Covrigi - Rumänische Brotkränze

Covrigi, weiche Hefeteigkringel, stippt man noch lauwarm in Joghurt

Es ist wieder soweit:

Am 16. Oktober ist wieder World Bread Day!

 

Bereits seit 2006 organisiert Zorra von 1 x umrühren bitte aka kochtopf zu diesem sinnigsten aller Food-Feiertage ein großes virtuelles Backtreffen und viele, viele Blogger aus aller Herren Länder folgen ihrem Ruf.

 

Auch ich bin schon einige Jahre mit wechselnden Rezepten dabei:

2016 mit einem Drei-Nuss-Brot, 2017 mit San Francisco Sourdough Bread, 2018 mit Laugenbaguettes und 2019 mit einem Kapuzenbrot.

 

Dieses Jahr habe ich mich für ein Rezept aus Rumänien entschieden:

Covrigi, kleine Brotkränze.

In diesem ziemlich besonderen Jahr 2020 ist bekanntlich alles ein wenig anders.

Nicht zuletzt wächst bei vielen, wohl bedingt durch die viele Zeit, die so mancher daheim verbringen muss, der Wunsch, selbst Brot und Brötchen zu backen.

Vielleicht hängt es auch mit dem Gefühl zusammen, sich wieder ein wenig mehr auf Selbstversorgung verlegen zu müssen.

Für mich - ok, ich komme aus einer Familie, die schon lange vor Covid19 regelmäßig gebacken hat -  ist allerdings auch ein sehr wesenlicher Grund, dass es wenig befriedigenderes gibt, als das wohlige Gefühl, das sich einstellt, wenn der Duft frisch gebackenen Brotes durchs Haus zieht. 

In diesem Sinne: Hüpft schnell mal zu Zorra und schaut Euch die tollen Brotrezepte an!

World Bread Day, October 16, 2020

Nun zu meinen kleinen, mit wenig Aufwand verbundenen Brotkringeln: Covrigi sind in Rumänien echtes Streetfood. Die beliebten Snacks werden für gewöhnlich mehrmals am Tag frisch gebacken und noch lauwarm zu Kaffee gegessen, oder in Joghurt gedippt.

Sie gehen entweder mit Sesam, Mohn oder Salz bestreut über der Ladentisch und werden entweder als kleine Brezeln oder größere Kringel geformt.

 

Für vier mittlere Covrigikränze:

500g Weizenmehl Type 1050

1,5 TL Salz

1 TL Zucker

20g Frischhefe

25g weiche Butter

220ml lauwarmes Wasser

2 Eier

Mohnsamen und Hagelsalz

  • Mehl, Salz und Zucker mischen
  • Hefe darüber krümeln
  • 1 Ei, die weiche Butter und das Wasser zugeben
  • Teig in der Maschine auf langsamster Stufe kneten, bis er sich von der Schüsselwand löst
  • dann von Hand noch einmal kräftig kneten und zu einer Kugel formen
  • mit einem Tuch bedeckt an einem warmen Ort 1,5 Stunden gehen lassen
  • zwei Bleche mit Backpapier belegen
  • Teig in acht gleiche Stücke teilen
  • auf leicht bemehlter Unterlage zu ca. 40cm langen Strängen rollen
  • jeweils zwei der Stränge über Kreuz legen und von der Mitte her jeweils umeinander zur Kordel drehen, dann zu einem Ring verschließen und die Enden gut andrücken
  • je zwei Kränze auf ein Blech legen und mit einem Tuch bedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen
  • Backofen auf 180° Umluft vorheizen 
  • restliches Ei verquirlen und Kränze damit bestreichen
  • mit Mohnsamen, Salzflocken oder Sesam bestreuen
  • beide Bleche gleichzeitig ca. 18 Minuten backen, wenn nötig, die Bleche dabei einmal drehen, damit die Covrigi gleichmäßig bräunen
  • aus dem Ofen nehmen und nur kurz abkühlen lassen

Covrigi sollten möglichst warm gegessen werden. In Naturjoghurt gedippt, zu einem großen Pott Milchkaffee sind die Dinger bei uns zur Zeit der Snack-Hit.

 

Liebe Zorra, vielen Dank für die Organisation!

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Kommentare: 3
  • #1

    Susanne (Freitag, 16 Oktober 2020 15:10)

    Die gefallen mir aber gut, ich glaube, die gibt es am Wochenende gleich.

  • #2

    Herta (Freitag, 16 Oktober 2020 16:48)

    Hallo Simone,
    Deine "Kringel" haben mich ob ihres Aussehens gleich angesprochen und ich habe sie für heute Mittag ausprobiert. Wie Du schon schriebs: einfaches, problemloses Rezept und das Ergebnis war prima. Ich wundere mich ja immer wieder, was so ein kleines Ei im Teig ausmacht - es verändert total das Ergebnis, wenn man den Teig z.B. nur mit Wasser anrührt! Ich habe die Hälfte Mehl verwendet und 2 Kringel daraus gemacht. Sie waren so schön aufgegangen, dass uns einer (2 Personen) locker gereicht hat.
    Schönes Rezept, Danke dafür und beim nächsten Mal werde ich Burger-Buns daraus backen. Auf jeden Fall geht es in meine Rezeptesammlung ein!
    Liebe Grüße
    Herta

  • #3

    Simone von zimtkringel (Freitag, 16 Oktober 2020 21:07)

    Hui, seid Ihr beiden schnell! Ich freu mich natürlich unheimlich, wenn Ihr auch Spaß an meinem Rezept habt, bzw. hattet!
    Liebe Grüße
    Simone