Roggensauerteig aus Apfelansatz

Während meine Lievito madre seit Monaten wächst und gedeiht und auch häufig im Einsatz ist, stehe ich seit Jahr und Tag mit Roggensauerteig auf Kriegsfuß. Egal, welche Version ich probiert habe, mein Ansatz kam entweder gar nicht erst in die Gänge, oder kippte innerhalb kürzester Zeit.

 

Alle paar Monate gebe ich dem Ganzen einen weiteren Versuch und denke mir immer, dass es mit Sicherheit der letzte sein wird, sollte er wieder nicht gelingen.

 

Hahaaa, sage ich da nur! Victory! Sieg! Endlich hat es geklappt!

Und zwar auf die simpelstmögliche Art. Sollte mir das zu denken geben? 

 

Hier habe ich übrigens gerade die Hälfte für das Brot entnommen und neu angefüttert, deshalb schaut er etwas platt aus.

So geht´s:

1 Apfel schälen und reiben. Wir brauchen 100g geriebenen Apfel.

200g Roggenmehl Type 1150

200ml Wasser

 

In einem sauberen, mindestens Halbliter- eher Literschraubglas alles verrühren, Deckel drauf und einen Tag bei Zimmerwärme stehen lassen.

 

Ab jetzt drei Tage lang immer morgens und abends durchrühren.

 

Das war´s!

Meiner kam tatsächlich bereits nach einem Tag in Schwung und blubberte fröhlich vor sich hin.

Nach dem dritten Tag sollte er in den Kühlschrank umziehen.

 

Ca. 6 Stunden vor dem Backen sollte er jeweils aus dem Kühlschrank genommen und gefüttert werden. Dazu mit 100g Roggenmehl und 100ml Wasser anrühren und bis zum Backen mit geschlossenem Deckel bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Dann einfach die gewünschte Menge entnehmen und den Rest wieder in den Kühlschrank packen.

 

Die Triebkraft erhöht sich, je öfter er gefüttert wurde. Wenn es zu viel Material wird, einfach einen Teil weg kippen und den Rest weiter im Kühlschrank aufbewahren.

Anfangs braucht der Brotteig eventuell etwas Schub durch ein paar Krümel Hefe, aber mit der Zeit ist der Sauerteig so stark, dass er bei genügender Gehzeit als alleiniges Triebmittel reicht.

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