Frau Zehras türkisches Brot

Weißbrot nach türkischem Rezept

Wenn ich am Samstag viel Zeit habe, ist und bleibt eine meiner liebsten Einkaufsquellen der Türkische Supermarkt in meiner schwäbischen Geburtstadt. 

Ich entdecke immer wieder Neues.

Nicht zuletzt mag ich das absolut supergute Gebäck, das den ganzen Tag frisch gebacken wird und gleich im Eingangsbereich schon  herrlich duftet. 

Ich liebe Simit und die riesigen Fladenbrote sind auch der Hit!

Und erst die fluffigen Weißbrotlaibe!

Wobei bei fast allem dort tatsächlich die Betonung auf riesig liegt.

 

Nun lebe ich mit dem weltgrößten Brotverschmäher zusammen und meine liebste Brot-mit-Esserin, mit der ich meine Beute immer wunderbar teilen konnte, isst leider nicht mehr mit.

Bei aller Liebe, selbst ich kann diese Riesenteile nicht alleine vertilgen. 

Aber Nachbacken - in klein - müsste doch vielleicht möglich sein? 

Kleiner Einschub: Ich bin absolut distanzlos, wenn es um Rezepte geht. Normalerweise nicht so wirklich an Interaktion mit den meisten Menschen interessiert, habe ich bei Rezepten, Lebensmitteln und Gerichten absolut keine Hemmungen, wildfremde Menschen nach Tipps und Rat zu fragen. Und siehe da, es gibt wenige Themen, über die Menschen bereiter wären, sich auszutauschen, als das große Thema Essen. Oft muss ich nichtmal fragen und bekomme alles Wissenswerte schon ganz von selbst mitgeteilt. Das folgende Rezept ist eine Mischung aus dem Aufdruck auf einer Mehltüte, die ich im Türkischen Markt erstanden habe, der freundlichen Übersetzung durch eine nette Dame namens Zehra, dem, was ich davon verstanden habe und dem, was ich mir merken konnte, bis ich endlich daheim war. Alles in allem etwas vage aber dafür doch erstaunlich gelungen!

Für zwei Laibe jeweils in der Größe einer Ciabatta:

 

560g Weizenmehl 

400ml lauwarmes Wasser

1/2 Würfel Frischhefe

1 EL Zucker

1 TL Salz  

 

Topping: 

1 EL Naturjoghurt

1 EL Wasser

schwarzer Sesam - weil ich den hellen erst nach dem Backen im Schrank wiedergefunden habe 

  • Wasser und Zucker in der Schüssel der Küchenmaschine mischen, Hefe dazu bröseln, alles verrühren und 15 Minuten gehen lassen
  • Mehl mit Salz mischen, zur Hefe-Wassermischung hinzufügen und in der Maschine so lange kneten, bis sich ein elastischer, einheitlicher Teig ergeben hat
  • mit einem Tuch bedeckt bei Zimmertemperatur ca. eine Stunde gehen lassen
  • Teig auf leicht bemehlter Fläche in zwei gleiche Portionen teilen
  • Teigportionen zu flachen Rechtecken ziehen, dann von der langen Seite her einrollen und den Schluss gut zusammendrücken
  • die so enstandenen Rollen nach aussen hin dünner rollen
  • mit genügend Abstand auf ein mit einem Backpapier belegtes Blech legen
  • mit einem Tuch bedecken und weitere 30 Minuten gehen lassen
  • Backofen auf 180° Umluft oder 200° Ober-/Unterhitze vorheizen
  • Joghurt mit Wasser glatt rühren und die Laibe damit einpinseln
  • mit Sesam bestreuen
  • leicht schräg einschneiden
  • ca. 25 bis 30 Minuten golden ausbacken
  • auf einem Gitter abkühlen lassen

Das Rezept ergibt herrlich elastisches Brot, das mir erst zum Eindippen in den Avocado-Eiersalat, dann, wie man oben sieht, kurz aufgetoastet als schnelles Mittagssandwich auch an Tag zwei und drei noch wunderbar geschmeckt hat. Das nächste Mal schneide ich die Laibe noch etwas tiefer ein. Da bin ich immer etwas zu vorsichtig. Also: Geschmacklich richtig gut, an der Optik arbeite ich noch!