Fried Rice - Resteverwertung à la zimtkringel

Geht´s Euch auch so, dass beim Kochen ab und an das Augenmaß fehlt?

Beim Reis habe ich die Mengen so absolut nicht im Griff, dass es fast schon legendär ist. Ich habe eigentlich immer etwas davon übrig.... ausser bei den Gelegenheiten, wo ich zu wenig davon habe. Richtig liege ich praktisch nie!

Wirklich, nie.

Und ja, ich kenne die Faustregel mit Tassen Reis zu Tassen Wasser pro Esser. Die stimmt nur leider nicht, wenn die Esser, mit denen ich es zu tun habe, völlig unberechenbar sind.

 

Lange Vorrede: Bei mir war gestern Reis übrig und da ich ungern gute Lebensmittel weg werfe, wird heute etwas Leckeres daraus gebastelt: Fried Rice.

Resteessen gut und schön, aber mit Reis mit ohne was, wie es bei uns heißt, mache ich hier keinen wirklich glücklich. Deshalb kommt ein wenig frisches Huhn dazu. Und weil ich nach der Arbeit keine sooo großen kulinarischen Ambitionen habe, darf ausnahmsweise asiatisches Gemüse aus dem Tiefkühler in den Wok.

 

Für drei richtig Hungrige:

6 Tassen gegarter Reis

3 Tassen Asiagemüse

2 Karotten, eine gelb, eine orange

1 Bund Frühlingszwiebeln

300g Hühnerfilet

1 Knoblauchzehe

1 rote Zwiebel

2 Eier

3 EL Rapsöl

1 EL Sesamöl

1 EL Fischsauce

2 EL dunkle Sojasauce

1 Prise Zucker

Saft von 1/2 Limette

wer mag: Sweet Chilisauce oder Hot Sauce

 

Wenn erst einmal alles geschnippelt ist, geht es ruckzuck:

 

  • Karotten und rote Zwiebel in dünne Stifte , Frühlingszwiebel in Ringe, Knoblauchzehe in feine Würfel schneiden
  • Huhn in mundgerechte Würfel schneiden
  • Rapsöl im Wok erhitzen und Huhn von allen Seiten darin anbraten, bis es gar ist
  • mit Fisch- und Sojasauce und Zucker würzen
  • Karotten, Asiagemüse, rote Zwiebel und Knoblauch dazu geben und rührbraten, bis das Gemüse gar, aber möglichst noch bißfest ist,   zum Schluß Lauchzwiebeln dazu geben, die sollen aber nur leicht angeschwitzt werden
  • dann alles an den Rand des Woks schieben, noch etwas Sesamöl auf die freie Stelle geben und den Reis darin etwa zwei Minuten unter Rühren anbraten
  • zum Schluß alles mischen, Limettensaft dazu geben und falls nötig nachwürzen
  • Eier dazu geben und kurz stocken lassen, dann gleichmäßig unterrühren
  • wer mag, würzt seine Portion mit süßer oder scharfer Sauce nach

Fertig! Nicht hübsch, aber echtes Soufood, das man nach der Arbeit wundervoll vor der Glotze löffeln kann. Ha! Soweit zum Thema Esskultur bei zimtkringels daheim. Wieder eine Illusion geplatz, hm? Übrigens, falls Euch der extrem stylische Löffel mit Peking-Oper-Muster aufgefallen ist, sowas bekommt man bei unserem Mongolischen BBQ, wenn man Geburtstag hat. Cool, oder? 

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Kommentare: 1
  • #1

    Franziska (Montag, 10 September 2018 16:43)

    Bei der Reismenge kenne ich noch so eine Spezialistin. Ahem.

    ...funktioniert auch prima mit Nudeln.

    Das Rezept ist aber lecker und wird demnächst mal umgesetzt. Wenn es statt Salat wieder etwas Solides gibt. Lach.