enthält Werbung* Meinen Hang zu schönem, wertigen Küchengedöns habe ich hier ja nun schon mehrfach aufblitzen lassen. Ok, oft.
Ja, ich weiß. Langweile ich Euch? Nö, oder?
Ich mag einfach alles, was man auf Herd und Tisch nutzen kann, vorausgesetzt, es taugt und kann was.
Das darf dann gerne brummen, klappern, klingen, klirren oder wie im heutigen Fall auch mal leise vor sich hin wummern.
Soll heißen, ob mit Strom oder ohne, aus Glas, Metall, Porzellan oder Stein? Gerne!
Vorausgesetzt, die Qualität stimmt.
Nun hat man mir schon länger mal beim schwäbischen Italiener des Vertrauens nahegelegt, ich möge mal echtes Pesto zeigen auf diesem, meinem Blog.
"Oimol was Gscheits." Tja.
Öhm... es gibt hier bei zimtkringel eigentlich schon einige Pestorezepte. Offensichtlich nicht das "echte, wirkliche, richtige".
Das müsse nämlich "von Hand im Mörser" hergestellt werden. O-Ton von berufener schwabo-italienischer Seite.
An der Stelle kommt nun ein echt cooles Teil ins Spiel.
Und ja, ich weiß, nur so alte Menschen wie ich nutzen noch die Vokabel cool. Ha, weil wir es können!
Is mir aber auch egal, ich bin nämlich aktuell mal wieder in ein Küchendingens verliebt: Die netten Menschen von Jungthal haben mir den vielleicht besten Mörser der Welt zum Testen überlassen.
Ja, das hier ist Werbung, is klar. Das passiert bei mir ja eher selten und nur, wenn mir etwas echt gut gefällt. Was soll ich sagen? Ich finde den Jungthal Mörser cool! Und ich geb den auch nicht mehr her, dass das gleich klar ist. Guckt mal, isser nicht schön?
Und funktioniert so richtig gut, nur dass Ihr es wisst.
Ich beweise es weiter unten dann auch mit einem "echten, gscheiten Peschto" speziell auf Wunsch eines einzelnen Herren.
Natürlich hatte ich schon einen anderen Mörser.
Für wenig Geld vor Jahren beim Möbelschweden erstanden. Wenn Ihr gut hinhört, könnt Ihr im Hintergrund Herrn zimtkringel leise "Was hast du in deiner Chaos-Küche auch nicht?" murmeln.
Nun, einen Jungthal Mörser hatte ich nicht. Und guck an, sogar Thomas musste zugeben, der Neue in der Küche ist ein anderes Kaliber. Schöner. Leiser. Durchdachter. Cool. Und ab sofort Herr-zimtkringel-zertifiziert.
Zum Mörser vorab schonmal so viel: Das ist jetzt meiner, den werdet Ihr hier jetzt öfter sehen. Als nächstes wahrscheinlich beim geriebenen Reis fürs Laotische Larb, das ich für die Kulinarische Weltreise zubereitet habe und das mittlerweile auch online ist. Nur mal nebenher erwähnt.
Zurück zum Jungthal Mörser: Der ist massiv und extrem robust.
Klar, sowohl Mörser als auch der Stößel sind aus Naturgranit gefertigt.
Den bekomme nicht mal ich mit meinem ausgeprägten Hang zu Küchenkatastrophen kaputt. Ok, auf den Zeh fallen sollte er mir nicht... Und wenn, dann lag´s eher nicht am Mörser, denn die Korkbasis sorgt für guten Stand und dämpft noch dazu die Geräusche selbst bei härteren Zutaten. Die raue Innenseite ist übrigens ideal zum Mahlen von Gewürzen und Zerkleinern von Samen und Nüssen.
Mit einem Durchmesser von 16cm und einer Gesamthöhe von 13cm findet er mit etwas Glück sogar in einem meiner übervollen Schränke noch Platz. Obwohl... der ist so schön, vielleicht darf er auch auf der Arbeitsplatte stehen. Hab ich schon erwähnt, dass er den European Product Design Award 2025 gewonnen hat? Is halt schön und gut durchdacht. Hm, hört sich jetzt alles a Bissle nach Lobhudelei an.
Mag sein. Ist halt ein cooles Teil. Hab ich aber schon erwähnt, oder?
Das Copyright für dieses Bild liegt übrigens bei Jungthal.
Aber nun zum Pesto für uns zwei Hungrige:
1 Bund Basilikum, ich hab meine Töpfe deutlich gerupft
2 Knoblauchzehen
2 EL Pinienkerne
1 kräftige Prise Salz + mehr fürs Nudelwasser
grober Pfeffer
ca. 50g Parmesan gerieben
einige Parmesanspäne
3 EL Olivenöl
ein Spritzer Zitronensaft
400g Pasta, hier Reginette
Cool mit der Ablage für den Stößel im Deckel, oder?
Nutze ich das Wort cool zu oft? Nein, oder?
Egal. Lasst uns mörsern:
- Pinienkerne ohne Zugabe von Fett kurz auf mittlerer Hitze anrösten, bis sie hellbraun sind und duften, dann aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen VORSICHT: Die werden schnell dunkel und bitter!
- Knoblauch schälen
- Basilikum waschen und gut trocken schütteln
- Knoblauch mit einer Prise Salz im Mörser zu einer feinen Paste verarbeiten
- nebenbei die Nudeln in Salzwasser al dente garen, abgießen, dabei aber etwas vom Pastawasser auffangen und Nudeln eventuell warm stellen
- Basilikum von den ganz groben Stielen befreien, Blätter und feine Stiele im Mörser samt dem Knoblauch zu einer Paste verarbeiten
- Pinienkerne zufügen und ebenfalls zerkleinern
- nun etwa die Hälfte des geriebenen Käses unterarbeiten
- gerade so viel Öl einarbeiten, dass sich eine cremige Konsistenz ergibt
- den restlichen Käse zufügen und unterarbeiten
- Öl zufügen, bis die Konsistenz für Euch passt
- mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken
- Pesto zur Pasta geben und gut unterheben, bei Bedarf mit dem übrigen Pastawasser verdünnen
- mit den Parmesanspänen toppen, servieren und sich dran freuen
Liebe Menschen von Jungthal, vielen Dank! Ihr habt mir mit den Mörser eine echte Freude gemacht. Cooles Teil!

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