Reindeer Chow

Sonderthema bei der kulinarischen Weltreise! 

Diesmal wird´s wahrscheinlich ganz schön bunt:

 

Feiertagsgerichte aus der ganzen Welt –

festliche Rezepte für jeden Anlass

 

Kein Ding, könnte man meinen.

Da gibt´s ja heftig viel.

Blöd nur, dass mir irgendwie keine zündende Idee kam.

Deshalb habe ich ein wenig herum gefragt, was bei meiner großen, recht internationalen Familie und den Freunden nicht fehlen darf.

Wobei ich an Braten oder Gebäck gedacht hatte. Weit gefehlt. Anscheinend kann es nicht Weihnachten werden, ohne Rentierfutter aka Reindeer Chow. Sagt zumindest der amerikanisch/kanadische Zweig unter 10 Jahren.

 

Sagt Euch nix? Nicht schlimm!

Laßt Euch von den Kiddies unserer Freunde erleuchten:

Also, während bei uns in Süddeutschland hauptsächlich das Christkind kommt, ist bei Grammie und Pop in Ottawa Santa Claus zu Weihnachten der Hauptakteur.

So weit, so klar.

Der, also Santa, hat in der Nacht vom Heiligabend auf den Weihnachtstag gewaltigen Stress, muss er doch die Kinder auf der ganzen Welt beschenken.

Ok, ich erwähne hier nochmal das Christkind, werde aber komplett ignoriert.

Santa bekommt für gewöhnlich eine Stärkung, bestehend aus Milch und Keksen, die vor dem Zubettgehen bereitgestellt wird. Wenn es für ihn ganz gut läuft, ersetzt auch mal ein Glas Brandy die olle Milch.

Und hier beginnt die Ungerechtigkeit:

Der wohlgenährte Santa läßt sich samt der schweren Geschenke im Schlitten ziehen und die Rentiere, die eigentlich die ganze Arbeit machen, gehen leer aus.

Die Kiddies empört das übrigens ziemlich.

 

Zur Entspannung wird an der Stelle lautstark und mehrstimmig das Lied von Rudolph the red nosed Reindeer angestimmt und danach werden alle Rentiernamen aufgezählt. Mehrmals. Seufz.

Ok, ok.  Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner und Blitzen und natürlich Rudolph. Nur, falls Ihr es wissen wolltet.

 

Damit ist schonmal klar, die Kiddies sind große Rentierfans. Weiß ich das jetzt halt auch...

Und deshalb, (großer Schnaufer) deshalb Simone, weil  das voholl gemeihein ist (ja, wenn man 6 ist, schafft man es spielend, Wörtern mehr Silben zu verpassen, als geplant) geben wir Santas Rentieren eine Schüssel Reindeer Chow. Und das ist voll lecker!

Auf meine Frage, warum man nicht einfach Möhren zu Santas Keksteller legt, der könne die ja dann verteilen, bekomme ich einen Todesblick ab und die echt verächtliche Antwort, dass jeder weiß, dass Rentiere am zweitliebsten Moos essen. Und am liebsten Chow. Mit roten und grünen Schokonüssen.

Mei, bin ich blöd!

Also, Reindeer Chow soll es werden. Mach ich. Is voll gesund... Und falls mich jetzt jemand wegen der zuckrigen, ungesunden Zutaten fressen will: Ich kann nix dafür. A Reindeer wants, what a Reindeer wants.

Für eine Monsterschüssel Reindeer Chow:

 

3 Tassen Cereal-Getreidekissen-Dinger-Zeugs (stehen bei den Frühstücksflocken, sehen aus wie kleine Kissen und es gibt sie gefüllt oder ungefüllt. Unsere sind mit Nougat gefüllt. Wenn schon, denn schon.)

2 EL Erdnussbutter

40g Vollmilchschokolade

100g Puderzucker

100g Salzbrezeli

100g weiße Schokolade

1 Tasse rote und grüne dragierte Schokoerdnüsse

1 Tasse weiße Minimarshmallows

1 Tasse Schokoladentaler mit Zuckerperlen

1 Tasse getrocknete Cranberries

1 Tasse Kekskugeln mit weißer Schokolade

Generell darf rein, was schmeckt, Hauptsache die Grundfarbe bleibt rot/weiß/grün und es ist eine nette Mischung aus süß und salzig dabei.

Um die ganz Herrlichkeit ein wenig gehaltvoller zu machen (räusper) wird tags zuvor ein wenig vorgearbeitet.

  • Erdnussbutter mit der Vollmilchschokolade schmelzen, verrühren und gut mit den Getreidekissen mischen
  • Puderzucker in mehreren Etappen darüber sieben und soweit mischen, dass die Kissen weiß(-lich... ganz weiß klappt eh nicht) sind
  • auf einem mit Backpapier belegten Blech möglichst einzeln legen und fest werden lassen
  • auf einem zweiten Blech die Salzbrezeln in einer Lage verteilen
  • weiße Schokolade schmelzen, mit dem Löffel in dünnen Streifen über die Brezeln klecksen und fest werden lassen
  • am Folgetag wird das ganze gute Zeug vorsichtig gemischt und für die Rentiere bereit gestellt.... vorher muss man natürlich ausgiebig probieren!

Ich weiß, ich weiß, liebe Menschen... Kalorien! Zucker! Farbstoffe! Kreiiiiiisch!

Ehrlich gesagt, ich hatte mit dem Chow ziemlichen Spaß. Für die etwas vernünftigeren Menschen gibt es hier internationale Festtagsrezepte meiner Bloggerkollegen:

Wilma von Pane-Bistecca mit Panettone, keine Weihnacht ohne! Sandra von Tracks and the City mit Torrijas – das klassische spanische Rezept zur Semana Santa Sonja von fluffig & hart mit Ochsenbäckchen Wilma von Pane-Bistecca mit Gefuellte Rinderbraten Rolle mit Pilz Sauce Gabi von USA kulinarisch mit Stuffed Pumpkin for a vegetarian Thanksgiving (gefüllter Kürbis) Susanne von magentratzerl mit Türkische Hochzeitssuppe Wilma von Pane-Bistecca mit Basler Brunsli Friederike von Fliederbaum mit veggie Martini- oder Weihnachts-"Gans"-Gericht Britta von Brittas Kochbuch mit Eine Zusammenfassung von Blog-Beiträgen (krankheitsbedingt kein Rezept) Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Schwedische Pfefferkuchen - Pepparkakor Jenny von Jenny is baking mit Cranberry-Pie zu Thanksgiving Friederike von Fliederbaum mit gekochtes Rindfleisch mit Semmelkren (Meerrettich) Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Butterstollen mit Cranberries, Aprikosen, Mandeln und Walnüssen Ute von wiesengenuss mit Königinpastetchen - Bouchées a la reine Sonja von fluffig & hart mit Bratapfel-Dessert im Glas Regina von bistroglobal.de mit Kourabiedes Regina von bistroglobal.de mit Krollkuchen Volker von volkermampft mit Polnischer Babka – Hefekuchen zum Osterfest Volker von volkermampft mit Truthahn Burger mit Kürbis & Cranberry-Bacon Jam

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Kommentare: 8
  • #1

    Susanne (Sonntag, 27 November 2022 15:57)

    Boah! (Ich habe ja den leisen Verdacht, dass die armen Rentiere nicht allzuviel abkriegen von der Mischung...)

  • #2

    Gabi (Montag, 28 November 2022 14:28)

    Da habe ich schon ein "American Christmas"-Buch geschrieben und wusste nicht, was es mit Reindeer Chow auf sich hatte - puuh, gut dasses dich gibt (und im nächsten Jahr bei mir auch Reindeer Chow) :-)

  • #3

    Petra aka Cascabel (Montag, 28 November 2022 21:46)

    Mit dem gesunden Futter kugeln die Rentiere sicher jeden Berg rauf und runter! :-)

  • #4

    Regina (Mittwoch, 30 November 2022 15:15)

    Falls du das Reindeer Chow nicht losbekommen solltest, melde dich. Ich schicke dir meine 3 Enkel*innen vorbei. Oder kommen die kanadischen Reindeer Freund*innen? Viele Grüße, Regina

  • #5

    Friederike (Mittwoch, 30 November 2022 17:52)

    ich versteh die Kiddies, denn die Rentiere brauchen so ein Wahnsinns-Kraftfutter, die ziehen ja auch den dicken Santa und den Schlitten und die Geschenke, oder nicht?
    Die Frage ist nur, wer das Zeugs jetzt bei euch futtert...

  • #6

    Jenny (Mittwoch, 30 November 2022 20:08)

    Ich habe als Kind ein paar Jahre in USA leben dürfen und habe damals gedacht, dass Santa so wohl genährt ist, weil er zur Nacht vom 25.12. Billionen von Cookies isst bzw. essen muss. Ich habe noch nie verstanden, warum man ihm nicht einen Eintopf oder andere nahrhafte Speisen hinstellt. Das war mir schon als Kind nicht klar. Dass die Reindeers, die die ganze Arbeit machen, deshalb eine Kalorienbombe bekommen, ist andererseits doch absolut logisch!

  • #7

    Kathrina (Donnerstag, 01 Dezember 2022 08:39)

    Ach Simone, ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert und ich kann durchaus verstehen, dass die Kinder das voholl gemeihein finden. Zum Glück gibt es jetzt ein Rezept für ordentliches Rentierfutter. Bei uns kommt allerdings das Christkind, aber vielleicht freut es sich auch über eine Schüssel?!

  • #8

    Pane-Bistecca (Samstag, 03 Dezember 2022 05:58)

    wow eine super Idee, schnell gemacht und so kreativ!

    LG Wilma