Elsässer zum Synchronbacken #30

Brötchen aus Ruchmehl

Langsam schon Tradition und mit einer meiner liebsten Blogtermine ist das von Zorra von kochtopf.me und Sandra von from-snuggs-kitchen organisierte Synchronbacken.

 

Viele bloggende und nichtbloggende BäckerInnen finden sich am selben Wochenende virtuell zusammen, um nach einem vorgegebenen Rezept richtig gute Dinge zu backen und vor allem, um sich nebenher locker über die sozialen Medien auszutauschen. Das macht Spaß! Und sogar die kleinen Fails sind so noch lustig!

Diesmal ging das Rezept aus der Brötchensammlung zu Zorras Bloggeburtstag hervor und stammt von Rebekka vom Pfanntastischblog.

Guckt mal, was wir aus ihren Elsässer halb-und-halb gemacht haben:

 

Rebekka vom pfanntastischblog, Petra von

 Herd(s)kasper,  Doreen von kochen-und-backen-im-wohnmobil, Tina von Küchenmomente, Petra von Backen mit Leidenschaft, Ingrid von auchwas, Manuela von Vive la réduction!, Petra von Obers trifft Sahne, Conny von Mein wunderbares Chaos, Zorra vom kochtopf, Sylvia von Brotwein und natürlich Sandra von From-Snuggs-Kitchen

 

Cool, oder?

 

Ich wollte gerne mein neues Ruchmehl ausprobieren. Entsprechend sah meine Zutatenliste für 14 recht große Brötchen so aus:

 

Vorteig

150g Weizenruchmehl

150g Dinkelruchmehl

1g Frischhefe

330ml Wasser

 

Hauptteig

Vorteig

350g Weizenruchmehl plus etwas zum Arbeiten

350g Dinkelruchmehl

15g Frischhefe

20g Salz

350ml Wasser

Kürbiskerne, Sesam und Kreuzkümmel

 

Am Morgen des Vortages:

  • alles Zutaten des Vorteiges gut miteinander verrühren, Schüssel abdecken und 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen

Am Backtag schaut der Vorteig dann so aus, wie auf dem Bild oben.

  • den dann mit den restlichen Zutaten, ausser den Saaten, in der Küchenmaschine erst 8 Minuten langsam, dann nochmal so lang auf schnellerer Einstellung kneten
  • wenn sich der Teig vom Schüsselrand löst, ist er soweit gut und kann in eine große, leicht geölte Schüssel umziehen, wo er erst einmal 30 Minuten ruhen darf
  • dann einmal falten und eine weitere Stunde gehen lassen
  • Teig auf eine gut bemehlte Fläche stürzen und Portionen von ca. 130g abteilen
  • Teiglinge etwas platt drücken und von oben und unten jeweils zur Mitte hin einklappen
  • mit dem Schluß nach unten auf ein leicht bemehltes Backtuch legen und bedeckt noch eine halbe Stunde gehen lassen
  • Backofen auf 250° Ober-/Unterhitze vorheizen
  • Backblech dabei mit aufheizen lassen und ausserdem ein hitzefestes Gefäß mit Wasser in den Backofen stellen
  • Saaten (hier einmal Kürbiskerne und zum anderen Sesam mit wenige Schwarzkümmel) in flache Teller schütten
  • Teiglinge vorsichtig mit bemehlter Hand greifen (die Dinger kleben!) , die spätere Oberseite mit eine Wassersprüher leicht einsprayen und in die Saaten tauchen, dann mit Saatenseite nach oben immer jeweils fünf oder sechs auf das heiße Blech legen und ca. 15 Minuten oder bis sie goldbraun sind, backen
  • auf einem Gitter auskühlen lassen
  • und jetzt unbedingt genießen!

Was für ein geniales Rezept!

Es ergab 14 ideal geporte, trotzdem kompakte Brötchen mit elastischer Kruste. Letzteres war wahrscheinlich dem Einsprühen mit Wasser geschuldet, denn unbenetzt sprang bei den meisten anderen BäckerInnen die Kruste malerisch auf.

 

Durch das Ruchmehl sind meine Elsässer etwas rustikaler und wurden schon erfolgreich auf Verträglichkeit mit Frischkäse, Nussnougatcreme und Schinken/Käse mit Tomate getestet.

Ja. Geht! Nee, im Ernst, die werden wieder gebacken. Die waren genial! Liebe Grüße an alle Teilnehmer und natürlich an die beiden Organisatorinnen und an die Rezeptlieferantin! Das war einmal mehr ein sehr lohnendes Synchronbacken für mich! 

...und weil die Elsässer sich auf jedem Sonntagsfrühstückstisch gut machen, verlinke ich zu Katrins #sonntagsglück bei Soulsistermeetsfriends!

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Kommentare: 6
  • #1

    Tina von Küchenmomente (Mittwoch, 26 September 2018 13:37)

    Hallo Simone,
    ich muss mich ja outen, ich habe noch nie mit Ruchmehl gebacken. Sollte ich aber vielleicht endlich mal machen, denn deine Elsässer sehen zum Reinbeißen aus!
    Liebe Grüße
    Tina

  • #2

    christine (Mittwoch, 26 September 2018 22:38)

    Hallo Simone, die Brötchen sehen klasse aus, wo kaufst du das Ruchmehl irgendwo in der Nähe oder online?

  • #3

    Simone von zimtkringel (Donnerstag, 27 September 2018 06:51)

    Hi Tina, hallo Christine, so ein Outing ist das nicht! Hätte mein Schweizer nicht vor Jahren mal ganz verwundert gefragt, ob es das in der Schweiz total übliche Brot hier in Schwaben nicht gibt, wäre es vermutlich an mir auch völlig vorüber gegangen.
    Seither sind wir deswegen schon ziemlich in der Gegend herum gefahren. Fündig geworden sind wir bisher in einigermaßen annehmbarer Entfernung bei der Gültsteiner Mühle Unsöld in Herrenberg und aktuell verarbeite ich die Mehle aus der Huber Mühle in Hohberg-Niederschopfheim. Letztere hat nämlich einen tollen Shop und verschickt innerhalb kürzester Zeit. Beide Mühlenläden sind aber auf jeden Fall auch einen Besuch wert, solltet Ihr mal in der Nähe sein!

  • #4

    Petra (Freitag, 28 September 2018 23:28)

    Ruchmehl will ich schon lange einmal ausprobieren. Gehört habe ich davon schon viel, damit gebacken noch nie. Jetzt hätte ich ja endlich mal ein Rezept, mit dem ich starten kann. ;-)

  • #5

    Conny (Samstag, 29 September 2018 12:10)

    Liebe Simone,
    ach, es ist einfach immer wieder ein Vergnügen, mit Euch allen gemeinsam zu backen! Und wenn dann noch solche Sonntagsbrötchen dabei herauskommen! Deine sehen wahnsinnig lecker aus!

    Ich hab irgendwie nicht über die Teigmenge nachgedacht und stand dann am Sonntag vor 12 Riesenbrötchen. Lange Rede, kurzer Sinn - ich hab für dieses Wochenende noch welche im Froster...
    Herzlichst, Conny

  • #6

    Brotwein (Sonntag, 30 September 2018 00:04)

    Ruchmehl muss ich auch endlich mal einkaufen und ausprobieren. Deine Elsässer sehen damit jedenfalls toll aus. LG Sylvia