der Welt knusprigste Bratkartoffeln

Bratkartoffeln, wie sie sein sollen. Dazu Ei von Weidehühnern und ein Salätchen.

Da sag mir noch einer, Fernsehen würde nicht bilden!

Wo ich doch immer hochwissenschaftliche Beiträge und gesellschaftspolitisch relevante Sendungen schaue.

Ok, es handelt sich hier um Kochshows. Aber hey, immerhin habe ich dort irgendwo den Tipp aufgeschnappt, wie man diese superknusprigen Bratkartoffeln im Ofen bastelt!

Dazu gab´s Spiegelei von glücklichen Weidehühnern und ein Salätchen.

Da die letzte Zeit bei uns etwas fleischlastig war, stand vergangenen Sonntag mal wieder vegetarische Kost an.

Ich will ja nicht angeben (doch, will ich!), aber werft mal einen Blick auf die Bratkartoffeln und dann sagt mir, dass Ihr da nicht auch gleich die Gabel gezückt hättet!

 

Noch dazu, wo die Methode extrem wenig Überwachung braucht, und man neben der Zubereitung locker noch andere Dinge erledigen kann. Küche aufräumen oder so... Seufz.

Jedenfalls hatten wir dazu selbst gesammelte Eier von unserem liebsten Eierdealer Bauer Beck am Start. Ausserdem braucht Ihr für zwei Hungrige

750g kleine feste Kartoffeln, hier Annabelle

2 EL Rapsöl

1 halbe Handvoll grobes Meersalz

1 EL Butter für die Spiegeleier

Pflücksalat

1 Schalotte fürs Salatdressing

Zitronen Balsam-Essig und Ol

Salz und frisch gemahlenen Pfeffer

wer mag: 1 Spritzer milder Apfelessig

Wie man Spiegeleier brät, oder Blattsalat anmacht, brauche ich Euch ja wohl nicht zu erklären. Spannender sind da schon die Kartoffeln. Die habe ich nämlich erst einmal 20 Minuten gedämpft. Da ich keinen Dampfgarer besitze (warum eigentlich nicht?) und meinen Dampfkochtopf nun auch glücklich kaputt bekommen habe, kam die gute alte Korbmethode zum Einsatz: Die gewaschenen, ungeschälten Kartoffeln kamen in das Metallsieb, das ich normalerweise zum Waschen von Gemüse nutze. In einen ausreichend großen Topf habe ich gerade so viel Wasser eingefüllt, dass es  nachher bis zur Unterseite des Siebes reicht, die Kartoffeln aber nicht damit in Berührung kommen.

Mein Sieb hat kleine Beinchen und mit etwas Suchen hatte ich im Schrank genau den passenden Topf gefunden. Schlaue Menschen haben natürlich Töpfe mit passendem  Dämpfeinsatz, aber hey, das wäre ja zu einfach für mich Sonntags-Daniel-Düsentrieb! Ich baue mir den Dämpfer wie gesagt selbst... Nachdem ich dann also das Chaos wieder beseitigt hatte, das entstanden war, als ich alle Töpfe ausgeräumt habe, kam etwas Meersalz ins Wasser und dann das Sieb in den Topf. Nach kurzer, mit leisen Flüchen unterlegter Suche habe ich sogar einen passenden Deckel gefunden. Solange ich das dabei wiederum entstandene Chaos beseitigt habe (ich habe eindeutig zu viel Zeug und zu wenig System) durften die Kartoffeln also 20 Minuten im Dampfbad liegen. Danach waren sie gerade richtig, um jede Kartoffel einmal herzhaft mit der Gabelkante zu zermatschen, wie Ihr auf dem Bild seht. Und das hatte nichts mit Frustabbau zu tun. Das soll so! ...aber es hilft auch gegen Chaos-Aufräum-Frust. Nur zur Info!

Ab hier wird es easy:

Den Backofen auf 200° Umluft vorheizen, Öl in ein tiefes Blech geben und gleich mit heiß werden lassen.

Sobald es wirklich sehr heiß ist, kommen die grob zerkleinerten Kartoffeln hinein. Gut rühren, dass überall Öl ist und 20 Minuten im Backofen lassen, dann noch einmal wenden und weitere 10 Minuten knusprig werden lassen. Ziel sind goldbraun gebratene, knusprige Kartoffelstückchen mit weichem, flaumigem Kern. Salzen und pfeffern und ganz Mutige geben noch einen kleinen Schuß Essig darüber.


Irgendwie bin ich gerade, man merkt es wohl, selbst ganz begeistert von diesen knusprigen Dingerchen, deshalb verlinke ich das Rezept mal schnell als mein liebstes der Woche zum #sonntagsglück bei der lieben Katrin von Soulsistermeetsfriends.

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Kommentare: 4
  • #1

    Bianca (Sonntag, 21 Oktober 2018 13:15)

    Liebe Simone, ich lande immer bei deinen leckeren Rezepten. Die Quetschmethode habe ich bei Jamie Oliver schon entdeckt. Aber was ist bei dir die Kabelkante?? Ganz liebe Grüße und viel Sonntagsglück, Bianca

  • #2

    Simone von zimtkringel (Sonntag, 21 Oktober 2018 17:43)

    Bahaha, Danke Bianca, da lese ich das Zeug zwölfzig mal durch und dann schreibe ich so einen Mumpitz! Also, Kabelkante wäre zwar spannend und ich habe sofort krimimäßige Gedanken im Kopf, aber eigentlich meinte ich ganz schnöde die langweilige Gabelkante. Ich matsche mit der Gabel.
    Liebe Grüße
    Simone

  • #3

    federlilie (Dienstag, 06 November 2018 13:25)

    Ich muss aufhören, dich und deine Rezepte auf instagram und hier auf'm Blog zu stalken... Aber die Bratkartoffeln werde ich ausprobieren - ha! ich hab sogar einen Dampfgarer, der auf einen sinnvollen Einsatz wartet. :)
    Ganz liebe Grüße,
    Katja (federlilie)

  • #4

    Simone von zimtkringel (Freitag, 09 November 2018 19:57)

    Hi Katja,
    nee, komm ruhig öfter vorbei! Ich freu mich doch! ...ausserdem sind die Bratkartoffeln gaaaaanz ....äh....warte....kalorienarm nicht, was wollte ich nochmal sagen? Ach ja: Gesund. Oder so. Äh. Räusper.
    Gruß
    Simone