Espressocreme

Panna Cotta mit Espresso, Kaffeesirup und einem Schlückchen Likör

Boah, kennt Ihr die Schokolade, die in zwei Schichten gegossen ist, unten dunkle Kaffeeschokolade und oben drauf eine Schicht weißer Schoki? Ich mag die unheimlich gerne!

Überhaupt finde ich alles, das ein wenig nach Mokka schmeckt ganz wunderbar.

Blöd nur, dass ich ein absolutes Weichei bin. 

Kaffee nach 15 Uhr, und sei es auch nur wabbeldünne Plörre, bei der man noch den Tassenboden durchscheinen sieht, und ich kann mich von meinem Nachtschlaf verabschieden.

Das ist übrigens genau der Text, über den ich in meiner Jugend die Augen verdreht habe. Der kam von meinen Tanten gefühlt bei jedem Familienkaffee, immer dicht gefolgt von der Frage "Isch des Hag?" Es standen nämlich immer zwei Kannen Kaffee auf dem Tisch: "Echter" Kaffee und der etwas dünn schmeckende koffeeinfreie, der bei uns in Schwaben nach dem Hersteller einfach Hag genannt wurde. Tja, jetzt bin ich die alte Tante.

Trotzdem, das kleine Kaffeedessert, das ich Euch heute zeigen will, musste ich unbedingt ausprobieren, Surprise! Ich liebe es! Deshalb wird es dieses Jahr auf dem weihnachtlichen Tisch landen. Warum? Na, weil es supergut ist, sich der Aufwand deutlich in Grenzen hält und es fast ein wenig an meine Lieblingsschoki erinnert. Schaut selbst:

für vier kleine Portionen (oder zwei ziemlich heftige, wie hier bei mir, weil ich meine neuen Gläser zeigen wollte): 

 

200ml Espresso

100ml Milch

3 Blatt Gelatine

300g Sahne

150g Zucker

1 TL Vanillepaste

1 EL Kaffee- oder Nusslikör (bei mir heute Walnusslikör)

Schokoröllchen oder je ein Riegel weiß-schwarze Mokkaschoki pro Portion

  • Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen
  • Milch mit 100ml vom Espresso, Sahne und 50g Zucker unter Rühren aufkochen, dann die Hitze reduzieren und das Gemisch unter gelegentlichem Rühren ca. 15 Minuten ohne Deckel leicht köcheln lassen
  • Vanillepaste unterrühren
  • vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen
  • Gelatine gut ausdrücken und in der noch warmen Creme auflösen und gründlich verrühren
  • Creme in Dessertgläser füllen, abdecken und über Nacht, aber mindestens 5 Stunden im Kühlschrank mit geschlossenem Deckel oder Folie bedeckt stehen lassen
  • für den Sirup 100ml Espresso mit dem restlichen Zucker aufkochen, dann Hitze etwas reduzieren und ca. 5 Minuten einkochen lassen - hömhömräusper... und dabei bleiben!

Ich schwör, ich hab nur ganz kurz in mein Buch reingelesen... Resultat: Übel riechender Rauch in der Küche, eine schwarz eingebrannte Pfanne und ein Herrn zimtkringel, der mindestens zehnmal grinsend "Bravo, Superfoodbloggerin" gemurmelt hat.

Also, aufpassen, der Sirup brennt gerne an. Öhm. Ganz von selbst, wie gesagt...

Weiter geht´s - also bei mir ging es dann halt nochmal beim letzten Punkt los - und der zweite Sirupversuch war dann auch makel- und mühelos.

  • fertigen Sirup etwas abkühlen lassen
  • Likör einrühren, dann vollständig abkühlen lassen
  • zum Servieren wird der Sirup vorsichtig auf die Milchcreme gegossen
  • aus der Schoki vorsichtig mit dem Messer Locken schaben oder einfach nur dünnere Stäbchen schneiden oder - was soll der Geiz? - einen ganzen Riegel Kaffeeschoki dazu legen

Boah, Nachtschlaf wird völlig überbewertet.

Her mit der Espressocreme!

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Kommentare: 1
  • #1

    Heike (Sonntag, 21 Dezember 2025 16:22)

    Du hast den Geschmack so gut beschrieben, dass ich jetzt Appetit habe! Aber für mich gibt es auch keinen Kaffee mehr nach 15 Uhr. Diese Schokoladensorte ist zum Glück kein Problem.
    Liebe Grüße
    Heike