Kennt Ihr das auch? Ihr bekocht andere Menschen wirklich gerne. Trotzdem freut Ihr Euch, wenn mal alle weg sind und es endlich mal das gibt, was Ihr und nur Ihr allein mögt?
Keiner, der mit hochgezogenen Augenbrauen in den Topf guckt. Niemand, der vernehmlich durch die Nase schnaubt, wenn er meine Experimente oder gar gesunde Sachen essen soll?
Nun, das ist bei mir heute mal der Fall! Hurray!
Während es bei solchen Gelegenheiten für mich dann schon auch mal Pizza aus der Kühltruhe gibt oder ich es mir mit einem schnellen Burger gemütlich mache, habe ich heute Zeit, viel Zeit! Und vor allem auch Lust, etwas buntes, knuspriges zu basteln.
Trommelwirbel, es gibt weder Leber noch Kürbis, Knödel oder Spargel (meine liebsten Simone-ist-allein-daheim-Speisen), nein, heute gibt es Erbsen! Nur für mich!
Als ich klein war, hat meine Oma extra Erbsen angebaut, denn alle in der Familie aßen und essen die bis heute sehr gerne roh. Und gekocht. Und im Reis. In der Suppe. Im Eintopf. Wir mögen sie einfach! Thomas findet Erbsen eher so mittel. In die Suppe dürfen sie gerne, oder als Buttergemüse zum Flaaaaiiiisch. Sonst braucht er sie eher nicht.
Nun, Thomas isst heute nicht mit. Deshalb gebe ich mir heute die absolute Erbsen-Dröhnung: Erbsen-Crostini mit Burrata, neulich in einer Foodiezeitschrift entdeckt und auf zimtkringel-Art ein wenig abgewandelt.
Im Ernst, gönnt Euch mal was! Kocht nur für Euch oder bestellt was Feines! Kauft gute Burrata statt immer nur den gummiartigen Mozarella und wenn es Euch danach ist, dann trinkt ein Schlückchen Wein dazu. Dazu ein Buch und ab aufs Sofa!
Hier kommt der ideale Abendsnack für Simone. Fertig in unter 20 Minuten, bunt, knoblauchig (stört ja keinen, bin ja allein daheim... ok, das stört bei uns sonst auch keinen), vegetarisch, ein kleinwenig luxuriös und so gut!
Für eine Hungrige und einen langen, gemütlichen Abend, denn die Dinger schmecken warm am besten, gehen aber locker auch kalt - hey, beim Essen nur nicht Hetzen, wenn schon mal einen Abend lang Ruhe ist!
6 kleine Scheiben Ciabatta vom Vortag - 3 Scheiben Bauernbrot gehen auch, ich hab hier Bauernbaguette mit Körnern genutzt
1 EL Kräuterbutter mit Knoblauch, gekauft oder selbst gemacht
1 EL Butter
1 Frühlingszwiebel samt Grün
200g TK-Erbsen
3 EL Wasser
1 Kugel Burrata
Salz
rote Pfefferbeeren
1 Zweig frischer Dill
- Brotscheiben mit Kräuterbutter bestreichen und bei 180° im Backofen ca. 10 Minuten oder wie ich hier im Airfryer ca. 8 Minuten aufknuspern, bis sie leicht gebräunt sind
- mittlerweile Frühlingszwiebel putzen und samt Grün in feine Ringe schneiden, dann in einer Pfanne in der Butter anschwitzen
- gefrorene Erbsen zur Zwiebel geben, Wasser zufügen, leicht salzen und ca. 5 Minuten dünsten, bis die Erbsen fast gar sind und das Wasser fast verkocht ist
- Brotscheiben bis zum Servieren warm halten, dann auf einem Teller anrichten
- Erbsen entweder mit einer Gabel zerdrücken oder einfach kurz ein paar Umdrehungen im Blitzhacker drehen lassen - gewünscht ist ein cremiges aber noch leicht stückiges Erbsenmus
- abschmecken und auf den Brotscheiben verteilen
- Burrata abtropfen und mit den Fingern in sechs Stücke reissen - ACHTUNG, auf die Stracciatella, also das cremige Innenleben kommt es an, also Hülle samt Innenleben auf dem Erbsenmus verteilen
- Pfefferbeeren, falls Ihr habt, leicht zerdrücken und auf den Schnittchen verteilen - normaler grober Pfeffer tut es auch, ist aber nicht so hübsch
- Dill waschen, trocken schütteln und nicht zu fein hacken, dann auf den Crostini verteilen
Ha, Frau zimtkringel hat heute für sich ganz alleine gekocht und mampft alles über den Abend verteilt mit Stumpf und Stiel.
Nächstes Mal gibt es vielleicht dann wieder was für die Allgemeinheit... oder auch nicht.
Alles meins!

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Sarah (Donnerstag, 11 Juni 2026 18:12)
Die Kombination aus Erbsen und Brot kannte ich bis heute noch nicht, aber das sieht schon ziemlich lecker aus und klingt eigentlich nach einem tollen Abendessen für den Sommer. Das wird auf jeden Fall demnächst mal ausprobiert!
LG Sarah