Bis vor kurzem war es nicht nur warm in Schwabilon, es war brüllend heiß. Und wir sind beide nicht für Hitze gemacht.
Die Katzen übrigens auch nicht.
Nichtsdestotrotz hatten wir in unserem Urlaub einiges vor und haben den ersten Urlaubstag damit begonnen, Altgeräte zu entsorgen und Möbel zu schleppen.
Thomas und ich. Die Katzen eher nicht.
Das Haus ist noch immer voll - heute auch noch - aber langsam sieht man Fortschritte.
Trotzdem, es war erst früher Nachmittag, Temperaturen gut im 30er-Bereich und wir hatten echt genug. Und Hunger.
Viel gekocht werden sollte nicht, aus Gründen.
Und wenn überhaupt, dann sollte der Mixer die abendliche Kochsession übernehmen.
Glücklicherweise gibt es um diese Zeit im Jahr wunderbare Tomaten mit Geschmack. Also: Gazpacho war das Gericht der Wahl. Mit Croutons aus den Resten des Walnuss-Parmesan-Knotens, den ich am Tag zuvor gebacken hatte.
Für geschätzt 3 große Portionen:
für die Suppe:
1 große Scheibe des Hefeknotens (oder 3 Scheiben Toastbrot)
3 EL Wasser + mehr zum Einweichen
1 kg reife Tomaten
1 rote Paprika
2 Knoblauchzehen
1 Gemüsebrühwürfel
4 ELÖl
2 EL Weinessig
1/2 Salatgurke
Salz und Pfeffer
1 große Zwiebel
1 große Knoblauchzehe
1 kräftige Prise Zucker
einige Spritzer Zitronensaft
als Topping:
ein paar Basilikumblättchen
2 große Scheiben vom Hefeknoten
1 - 2 EL Butter
- Hefeknotenscheibe bzw. Toastbrot in kleine Stücke reißen und in Wasser einweichen
- Gemüse vorbereiten: Tomaten und Paprika waschen und von Stiel und die Paprika auch vom Innenleben befreien, Zwiebel, Gurke und Knoblauch schälen
- Gemüse grob würfeln, von den Tomaten und der Paprika ein, zwei Teilchen fein würfeln und zur Seite legen, die nutzen wir nachher als Einlage
- Brot ausdrücken und in den Mixbecher geben
- Suppenwürfel in 3 EL heißem Wasser auflösen und zusammen mit dem grob gewürfelten Gemüse ebenfalls in den Mixbecher geben
- in Pulsstößen fein pürieren
- Essig, Öl, Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Zucker zufügen und gründlich unterpulsen lassen
- mindestens eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen
- nochmal abschmecken: Würzig genug? Zu sauer? Zu süß? Zu dickflüssig? Mit mehr Gewürz oder einem Schuss mehr Wasser/Zitronensaft/Öl nachbessern, falls nötig!
- kurz vor dem Servieren die übrigen Brotscheiben grob würfeln und in der Butter rundum goldbraun anbraten
- jede Portion mit den übrigen Tomaten- und Paprikawürfeln, ein paar Blättchen Basilikum toppen
- buttrige Croutons dazu reichen und sich dran freuen
Was soll ich sagen? Gaszpacho ist sichern nicht für jeden Geschmack geeignet. Ich mochte mein kaltes Süppchen sehr, der Herr zimtkringel hätte es lieber in warm und gut durchgekocht gegessen. Von einer lieben Freundin weiß ich, dass allein schon die Konsistenz sie hätte würgen lassen. Meine Mutter dagegen, als große Tomatensaftgenießerin, hätte vermutlich eine zweite Portion verlangt. Hätte eine Pizza oder ein Teller Nudeln mehr Energie für unsere weiteren Ausräumaktivitäten gegeben? Fragt den Herrn zimtkringel und bestellt schon mal das Pizzataxi!

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