  Rindfleisch-Weinsauce und das fruchtige Apfelmus passen wunderbar zusammen, und ja, man isst das wirklich und echt und wahrhaftig zusammen. Am besten auf einem Löffel! Ich stelle gerade fest, fotografieren kann man das auch nicht wirklich attraktiv, deshalb schlage ich vor, kocht es nach, versucht es, und dann seid Ihr entweder schlagartig im Fanclub Hörnli und Ghackts, oder es packt Euch der Würgereiz.

 

Ihr findet mich in  der Fankurve!

 

Zutaten:

500g Rinderhack

2 EL Öl

1 EL Butter

2 Zwiebeln

1 Knoblauchzehe

6 Blätter Salbei

100ml kräftige Fleischbrühe

200ml Rotwein

2 EL Tomatenmark

Salz, Pfeffer

400g Hörnchennudeln oder Gabelmacaroni

1 Glas Apfelmus, oder besser noch: Selbstgemachtes! (Rezept weiter unten)

 

Zubereitung:

Das Rinderhack in Öl in einem großen Topf krümelig anbraten, bis es fast durch ist. Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln und mit dem Salbei zum Fleisch geben und mitbraten. Tomatenmark kurz mit anbraten, dann Brühe und Rotwein zugeben und bei mittlerer Hitze 20 Minuten leicht kochen lassen. Die Hörnchennudeln al dente garen.  Falls die Flüssigkeit in der Fleischsauce völlig verschwindet, ruhig eine Kelle vom Nudelwasser zugeben und weiter garen.

Nach Ende der Garzeit die Nudeln abgießen, den Löffel Butter auf die heißen Nudeln geben, und dann alles in den Topf mit der Sauce kippen. Spätestens jetzt ist klar, warum man einen großen Topf nehmen sollte!

Vorsichtig unter die Sauce heben und die  Nudeln dabei möglichst nicht zermatschen.

Und dann mit Apfelmus genießen!

Doch! Ehrlich! Das schmeckt toll! Und ist natürlich sehr nahrhaft, weshalb es gerne auf Schweizer Berghütten serviert wird.

Versucht es!

Meine Güte, jetzt traut Euch mal was!

Kleiner Nachtrag: Apfelmus...ich bin kein Fan. Bei meiner Oma gab es das immer, und es waren immer, immer, immer irgendwelche harten Stückchen drin. Buärx!

Zu diesem Gericht paßt es aber, und ich gebe zu, normalerweise nehme ich auch das fertige gekaufte Zeug aus dem Glas, aber da diesmal wegen akutem Obstüberhang wieder einiges weg mußte, und Apfelmus nun wirklich kein Hexenwerk ist,  hab ich mal was probiert, und für gut befunden:

 

6 mittlere Äpfel, geschält, entkernt und in Würfel geschnitten

Saft von 1 großen Orange

Saft von 2 übrig gebliebenen Limetten

2 Beutelchen Vanillezucker

3 EL Zucker (mehr oder weniger, ganz nach Geschmack)

 

Alles in einem Topf aufkochen lassen, Deckel drauf, und wenn die Apfelstückchen sich mit einem Löffel zerdrücken lassen, nehme ich das ganze vom Herd, halte den Pürrierstab rein, und fertig ist das Mus, das wirklich um Welten besser schmeckt, als das gekaufte Zeug!

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Sini (Donnerstag, 26 Mai 2016 22:04)

    des hört sich fei Mega Magma lecker an!!

  • #2

    Simone (Donnerstag, 26 Mai 2016 22:39)

    Isses auch! Und macht pappsatt!

  • #3

    Irene (Montag, 01 August 2016 15:54)

    Dieses Rezept ist ganz große Klasse, selbst wählerische Teenager fallen gierig darüber her und vertilgen alles bis zum letzten Hackfleischkrümel!

  • #4

    Simone (Montag, 01 August 2016 22:37)

    Hallo Irene,
    ja, mir war so, als hätte ich davon gehört. :)
    Ich freu mich über den netten Kommentar!
    Liebe Grüsse
    Simone