Also gut, das läuft jetzt unter Küchenexperiment: Ich koche heute eine Indische Hühnersuppe Chicken Rasam.
Experiment deshalb, weil wir neulich in einem indischen Restaurant eine Naatu Kozhi Rasam, also eine Suppe vom Landhuhn gegessen haben und allesamt ziemlich begeistert waren. Die war so gut!
Klar, dass ich danach gleich losgetrabt bin, um ein Suppenhuhn zu kaufen.
Problem: Mittlerweile habe ich etwa zwanzig Rezepte gefunden, die der Optik nach der Suppe vom letzten Restaurantbesuch sehr, sehr nahe kommen. Leider sind die
Rezepte sehr unterschiedlich und jetzt weiß ich ja auch nicht...
Einzige Möglichkeit: Ich probiere mich jetzt einfach durch. Gut, ich könnte auch noch versuchen, die Originalköchin aus dem Restaurant zu befragen, aber hey, so aufdringlich bin dann selbst ich nicht. ...bislang zumindest nicht...
-
Bemerkenswert finde ich, dass Hühnersuppe anscheinen rund um den Globus als Geheimrezept gegen Erkältungen aller Art gehandelt wird.
-
Auch meine Mama schwor darauf. Hier findet Ihr ihr Hühnersuppenrezept für Schnoddernasen.
Naatu Kozhi Rasam gilt als milde aber geschmackvolle Hühnersuppe, die indische Mütter ihren Familien als Hausmittel gegen Husten und Halsweh verordnen.
Die heutige Version kommt mit relativ viel Fleisch und im Gegensatz zu den anderen Rezepten von den Gewürzen abgesehen mit wenigen sonstigen Zutaten aus.
- Ich koche mal wieder im InstantPot, der normale Schnellkochtopf tut es natürlich auch und wenn Ihr Zeit habt, funktioniert auch der normale Suppentopf.
- Im InstantPot und Schnellkochtopf könnt Ihr mit ca. eineinhalb Stunden rechnen, im Suppentopf dauert es, so lange es dauert, um mal eine liebe Köchin aus meiner Familie zu zitieren. Das ist unter anderem vom Huhn abhängig. Wichtig ist, dass das Hühnerfleisch so zart ist, dass es sich leicht von der Karkasse lösen läßt. Ich nutze hier ein ganzes Suppenhuhn. Wahlweise könnt Ihr auch nur Hühnerschenkel oder Hühnerklein nutzen.
Würzpaste:
Salz nach Geschmack
als Aromaträger und Einlage:
1 Suppenhuhn, ca. 1200g
1 Dose (400g) gehackte Tomaten
ausserdem:
1 EL neutrales Öl
1/2 TL indische Senfsamen
2 Zweige Curryleaves
1,5 Liter Hühnerbrühe
Koriander oder Petersilie
400g Kokosmilch aus der Dose
Wie oft in der indischen Küche, starten wir mit einer Würzmischung, der Masala:
- Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und grob würfeln, dann mit Pfeffer, Kreuzkümmel, Korianderpulver, Chili und Kurkuma in einem Blitzhacker (Fleissige nehmen den Mörser) zu einer Würzpaste verarbeiten
- Öl im Topf des InstantPots (oder des Kochtopfs Eurer Wahl) auf der Sauté-Stufe erhitzen, Senfsamen und Curryleaves zufügen und kurz brutzeln lassen, bis die Senfsamen knistern
- Masala zufügen und fünf Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten
- die Dosentomaten zur Masala geben und gut mischen
- das hoffentlich küchenfertige Suppenhuhn (wie ich es hasse, wenn noch Federn und Fitzel dran sind!) noch einmal abspülen und in den Topf geben
- mit Brühe auffüllen und Salz zufügen
- Deckel des InstantPots schließen und auf der Dampfkochstufe 45 Minuten auf high garen
- Druck bei geschlossenem Deckel von selbst reduzieren lassen, bis sich der Topf öffnen läßt
- checken, ob das Huhn zart und gar ist, heraus nehmen und abkühlen lassen, bis man es ohne Gefahr anfassen kann
- Haut und Knochen entfernen, dann das Fleisch klein hacken oder zupfen
- Kokosmilch zufügen und die Suppe mit dem Stabmixer kurz durchmixen
- kleingehacktes Hühnerfleisch wieder zufügen und falls nötig noch einmal erhitzen
- noch einmal abschmecken
- mit gehackten Kräutern bestreuen und genießen
Hm, war es nun dieses Rezept?
Mittlerweile habe ich so oft probiert, dass ich mir nicht mehr ganz sicher bin.
Ich glaube, die vom indischen Restaurant war fruchtiger und etwas dickflüssiger.
Diese Suppe heute ist auch richtig gut, aber ich denke, die Versuchsreihe geht wahrscheinlich weiter.
Oder wir gehen demnächst einfach noch einmal indisch essen und testen dann neu.
Auch nicht die schlechteste Möglichkeit.

Kommentar schreiben