Mole de Querétaro

Mole, die mexikanische Saucenspezialität mit Schokolade und Chili muss man einfach probiert haben!

Ha! Endlich! Die kulinarische Weltreise liefert mir in diesem Monat endlich die Gelegenheit, ein Rezept auszuprobieren, das ich schon ewig auf meiner Wunschliste hatte: Mole.

 

Ihr habt es eventuell schon erraten, Ziel des Monats ist Mexiko und Mole ist eines der Nationalgerichte der mexikanischen Küche.

 

Dabei gibt es eigentlich nicht DIE Mole, Mole ist der Sammelbegriff für verschiedene Saucen, deren Gemeinsamkeit die Chilischoten sind. Ich bin mir sicher, im Laufe des Monats werden noch einige Varianten gezeigt werden.

Das Wort mole kommt von dem Wort molli der indigenen Sprache Nahuatl und bedeutet in etwa Mischung oder Gebräu.

 

Ich habe mich für ein Rezept aus Santiago de Querétaro, einer Stadt in Zentralmexiko entschieden und dafür eines der vielen recht authentischen Rezepte aus dem genialen Mexiko-Kochbuch von Margarita Carrillo Arronte im Phaidon Verlag ein wenig verändert genutzt.

Wie immer werden im Laufe des Monats eine Menge landesüblicher Rezepte dazu kommen, deren Links Ihr hier findet. Ich trage immer mal wieder die aktuellen nach, also bleibt dran!

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Viele Mole-Varianten werden zu Huhn serviert. Das werde ich auch so halten. Meist wird das Fleisch gekocht und die Brühe weiter verwendet, ich habe mich allerdings für Hühnerbeinchen und Brustfilet aus der Heißluftfritteuse entschieden.

 

Obwohl mittlerweile sogar unser Provinz-Supermarkt schon ein Regal für Zutaten der mexikanischen Küche bietet, mußte ich die getrockneten Chilischoten bestellen.

Schließlich wollte ich ganz besondere Sorten - Acho und Pasilla. Das war allerdings kein größeres Problem. In der mexikanischen Küche gibt unglaublich viele verschiedene Chilisorten, zumindest die Hauptsorten kann man aber auch bei uns problemlos bestellen.

Letztlich kommt in sehr viele Mole-Versionen Schokolade. Ja, ich gebe es zu, das und die sehr eigene Optik waren die ursprünglichen Gründe, warum ich Mole schon so lange mal testen wollte.

Laßt Euch nicht von der ziemlich langen Zutatenliste abschrecken, es handelt sich hier um ein relativ schnell zubereitetes Rezept, das auch Kochanfänger locker bewältigen können.

für 4 Hungrige:

100g getrocknete schwarze Pasilla-Chilis

100g getrocknete Ancho-Chilis

1/2 TL Kreuzkümmelsamen

2 Gewürznelken

eine Prise schwarzer Pfeffer

1 Tortilla, geröstet

500ml Geflügelbrühe

1 Prise gemahlener Piment

20g geröstete Erdnüsse

1/2 Baguette vom Vortag

50g Nüsse nach Wahl

1 TL brauner Zucker

50g dunkle Schokolade

25g Rosinen

2 Knoblauchzehen

1 kleine Zwiebel

300ml Tomatenpassata

1 Prise Majoran

2 EL Öl

800g Hühnerschenkel und 2 Hühnerbrustfilets

Koriander

Salz und Pfeffer

als Beilage Weizentortillas

um die Schärfe etwas zu mildern: Sauerrahm und/oder Salat


  • Hühnerteile rundum salzen und pfeffern und in der Heißluftfritteuse garen - alternativ in einer backofentauglichen Pfanne in etwas Öl anbraten und im Backofen fertig garen
  • Stengel, Samen und Scheidewände der getrockneten Chilis entfernen
  • Chilischoten mit heißem Wasser übergießen und gut 15 Minuten einweichen
  • eine der Tortillas ohne Fett in einer Pfanne oder direkt auf der Herdplatte anrösten
  • Baguette in Stücke brechen und in einer Schüssel mit etwas Wasser einweichen, dann gut ausdrücken
  • die eingeweichten Chilis mit 2 EL vom Einweichwasser zu einer glatten Masse pürieren
  • Kreuzkümmelsamen, Gewürznelken, schwarzen Pfeffer und Piment zugeben und mitschreddern
  • dann die geröstete Tortilla, Erdnüsse, das eingeweichte Baguette, die Nüsse, in Stücke gebrochene Schokolade, Rosinen, Knoblauch, Zwiebel, Tomate und Majoran durch den Mixer jagen und zu einer einigermaßen glatten Paste verarbeiten

An dieser Stelle sollte wohl erwähnt werden, dass die Mischung ganz wunderbare Flecke macht. Ich sag´s ja nur. Für Euch getestet...

  • mit der Geflügelbrühe aufgießen und weiter pürieren - wer mag, kann die Paste durch ein Sieb passieren, ich spar mir das...

  • Öl in einem Topf erhitzen, Paste darin 10 Minuten bei niedriger Hitze garen, bis das Fett nach oben steigt
  • das gegarte Fleisch samt dem Bratensaft dazu geben und mit erhitzen
  • auf einer Platte anrichten und mit Koriander toppen
  • mit Tortillas servieren
  • wer mag, kann gegen die Schärfe etwas Sauerrahm dazu löffeln und Salat auf die Tortilla packen

Das. War. Gut.

Aber auch ganz schön scharf, obwohl die gewählten Chilisorten als mild eingestuft werden. Und ja, Mole ist optisch nun nicht wirklich so der absolute Hit. Das macht sie aber mit viel Aroma wett!

Jetzt bin ich gespannt, was der restliche Juni noch an tollen mexikanischen Gerichten bei den Mitreisenden bringen wird. Und vielleicht, eventuell, schaffe ich ja auch noch ein weiteres Rezept.

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Kommentare: 5
  • #1

    Franziska (Sonntag, 12 Juni 2022 14:10)

    Ich weiß gar nicht, was Du hast. Das Gericht sieht doch ansprechend aus! Damit ist es ein Rezept mehr, welches auf die Nachkochenliste gewandert ist.

    Ein wunderbares Wochenende wünsche ich Dir!

    Liebe Grüße,
    Franziska

  • #2

    Petra aka Cascabel (Sonntag, 12 Juni 2022 16:18)

    Wow, das ist ja schon eine deutlich komplexere Mole als mein "Alltagsgericht"! Ist dir hervorragend gelungen und in Szene gesetzt - ich weiß gar nicht, was du hast ;-) Ich würde jedenfalls liebend gerne kosten.

  • #3

    Regina von Bistroglobal (Sonntag, 12 Juni 2022 20:11)

    Hallo Simone, das sieht extrem lecker aus! Und das Scharfe mag ich sehr! Viele Grüße, Regina

  • #4

    Kathrina (Montag, 20 Juni 2022 11:43)

    Deine Mole sieht aber auch zu lecker aus, liebe Simone. Jetzt habe ich Hunger... Man sollte sich einfach nicht vor dem Mittagessen durch die ganzen Beiträge klicken.

  • #5

    Silke (Dienstag, 21 Juni 2022 13:37)

    Hmmm, das liest sich wunderbar und sieht auch noch suuuuper aus.
    Danke für die Idee!
    VG
    Silke