Ich hab tatsächlich meinen inneren Faulbär überwunden und mich aufgerafft, mal wieder am Synchronbacken von Zorra beim kochtopf teilzunehmen. Der 90te Durchgang übrigens. Wahnsinn, oder?
Versteht mich nicht falsch, ich bin da unheimlich gerne dabei. Ich bin nur oft samstags nach der Arbeit eher im Ach-ich-setz-mich-mal-ganz-kurz-aufs-Sofa-Modus, als in Backlaune.
Und dann sitze ich da, gerne mit einem Buch und durchaus dem Gedanken im Hinterkopf, dass ich aber jetzt gleich den Vorteig fürs Synchronbacken ansetzen werde. Aus gleich wird dann später, dann viel später und irgendwie hab ich dann die letzten Male die Kurve nicht mehr bekommen.
Heute ist das anders! Ha! Ich bin um halb drei heim gekommen und hab dann gleich angefangen.
Besser gesagt, ich fange dann gleich demnächst an. Also jetzt dann gleich. Bald. Später.
Es ist jetzt übrigens kurz vor 22 Uhr...
Ihr ahnt es vielleicht, ich hab dann doch noch begonnen. Schon allein, weil ich das Rezept für Talera-Brötchen, im Original von Isabel Eats, so interessant fand. Telera bread stammt aus Mexiko, hat mit den beiden eingedrückten Streifen und der ovalen Form eine ganz besondere Optik und soll eine weiche, fluffige Konsistenz haben. Es wird besonders gerne für die üppig belegten mexikanischen Sandwiches genutzt.
Hier findet Ihr übrigens die Brötchen der anderen Teilnehmer:
Für sechs Talera-Brötchen:
1 Päckchen Trockenhefe à 7g
315g lauwarmes Wasser
1 EL Zucker
440g Type 405 + etwas mehr zum Arbeiten
5g Salz
2 EL Honig
2 EL Rapsöl + etwas mehr für die Schüssel
Das Originalrezept, das Ihr übrigens mit Klick auf den Link
Isabel Eats findet, wird am Stück ohne Übernachtgare gebacken. Ich wollte aber gerne Frühstücksbrötchen und habe den Teig deshalb bereits am Vorabend angesetzt und dann über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Der Teig geht auch über Nacht in der Kühlung wunderbar auf und läßt sich kalt wunderbar einfach weiter verarbeiten.
Am Vorabend:
- Hefe, Wasser und Zucker in der Schüssel der Rührmaschine gut mischen, abdecken und 10 Minuten anspringen lassen, bis die Hefe aktiviert ist und sich Bläschen bilden
- Mehl, Salz, Honig und Öl zufügen
- erst auf niedriger Stufe mischen, dann auf mittlerer Stufe ca. 10 Minuten mit dem Knethaken bearbeiten, bis sich ein recht klebriger aber elastischer Teig bildet - sollte der Teig zu klebrig sein, esslöffelweise mehr Mehl unterarbeiten
- in einer ausgeölten, verschlossenen Schüssel über Nacht in den Kühlschrank stellen
am Backtag:
- Teig aus dem Kühlschrank nehmen und noch kalt auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche kippen
- etwas zusammendrücken und so entlüften
- Teig etwas bemehlen und in sechs in etwa gleich schwere Stücke teilen
- jeweils zu einer Kugel rollen, dann flach drücken und mit den Händen zu einem Oval von ca. 13 × 8 cm formen
- zwei Backbleche mit Backpapier belegen
- die Teigovale mit Abstand darauf legen und jedes leicht bemehlen
- mit dem Rücken eines Messers, einem dünnen Holzstab - ich nutze ein Essstäbchen - oder einem anderen dünnen, geraden Werkzeug zwei tiefe, vertikale Kerben mit in die Oberseite des Teigs eindrücken
- mit sauberen Geschirrtüchern abdecken und ca. eine Stunde gehen lassen, bis sie fast das doppelte Volumen erreicht haben
- den Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen
- die Kerben falls nötig noch einmal eindrücken - bei mir war es nötig
- 16–18 Minuten auf mittlerer Schiebeleiste backen, bis die Oberseite goldbraun und das Brot vollständig durchgebacken ist
- sich dran freuen!
Die Telera-Brötchen sind tatsächlich ideal für gut belegte Sandwiches. Sie sind soft und haben einen leicht süßlich-salzigen Geschmack. Ich bin tatsächlich Fan und werde sie demnächst als Grundlage für Döner nutzen. Vielen Dank liebe Zorra, das Rezept ist großartig ausgesucht!

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