Vielleicht erinnert Ihr Euch, zum World Bread Day im letzten Jahr gab es bei mir ein Rezept aus Rumänien: Covrigi, rumänische Brotkränze. Eines der meistgeklickten Rezepte der letzten Jahre.
Die rumänische Küche ist eine interessante Mischung aus türkischen, griechischen und slawischen Einflüssen, mit einem Touch Österreich-Ungarn und einer Spur Siebenbürgen-Sachsen.
Spannend und extrem lecker!
Nun trifft es sich, dass mein Zahnarzt aus Rumänien stammt und mich beim letzten Termin fragte, ob ich eigentlich schon einmal seinen liebsten Auberginensalat auf dem Blog gezeigt hätte. Während Baba Ganoush hier bei zimtkringels häufig auf dem Tisch steht,
kannte ich dir rumänische Variante bisher nicht.
Liebes RP Smile-Team, especially for you:
Salată de vinete
für eine kleine Schüssel:
3 mittlere Auberginen
1 rote Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
für die Mayo:
2 Eigelb
50 ml Öl
1 Senf
oder optional:
2 EL gute Mayonnaise
Salz
Pfeffer
etwas Olivenöl, Kräuter, Paprikapulver und knuspriges Brot zum Servieren
- Backofen auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen
- Auberginen auf einem mit Backpapier belegten Blech in den mittlere Einschub schieben und unter mehrmaligem Wenden ca. 50 Minuten rösten, bis die Haut schrumpelig und das Fruchtfleisch weich ist
- vorsichtig heraus nehmen, den Stiel abschneiden und das Fruchtfleisch auseinander ziehen
- auf ein schräg gelagertes Brett legen, damit der Saft ablaufen kann
- Fruchtfleisch mit einem Holzspatel aus der Schale schaben, Schale entsorgen
- mittlerweile Eidotter und Senf in einem hohen Rührbecher mischen
- Öl in einem dünnen Strahl bei laufendem Pürierstab oder Rührer zugeben und den Stab dabei langsam nach oben ziehen, bis eine Mayonnaise entsteht (wenn´s schnell gehen soll, tut´s aber auch gekaufte Mayo)
- abgekühltes Fruchtfleisch mit einem Holzspatel klein hacken, fein oder grob, wie Ihr mögt
- mit der Mayonnaise mischen
- Knoblauch dazu pressen
- rote Zwiebel sehr fein würfeln, einen Teil unter das Auberginenmus mischen
- kräftig mit Salz und Pfeffer würzen
- mit den restlichen Zwiebelwürfeln toppen, etwas Olivenöl darauf träufeln und mit Kräutern oder Paprikapulver dekorieren
- mit knusprigem Brot servieren oder als Beilage beim Grillen genießen
Hübsch isser nicht, aber so gut! Ich liebe Aubergine, ich liebe Dips und Saucen aller Art! Was für ein Genuss!

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zorra vom kochtopf (Montag, 24 Mai 2021 15:35)
Das mache ich die Tage nach!
Franziska (Montag, 24 Mai 2021 15:42)
Ich schiebe grad mal die Mayonnaise beiseite (dafür findet sich sicherlich eine Lösung) und hinterlasse unter triefendem Zahn ein ❤️!
Liebe Grüße,
Franziska
Susi (Montag, 06 Mai 2024 22:28)
Das ist ja ein Ding, genau so kenne ich salata de vinete aus Siebenbürgen. Über 20 Jahre nicht gemacht und hier wiederentdeckt. Ich habe die Auberginen damals direkt auf die Platte des Dauerbrandofens der Studenten-Altbauwohnung gelegt, das führte zu einer hervorragenden Konsistenz/ Sämigkeit und duftete auch noch in der ganzen Bude.... Nur aufpassen musste man, sonst brannte es an. Ich werde es im Herbst mal mit dem Backofen probieren, geht sicher.... Danke fürs Rezept, ich kriege gleich Appetit!
Jacqueline (Sonntag, 15 März 2026 19:25)
Hallo, ich habe das versucht nachzumachen. Leider wird bei mir der Aufstrich leicht bitter säuerlich obwohl ich keine Säure zuführe und die Aubergine auch kurz mit Wasser gewaschen hab um den Saft rauszuwaschen nachdem braten., sowie abtropfen. War tzd nicht genießbar :(( wie lange lässt du die Aubergine rasten nachdem braten??? Lg danke Jacqueline
Simone von zimtkringel (Sonntag, 15 März 2026 20:06)
Hallo Jacqueline, das ist ja seltsam, das ist mir bisher nie passiert. Ich lasse die Auberginen vollständig auskühlen. Früher hat man Auberginen ja vor dem Braten eingesalzen und dann abgewaschen, um Bitterstoffe zu entfernen. Nach dem Braten kenne ich das so eigentlich nicht. Ich röste hier aber die ganzen Früchte ohne vorheriges Einsalzen und lasse dann den Saft einfach ablaufen. Hauptsächlich, damit es die Creme nicht verwässert. Könnte die Säure bzw. das Bittere eventuell von den Zwiebeln gekommen sein? Die kippen gerne, wenn man sie beim Zerkleinern zu sehr quetscht, also z.B. reibt oder mixt, statt sie zu schneiden oder sie nach dem Schneiden zu lange liegen läßt und die enthaltenen ätherischen Öle oxidieren. Hm. Auf jeden Fall mysteriös.
Danke für deine Nachricht und liebe Grüße
Simone