Warum ich Suppenpulver selbst herstelle? Weil ich´s kann!

Wer ab und zu bei mir liest, wird nicht wirklich erstaunt sein, dass ich mal wieder völlig der Küchengerätemanie verfallen bin...

Mein Name ist Simone, und ich bin dörr-abhängig!

Chor: Hallo Simone!

Im Ernst: Seit Weihnachten ein riesiges Paket mit einem Dörrautomaten für mich unterm (übrigens sehr hübschen, weil von mir ganz allein geschmückten) Weihnachtsbaum lag, bin ich völlig aufs Dörren und Trocknen fixiert.

Nun weiß mein Schweizer natürlich auch, womit man mich so richtig glücklich machen kann, und ja, Küchengeräte stehen ziemlich weit oben auf der Liste! Und das Ding läuft und läuft seither permanent, und hat schon so tolle Sachen, wie Apfelringe, Jerky, getrocknete Tomaten, Birnen, Kiwi und Heidelbeeren ausgespuckt. Manche mit mehr Erfolg, manche mit weniger. Laßt Euch gesagt sein, Bananen sind der Hit, Heidelbeeren sind kleine, blaue, blitzsaure Schrumpeldinger.

Ich könnte ja nun behaupten, ich trockne ab jetzt alles selbst, weil sich in den gekauften Produkten so viele kleine E-Nummern verstecken. Stichwort clean eating und detox und vegan und trallalla. Nur leider wäre das in meinem Fall ganz fürchterlich gelogen. So Recht die ganzen Verfechter-/innen all dieser Bewegungen wahrscheinlich haben, so ....hmpf...wie formulieren? ...so schnurz ist mir das meistens. Ich gebe es zu, ich ernähre mich, wenn überhaupt,  meist eher aus Versehen gesund. Und ich dörre und trockne jetzt meine eigene Suppenwürze, naja, weil ich es eben kann.

Denn: Das Christkind hat mir einen Dörrautomaten gebracht. Harhar. Hab ich es schon erwähnt? Ich liebe das Gerät!

Zutaten für eine Dörrapparatfüllung:

1 kleiner Knollensellerie

1 große Stange Lauch

2 große Zwiebeln

1 Bund glatte Petersilie

5 Petersilienwurzeln

2 große Knoblauchzehen

5 große Möhren

3 Champignons

1 rote Chili

3 EL Himalayasalz (nicht, weil das besonders heilig ist, sondern weil ich es halt habe)

 

Sehr genau ist das nun nicht, aber ich habe einfach alles geputzt und gewaschen, Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und Champignons in einigermaßen feine Scheiben geschnitten, die Petersilie am Stück in den Dörrautomaten gelegt, die Chilischote etwas klein geschnitten und die Kerne entfernt und das Wurzelgemüse auf der mittleren Reibe durch die Küchenmaschine gehäckselt. Dann habe ich alles gleichmäßig auf den Dörretagen verteilt und auf Stufe 2, das ist bei meinem neuen Rommelsbacher ca. 40° über Umgebungstemperatur, für ca. 6 Stunden dörren lassen. Nach dieser Zeit waren die Gemüseschnipsel und  die Kräuter schon komplett trocken, beim Lauch, den Zwiebeln und an den etwas dicker gelegten Schichten bei den Karottenraspeln gab es aber noch feuchte Nester. Also habe ich die nochmal eine Stunde auf Stufe 3 (ca. 60° über Umgebungstemperatur) nachtrocknen lassen.

Übrigens empfielt es sich, den ganzen Vorgang in einem gut lüftbaren Raum zu starten. Der Geruch ist nämlich heftig, und hat mich Anfänger ziemlich überrascht. Ich hatte schon nach drei Minuten den Eindruck, ich hätte in Gemüsesuppe gebadet! ...und weil mich der Wahn mal wieder gepackt hatte, und ich das ganze in meiner Mittagspause gestartet habe, tja, hab ich im Laden wohl an dem Nachmittag einen recht suppigen Geruch verteilt.

 

Zum guten Schluß habe ich die getocknete Gemüsemischung dann mit dem Salz durch den Häcksler der Küchenmaschine gejagt. Viele lassen die Suppenwürze wohl auch stückig, ich mag aber Pulver lieber. Aus den angegebenen Zutaten habe ich übrigens eineinhalb große Dosen Suppenwürze erhalten.

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