Larb Gai - Laotischer Salat mit Huhn

Larb Gai - Hähnchensalat nach laotischem Rezept

Tja, Gewohnheiten...

Je älter ich werde, desto lieber und beständiger halte ich an Gewohnheiten fest. 

Eine unserer liebsten Regelmäßigkeiten ist unser allwöchentlicher Foodie Friday. Soll heißen, am Freitagabend gehen Muddi und Vaddi zimtkringel mit den immer gleichen Freunden weg und kommen satt und zufrieden wieder heim.

Und weil unsere Freunde in der selben Altersklasse sind, halten auch sie gerne an Gewohnheiten fest. Eine davon ist, dass unsere liebe Freundin in einem bestimmten Restaurant gerne die Speisekarte studiert, um dann unweigerlich bei ihrem Lieblingsessen zu landen: Larb, Salat aus gehacktem Fleisch, einem der Nationalgerichte

der Demokratischen Volksrepublik Laos . 

Eine weitere Gewohnheit ist, dass ich sehr gerne bei der Kulinarischen Weltreise mitmische. Ha! Wahnsinniger erzählerischer Spannungsbogen, gell? Denn ratet mal, welches Land wir diesmal virtuell bereisen? Richtig! Laos steht auf dem Programm. Für die geografische Orientierung: Laos liegt zwischen Vietnam im Osten, Kambodscha im Süden, Thailand im Westen und Myanmar und China im Norden. 

Zur kulinarischen Orientierung werden im Lauf des Monats bestimmt die Kolleginnen und Kollegen Foodblogger beitragen. Wie immer trage ich weitere Links nach. Hier schon die bestehenden:

Wilma von Pane-Bistecca mit Sai Oua - Wurst aus Laos Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Geschmorte Soja-Hähnchenschenkel aus Laos – Ob Gai Britta von Brittas Kochbuch mit Kua Mee - Gebratene Nudeln aus Laos Regina von Bistroglobal mit Laotische Nudelsuppe - Khan Poon Nam Gai Friederike von Fliederbaum mit Laap - Rindfleischsalat Britta von Brittas Kochbuch mit Tom Kha Gai - Hühnersuppe mit Galgant und Kokosmilch

Larb, auch mal als Laap, Larp oder Lahb transkribiert, ist grob gesagt ein Salat aus gehacktem Fleisch, meist Geflügel- oder Schweinefleisch, manchmal aber auch Rind oder Fisch, mit geröstetem, gemahlenem Reis und Kräutern. Durch Fischsauce und Limettensaft ist er säuerlich-aromatisch, durch den Reis hat er erstaunlichen Biss. Die Schärfe variiert je nach Region und Rezept.

Wie immer bei traditionellen Gerichten gibt es unzählige Varianten. Ich bastle heute mit Gai, also Huhn. Ich bin mir sicher, im Laufe des Monats werdet Ihr hier bei der Kulinarischen Weltreise sicher auch noch der einen oder anderen Version begegnen.  

Für uns zwei Hungrige:

 

1-2 EL ungekochter Jasminreis

2 EL Pflanzenöl

2 Schalotten

450g Hähnchenbrustfilets

1/2 TL Zucker

2 EL Fischsauce

2 Limetten

1 rote Chili

4 Frühlingszwiebeln

Salz, je nach Salzgehalt der Fischsauce

1 halber Kopfsalat

frische Kräuter, hier Minze, Koriander und Petersilie

  • Reis in einer trockenen Pfanne oder dem Wok auf mittlerer Hitze unter Rühren so lange anrösten, bis er golden ist und duftet, dann vom Feuer nehmen, abkühlen lassen und im Blitzhacker oder wie ich im stylischen Granitmörser zu grobem Pulver verarbeiten
  • Schalotten schälen und in feine Ringe schneiden
  • Hühnerfleisch sehr fein hacken, im Blitzhacker bearbeiten oder durch den Fleischwolf lassen

 

  • Frühlingszwiebeln waschen, putzen und samt Grün in Ringe schneiden
  • Kräuter waschen und trocken schütteln, dann grob hacken - macht das nach persönlicher Vorliebe, wir sind zum Beispiel keine Korianderfans, deshalb landet mehr Petersilie und Minze in der Salatschüssel
  • Chili waschen, entkernen und in Ringe schneiden - auch hier gilt wieder: nehmt, soviel Ihr vertragt und mögt
  • Salat waschen und in große Blätter teilen, der dient nachher praktisch als Teller bzw. Besteck
  • Öl im Wok erhitzen und zwei Drittel der Schalotten darin knusprig anbraten, dann aus dem Wok nehmen
  • eine Limette auspressen, die andere in Spalten schneiden
  • nun das gehackte Hühnerfleisch bei starker Hitze unter Rühren anbraten, bis es recht trocken und fast schon knusprig ist
  • Zucker übers Fleisch geben und unter Rühren kurz karamellisieren
  • Fischsauce und 2 EL vom Limettensaft zufügen und alles gut durchrühren
  • Reispulver zufügen, gut durchrühren und eine Minute mit anbraten
  • Chilis, Frühlingszwiebeln und die restlichen ungebratenen Schalotten dazu geben und alles eine weitere Minute rührbraten
  • zum Schluß die Kräuter in die Pfanne geben und kurz unterrühren, bis sie etwas zusammenfallen
  • abschmecken und nach Lust und Laune Salz, mehr Zucker, Chili, Fischsauce oder Limettensaft zugeben
  • auf Salatblättern servieren, mit den knusprig angebratenen Schalotten bestreuen und die Limettenspalten dazu legen

Larb ist mittlerweile längst in den Küchen der Nachbarländer wie Thailand und Vietnam angekommen.

Tatäschlich kennen wir es aus dem freundlichen Thairestaurant in unserer Nachbarstadt. Dort wird es mit Huhn, Entenbrust oder Schweinefleisch angeboten, in den Varianten mild, mittel, scharf und thail-scharf zubereitet und mit Klebreis serviert.

Wir haben uns diesmal daheim an die Angaben aus einem Reiseblog gehalten, nach denen man jeweils einen Löffel Larb Gai auf ein Salatblatt gibt, dieses faltet und mit der Hand isst.

Gut war`s! Aber mal so richtig gut! Vielleicht müssen wir noch an der Mund-Augen-Koordination arbeiten, aber das ist wieder eine andere Geschichte. 

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Kommentare: 5
  • #1

    Britta (Dienstag, 21 April 2026)

    Liebe Simone,
    diesen Salat hatte ich auch in die nähere Auswahl gezogen, war mir aber sicher, dass er meinem Mann nicht so zusagen würde. Selbst ein so reichhaltiger Salat ist halt im Grunde keine richtige Mahlzeit. *schmunzel*
    Dabei klingt Dein Rezept richtig lecker und meine Bratnudeln haben uns beiden nicht so 100 Pro geschmeckt. Tja, so kann's gehen.
    Liebe Grüße
    Britta

  • #2

    Petra aka Cascabel (Dienstag, 21 April 2026 12:11)

    Ich liebe Larb in verschiedenen Versionen! Mit Hähnchen geht hier immer, danke für die Anregung :-)

  • #3

    Pane-Bistecca (Montag, 27 April 2026 03:41)

    Dieser Salat sieht mega aus, der ist bestimmt super schmackhaft. Den muss ich auch mal probieren.

    LG Wilma

  • #4

    Friederike (Dienstag, 28 April 2026 18:11)

    Interessant fand ich, dass du ein wenig Zucker mit dem Fleisch mitbrätst! Das kann ich mir gut vorstellen (wenn es eben nicht zu viel ist)!! Meine Version ist mit Rindfleisch und Reis als Beilage, wir waren begeistert!

  • #5

    Regina (Mittwoch, 29 April 2026 08:40)

    Liebe Simone, Larb habe ich tatsächlich in einem Restaurant in Luang Prabang gegessen. Dein Gericht beamt mich genau wieder dorthin. Viele Grüße, Regina