Paximadi- kretischer Zwieback mit Gerstenmehl

Paximadi , griechischer Zwieback mit Gerstenmehl

Die kulinarische Weltreise ist wieder unterwegs!

 

Langsam läuft auch im Leben 1.0 die Reisewelle wieder an, in einigen Bundesländern stehen die Sommerferien quasi schon vor der Tür und so wollen wir Euch einen kleinen Vorgeschmack auf vielleicht kommende Ferienfreuden geben.

 

Kommt mit nach Griechenland!

 

Und sei es auch nur auf dem Teller!

 

Neben den bekannten Aromen und Rezepten findet Ihr bei den kulinarisch weltreisenden Bloggern auch diesmal wieder eine spannende Auswahl an Rezepten und Eindrücken aus dem Gastgeberland, die Euch vorher vielleicht noch nicht bekannt waren.

Ich bin diesmal mit zwei Rezepten dabei. Hier kommt Nummer 1: Paximadi - kretischer Zwieback mit einem Anteil Gerstenmehl

Dauergäste wissen es bereits, jeden Monat suchen wir uns ein anderes Land aus und sind ganz schön herum gekommen. Mittlerweile sind es über 1000 Rezepte aus aller Welt, die Volker von volkermampft, Initiator und Reiseleiter, zusammen mit einer Menge lustiger Blogger gesammelt hat. Guckt mal, was wir bisher für Griechenland schon zusammengetragen haben:

Britta von Brittas Kochbuch mit Ein Reisebericht Britta von Brittas Kochbuch mit χωριάτικη σαλάτα – Griechischer Bauernsalat Sonja von fluffig & hart mit griechisches Stifado mit Lamm Sonja von fluffig & hart mit Giouvetsi – griechische Lammkeule mit Kritharaki Britta von Brittas Kochbuch mit σουβλάκι - Souvlaki Sylvia von Brotwein mit Souvlaki - Griechische Fleischspieße vom Grill Sylvia von Brotwein mit Sesamkringel Rezept - knusprige Sesamringe Sylvia von Brotwein mit Gemüsespieße zum Grillen Ulrike von Küchenlatein mit Weiße Bohnensuppe – Lefkí fasoláda Ulrike von Küchenlatein mit Karottenkuchen mit Walnüssen – Kéik karótu Wilma von Pane-Bistecca mit Spanakopita - griechische Spinat Paeckchen Wilma von Pane-Bistecca mit Paidakia - griechische Lamm Kotletten Anja von GoOnTravel.de mit Kourabiedes (Butterplätzchen mit Mandeln) aus Griechenland Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Octopus-Stifado (Χταπóδι Στιφáδο) und Patates riganates Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Sesamkringel

Im Laufe des Monats werden auch für Griechenland weitere Links dazu kommen, die ich dann jeweils ergänze.


Ich zeige Euch heute Paximadi, eine Art Zwieback, der vor allem auf Kreta lange Tradition hat.

 

Nun gibt es bei uns Zwieback ja doch meist aus dem bekannten orange-blauen Päckchen und oft auch nur dann, wenn das Bauchi Aua hat.

Die griechische Version dagegen ist etwas härter, hat als Grundlage einen deutlichen Anteil Gerstenmehl und wurde ob der langen Haltbarkeit früher vor allem als Proviant von Hirten, Fischern, Soldaten und Seeleuten genutzt.

 

Heute gehört er als Grundlage zu verschiedenen Meze und er wird kaum noch selbst gebacken, gibt es ihn doch in jedem griechischen Supermarkt in Variationen zu kaufen.

Hauptschwierigkeit: Wo bekommt man bei uns Gerstenmehl her? Einen griechischen Supermarkt gibt es bei uns leider nicht mehr. Dort solle es nämlich Gerstenmehl geben, hat man mir gesagt.  Ich wurde letztlich im Biomarkt fündig, wo ich Gerstenschrot gefunden habe, das ich dann noch einmal durch die Küchenmühle gejagt habe.

Für Paximadia:

 

250g Gerstenvollkornmehl

250g Weizenmehl Type 1050

21g Frischhefe

1 gestrichener TL Salz

1 TL Zucker

370ml lauwarmes Wasser

  • aus allen Zutaten in der Küchenmaschine einen gleichmäßigen Teig kneten - er bleibt ein wenig klebrig
  • abgedeckt eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen
  • auf leicht bemehlter Fläche noch einmal von Hand kneten
  • zu pfirsich- bis tennisballgroßen Bällen formen und diese etwas platt drücken
  • noch einmal abgedeckt eine Stunde gehen lassen
  • auf zwei mit Backpapier belegten Blechen platzieren
  • Backofen auf 180° Umluft vorheizen
  • ca. 20 Minuten backen
  • auf einem Gitter abkühlen lassen
  • entweder einen Tag stehen lassen, oder gleich weiter verarbeiten: halbieren und wieder auf den Blechen verteilen
  • bei 100° Umluft mindestens eine Stunde im Backofen durchtrocknen lassen, je nach Luftfeuchtigkeit kann es auch deutlich länger dauern. In der  griechischen Sonne wird natürlich draußen getrocknet

Nun sind die Paximadia fertig zur weiteren Verwendung. Trocken gelagert sind sie Wochen und Monate haltbar. Ähnlich wie das skandinavische Hårt Bröd kann es natürlich einfach belegt und gegessen werden, was allerdings gute Zähne erfordert. Richtig zur Geltung kommt Paximadi als Grundlage von Dakos oder Koukouvagia, das Ihr hier bereits sehen könnt. Das wird mein zweiter Griechenland-Beitrag, den Ihr demnächst hier samt Rezept nachlesen könnt.  

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Kommentare: 2
  • #1

    Petra aka Cascabel (Dienstag, 08 Juni 2021 19:49)

    Sehr interessant! Mit den Paximadi hast du meinen kulinarischen Horizont erweitert - leider war ich noch nie in Griechenland.

  • #2

    Susanne (Montag, 14 Juni 2021)

    Ah, die Dinger liebe ich , die muss ich dringend mal wieder machen. Am besten, bevor meine tapfere Getreidemühle endgültig das Zeitliche segnet, Gerste habe ich nämlich bis jetzt nur als ganzes Korn gefunden.