Melt in Mouth Shin Stew - Rinderragout nach Jamie Oliver

Von Fernsehköchen mag man halten, was man will. Tatsache ist, dass ich den ein oder anderen sehr gerne gucke und mich freue, wenn ich Bekanntes entdecke und Neues lerne.

 

An Jamie Oliver - ja ja, ich weiß, er ist mittlerweile Großunternehmer - schätze ich, dass er trotzdem nach wie vor eine recht bodenständige Küche pflegt. Soll heißen, es kommen saisonale Gemüse auf den Teller und auch mal Teile vom Tier, die nicht Steak oder Filet heißen.

 

Der Titel sagt es ja schon, heute kommt bei zimtkringels mal wieder Rinderbeinscheibe in den Topf. Ossobuco, oder, auf englisch weniger putzig: Shin, also Schienbein.

Dazu gibt es hier schon mehrere Rezepte, mal in der Suppe, mal als Ragout, mal ganz klassisch und auch mal aus dem Slowcooker. Gebt in der Suche einfach Beinscheibe ein, dann bekommt Ihr eine Auswahl. Wenn Jamie Oliver aber auch ein Rezept hat (klar, er hat viele), muss ich das natürlich auch noch ausprobieren:

 

Für 4 Personen:
2 EL Öl
2 rote Zwiebeln
3 Möhren
3 Stangen Staudensellerie
2 Knoblauchzehen
einige Rosmarinzweige
2 getrocknete Lorbeerblätter
1 kleine Handvoll getrocknete Steinpilze
1 Zimtstange
1 kg Rinderbeinscheidben
1 EL Mehl
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 Dosen (je 400 g) Tomaten
500ml Rotwein
Petersilie
evtl. 250 - 500ml Fleischbrühe

Das schöne an Ragout ist, einmal vorbereitet schmurgelt es sich fast von allein und ein Stündchen mehr Kochzeit macht keinen großen Unterschied, im Gegenteil, die Sauce wird nur noch besser.

  • Gemüse putzen und in grobe Stücke schneiden
  • in einem großen Gußtopf im Öl ein paar Minuten anbraten
  • Rosmarin, Zimt, Steinpilze und Lorbeerblätter dazu geben
  • Backofen auf 170° Umluft vorheizen
  • mittlerweile Fleisch von den Beinscheiben lösen, dabei die gröbsten Sehnen lösen
  • Fleisch in einigermaßen gleichmäßige Stücke schneiden
  • mit Mehl, Salz und Pfeffer bestäuben
  • überflüssiges Mehl abschütteln und Fleischstücke zusammen mit dem Gemüse ein wenig anbraten
  • Knochen und Sehnen dazu legen
  • mit Wein und Tomaten auffüllen
  • noch ein wenig salzen und pfeffern und durchrühren
  • Topf gut verschließen und auf den Rost in den Backofen schieben
  • drei Stunden schmurgeln lassen, dabei nach der Hälfte der Zeit mal gucken, ob noch genug Flüssigkeit im Topf ist und eventuell mit etwas Brühe aufgießen, je nachdem, wie gut der Topf schließt und wieviel Flüssigkeit verdampft ist

Nach Ende der geplanten Garzeit soll das Fleisch so zart sein, dass man kein Messer mehr braucht. Zur Not noch ein halbes Stündchen Garzeit zugeben.

  • Zimtstange, Lorbeerblätter, Rosmarin und eventuell grobe Sehnenstücke aus der Sauce fitzeln,  die Markknochen bleiben erstmal drin, der geneigte Esser mag das Mark vielleicht
  • eventuell noch etwas nachwürzen
  • mit gehackter Petersilie bewerfen

Bei uns gibt es, dem Herrn zimtkringel zuliebe Kartoffelbrei dazu.


Uuuund, ich verlinke mal wieder zum #sonntagsglück bei Katrin von Sousistermeetsfriends. Dort kann man so nette neue Blogs und Blogger entdecken!

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Kommentare: 1
  • #1

    Franziska (Freitag, 21 Februar 2020 20:25)

    Mit der Chäswähe könntest du mich direkt ins Bett legen. =D Und hier hätte die gesamte Familie etwas davon gehabt. Bronco hätte nach dem Kochen die Beinscheiben zum Abknabbern und Auslutschen bekommen. (Bis auf die wenigen Fälle, wenn meine Eltern Salade de beouf machten. Dann blieben ihm nur noch Knochenmark und Knochen.)

    Hab ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße,
    Franziska