Das Jahr 2025, so anders als alle anderen Jahre es auch für uns hier in zimtkringeltown war, ist fast vorbei. Fast hätte ich gesagt, püh, geschafft!
Zeit, ein wenig Normalität einkehren zu lassen und eine liebe alte Tradition zu pflegen: Traditionell nehmen wir auch diesmal zum Jahreswechsel wieder am kulinarischen Jahresrückblick für Foodblogger und Foodbloggerinnen, der Foodblogbilanz teil.
Wie bereits seit einigen Jahren laden die netten Menschen von Feed me up before you go-go dazu ein, auf unser Bloggerjahr zurückzublicken.
Wie immer dreht sich bei diesem jährlichen Blog-Event alles um die immer gleichen acht Fragen, die sich die Erfinderin der Foodblogbilanz vor inzwischen zwölf Jahren ausgedacht hat. Für uns eine
willkommene Gelegenheit, alles noch einmal Revue passieren zu lassen, für Euch hoffentlich ein wenig Unterhaltung, der Euch vielleicht die Wartezeit auf Fondue, Sekt und Feuerwerk verkürzt. Habt
Spaß!
Jo, ich gebe es zu, bei den letzten paar Stationen der kulinarischen Weltreise habe ich kurz aufs Land geschaut und mich dann heimlich still und leise aus der virtuellen Reisegruppe geschlichen.
Respekt für alle Mitreisenden, die durchgezogen haben und ohne mit der Wimper zu zucken Rezepte zum Beispiel zu Burkina Faso gesucht, gekocht und veröffentlicht haben!
Was ein Glück, dass das Reisejahr 2025 mit Spanien endet.
Da brauchte ich nicht lange zu überlegen.
Heute gibt es, wie relativ oft bei zimtkringels daheim, Empanada gallega, soll heißen mit Thunfisch gefüllte Teigpastete nach einem Rezept aus Galizien.
Ja, ich war schon häufiger in Spanien.
Nein, ich war noch nie in Galizien.
Nein, den Jakobsweg habe ich auch nicht gemacht, obwohl eine Etappe davon hier in direkter Nachbarschaft durch meine schwäbische Heimat führt.
enthält unverlante, unvergütete Werbung, denn wenn ich das Ding nicht nennen würde, würde der Artikel echt wenig Sinn machen. Wow, diesmal hat mich das Christkind echt überrascht. Schon am 23. lag ein ziemlich massives Paket unter dem geschmückten Baum, mit der strikten Anweisung, ich solle es ja nicht berühren.
Natürlich musste ich es nachts im Vorbeilaufen kurz ganz aus Versehen anstubsen. Hey, ich bin ü50, aber man wird ja wohl mal vorsichtig dran stoßen dürfen, wenn man eh zufällig vorbei läuft. Mehrmals.
Allerdings war ich nachher auch nicht viel schlauer.
Das Paket war groß und schwer. Punkt.
Wie gut, dass ich nicht neugierig bin.
Also, nicht sehr.
OK, ich bin extrem neugierig, da ich aber am heiligen Vormittag arbeiten war und der Gatte nachher quasi neben dem Baum saß, war die Gelegenheit zu weiteren Spionageversuchen
gering.
Liebe Menschen, langsam aber sicher kehrt ein wenig Ruhe ein und ja, bei uns steht auch schon der Weihnachtsbaum.
Die Frage ist in der zimtkringel-Weltzentrale ja meist nicht, ob oder gar wie früh er da steht, sondern eher, wie lange...
Mit zwei zwar nicht mehr ganz jungen, aber noch immer ein wenig seltsamen Katzen beträgt die Halbwertszeit unseres Weihnachtschmuckes oft nur wenige Tage.
Wie immer werde ich den Heiligen Vormittag arbeitend verbringen und die letzten und allerletzten Geschenke an den Mann und die Frau bringen.
Und wie immer werden wir die Feiertage dann recht ruhig und - was nun niemanden sehr verwundern wird - recht kalorienreich verbringen.
Ehe wir aber demnächst völlig in den Feiertagsmodus schalten, serviere ich Euch, wie es schon langsam gute alte Tradition ist, auch in diesem Jahr eine kleine Leckerei, diesmal in Form eines
Cocktails. In diesem Jahr stoßen wir mit einem Hot Aperol an.
Boah, kennt Ihr die Schokolade, die in zwei Schichten gegossen ist, unten dunkle Kaffeeschokolade und oben drauf eine Schicht weißer Schoki? Ich mag die unheimlich gerne!
Überhaupt finde ich alles, das ein wenig nach Mokka schmeckt ganz wunderbar.
Blöd nur, dass ich ein absolutes Weichei bin.
Kaffee nach 15 Uhr, und sei es auch nur wabbeldünne Plörre, bei der man noch den Tassenboden durchscheinen sieht, und ich kann mich von meinem Nachtschlaf verabschieden.
Das ist übrigens genau der Text, über den ich in meiner Jugend die Augen verdreht habe. Der kam von meinen Tanten gefühlt bei jedem Familienkaffee, immer dicht gefolgt von der Frage "Isch des
Hag?" Es standen nämlich immer zwei Kannen Kaffee auf dem Tisch: "Echter" Kaffee und der etwas dünn schmeckende koffeeinfreie, der bei uns in Schwaben nach dem Hersteller einfach Hag genannt
wurde. Tja, jetzt bin ich die alte Tante.
Was, schon wieder Weihnachten?
OK, wer es bisher noch nicht bemerkt hat - in den Supermärkten und in der Werbung befinden wir uns ja gefühlt seit Ende der Sommerferien in der Vorweihnachtszeit - dem kann man wahrscheinlich auch nicht mehr helfen.
Oder doch?
Ich habe mir hier bei zimkringels seit einigen Jahren vorgenommen, knapp vor Weihnachten ein günstiges, recht schnelles, relativ einfaches Rezept für ein kleines Geschenk aus der Küche zu zeigen.
Im letzten Jahr gab es Rosmarin-Knoblauch-Öl, das Jahr zuvor Schinken- und Salamichips, davor Knabbersterne, Bacon Jam und weiter zurück Weihnachts-Chutney und was nicht noch alles.
Langweile ich Euch langsam aber sicher mit meiner Vorliebe für Rohkost- und Krautsalat?
Ja, ich habe schon wieder ein Rezept am Start.
Hey, ich mag Coleslaw & Co.!
Tatsächlich habe ich in der vergangenen Woche für eine Veranstaltung ein paar Rezepte aus dem neuen Kochbuch eines sehr prominenten Koches zubereiten dürfen.
Unter anderem einen Krautsalat.
Der schmeckte im Original sehr, sehr gesund... Deshalb habe ich mir Gedanken gemacht, wie er mir eher schmecken würde. Heute habe ich das Rezept deutlich umgebastelt. Tatsächlich blieb nicht mehr
sehr viel vom urpsrünglichen Rezept übrig. Jetzt ist er zwar etwas weniger gesund, dafür aber genau so, wie ich ihn gerne mag. Sogar - dem Datum entsprechend - mit ein paar mehr oder weniger
weihnachtlichen Zutaten.
Der kulinarische Werdegang - und das darf ich als Schwäbin sagen - lautet in unseren Gefilden Brezel, Spätzle mit Soß, Maultaschen, Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle und LKW mit ABS.
Sagt Euch nix?
Nun, wir Schwaben lieben unseren LeberKäsWecken mit A Bissle Senf aka LKW mit ABS.
Nun gibt es Leberkäswecken bei uns bei jedem Bäcker, Metzger, an der Tanke und ich weiß nicht, wo noch überall. Die Meinungen gehen aber deutlich auseinander was Zusammenstellung, Qualität und nicht zuletzt Dicke der Leberkässcheiben angeht.
Leberkäse als Bezeichnung ist übrigens ziemlich irreführend, ist doch gar keine Leber drin.
Fleischkäse wäre wohl die passendere Bezeichnung. Wobei, Käse ist - ausser beim unsäglichen Pizzafleischkäse - meist auch nicht enthalten.
Bei mir findet Ihr heute eine Deluxe-Version, aufgepimpt mit Steinpilzen, Bratwurst, Zwiebeln und einer ganzen Menge Geschmack!
Wenn ich alle Schaltjahre mal Eis essen gehe, schaue ich für gewöhnlich eine gefühlte Viertelstunde in die Eiskarte und bestelle dann unweigerlich einen Amarenabecher.
Jedes. Einzelne. Mal.
Hey, ich liebe die knackigen, ultra zuckrigen Kirschen einfach!
Nun haben wir Anfang Dezember, es weihnachtet merklich und da wir auf dem Land wohnen, habe eh fast alle Eisdielen gerade geschlossen oder sind zu hippen PopUp-Stores für Beanies oder ähnlichem umfunktioniert.
Was mich wieder tief in mich gehen läßt, mit der allesumfassenden Frage, wer so viele stylische Häkelmützen braucht... Egal!
Wo war ich?
Ach ja, Amarenakirschen!
Ich komme aus einer Gegend, in der es an sich nur eine legitime, ultimative Variante der Kirschtorte gibt. Welche? Rischtiiiiiiisch, die Schwarzwälder Kirschtorte natürlich.
Tja, Pech, die backe ich heute nicht.
Wow, Foodbloggerin hier.
Foodblogger sind die Menschen, die stundenlang in der Küche rumpröddeln, wundervolle Gerichte auf den Tisch bringen, Rezepte schreiben und Hochglanzfotos machen.
Und dann gibt´s da noch mich:
Die Foodbloggerin, die "nebenher" Vollzeit im Buchhandel arbeitet, entsprechend lange Tage hat und bei der das Wochenende regelmäßig erst am Samstagnachmittag beginnt.
Nicht, dass wir deswegen essenstechnisch zu kurz kämen.
Allein ein Blick in den Spiegel zeigt, dass wir nicht gerade unterernährt sind.
Allerdings gibt es bei uns unter der Woche oft genug schnelle Küche.
Wenn ich am Samstag viel Zeit habe, ist und bleibt eine meiner liebsten Einkaufsquellen der Türkische Supermarkt in meiner schwäbischen Geburtstadt.
Ich entdecke immer wieder Neues.
Nicht zuletzt mag ich das absolut supergute Gebäck, das den ganzen Tag frisch gebacken wird und gleich im Eingangsbereich schon herrlich duftet.
Ich liebe Simit und die riesigen Fladenbrote sind auch der Hit!
Und erst die fluffigen Weißbrotlaibe!
Wobei bei fast allem dort tatsächlich die Betonung auf riesig liegt.
Nun lebe ich mit dem weltgrößten Brotverschmäher zusammen und meine liebste Brot-mit-Esserin, mit der ich meine Beute immer wunderbar teilen konnte, isst leider nicht mehr mit.
Bei aller Liebe, selbst ich kann diese Riesenteile nicht alleine vertilgen.
Aber Nachbacken - in klein - müsste doch vielleicht möglich sein?
