lauwarmer Kartoffel-Endivien-Salat

lauwarmer Kartoffelsalat mit Endivienstreifen

Mein liebster Salat zu Kinderzeiten war der "Andivie" meiner Oma Marie. Sie sprach den mit ganz langem I am Ende aus.  

Ich gebe es zu, ich war fast 20, als mir aufging, dass der Salat Endivie heißt...

Bei meiner Oma wurde der Salat fein geschnitten und danach noch eine Viertelstunde in warmes Wasser gelegt, um die Bitterstoffe zu mildern.

Dann kam er in eine Vinaigrette mit Zwiebeln.

Meistens mache ich das ebenso.

Was die Bitterstoffe angeht, bin ich entweder weniger empfindlich oder man hat die heutigen Sorten weniger bitter gezüchtet. Letzteres, nehme ich an. 

Ich lege den geschnittenen Salat zwar auch ins lauwarme Wasser, ich bin mir aber gar nicht sicher, ob das mehr mit "weil Oma das so gemacht hat" oder mit wirklicher Zweckmäßigkeit zu tun hat. 

Beim letzen Einkauf habe ich eine monstermäßige Endivie gefunden, an der wir mit Sicherheit mehrmals essen werden. 

Zeit für Variationen!

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Scaloppine ai capperi - Huhn in Kapernsauce

Hähnchenschnitel in Weißweinsauce mit Kapern

Ich mag Kapern wirklich gerne. 

Ich gehe sogar so weit, dass ich die kleinen, sauren Dingerchen bei Gelegenheit direkt aus dem Glas esse. Am liebsten sind sie mir aber in meinen eingelegten getrockneten Tomaten, die es schon vor Jahren auf den Blog geschafft haben. 

Ausser in Vitello tonnato bzw. Pollo tonnato und bei den Ofenkartoffeln tonnato  kommen Kapern bei uns aber relativ selten zum Einsatz. Nicht jeder ist Fan.

Heute dagegen spielen sie zumindest eine tragende Rolle.

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Rote Beete-Raita

Raita, indischer Joghurtdip mit roter Beete und Würzöl mit Curry Leaves

Hab ich schon erwähnt, dass ich die Königin des Dippens bin? 

Ja, ja, ich weiß, ich wiederhole mich. Aber ich mag halt Sößchen und Dips unheimlich gerne.

Wahrscheinlich kommt da mein Hang zum schlampigen Essen durch. Ich finde es extrem entspannend, im Sessel zu sitzen, True Crime zu gucken und dabei knuspriges Brot in leckere Sauce zu tunken. 

Die Freuden fortgeschrittenen Lebens, wie mir scheint.

Andere erleben Abenteuer, ich dippe. Immerhin erlebe ich Abenteuer ohne Ende, wenn ich versuche, die beim Dippen entstandenen Saucenflecken wieder aus den Shirts zu bekommen.

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Julebrød zum Synchronbacken im November 2025

Mitte November, langsam aber sicher wird´s allüberall immer weihnachtlicher.

Ein Grund für Zorra, für das 86te Synchronbacken ein Rezept für Norwegisches Weihnachtsbrot Julebrød, auch Julekake genannt, auszusuchen.

Das Originalrezept ergibt vier Brote!

Ich habe es für uns auf ein Viertel herunter gekürzt. Ein Brot reicht uns locker. 

Und, Julebrød enthält, wie viele skandinavische Advents- und Weihnachtsrezepte ganz schön viel Kardamom. 

Wurx. An dieser Stelle kommt ein unhöfliches Geräusch aus meiner Richtung. Kardamom mag ich nicht. Aber mal so ganz und gar nicht! Schenkt mir eine Tafel Weihnachtsschokolade und seht mich am Horizont verschwinden! 

Nun war ich etwas hin- und hergerissen, ob ich es um der Authentizität willen trotzdem in den Teig geben sollte.

NEIN. Ich bring´s nicht über mich! Mein Julebrød wird das erste kardamom-lose Julebrød ever.

Ha! Nennt mit Synchronback-Rebellin!

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Eiersalat mit Avocado

Manchmal verblüffe ich mich echt selbst. 

Quell wiederholter Verwunderung ist zum Beispiel mein Rezept für Cuacamole, das ich vor Jahren hier gepostet habe. Also, nicht wegen des Rezeptes. Das nutze ich nach wie vor so oder zumindest ähnlich. Vielmehr wegen der Farbe, die ungünstige Beleuchtung und die Kamera meiner Avocadocreme damals verpaßt haben.

Irgendwie grell und igitt. 

Ich schwöre, normalerweise sieht Guacamole bei mir nicht wie neongrüne Knetmasse aus. Ischschwör!

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Mango Lassi

Lassi besteht aus Joghurt, Milch und in diesem Fall aus vollreifen Mangos

Ich habe Mangos. Für unsere Verhältnisse echt viele, viele Mangos. 

Grund dafür ist die letzte CrowdFarming-Kiste, die uns diese Woche erreicht hat. 

Mit Avocados, Kaki und Mangos aus europäischem Anbau war sie diesmal ziemlich exotisch gefüllt und deshalb wenig Gatten-kompatibel, soll heißen, ich bin die einzige, die die Früchte roh und pur mag.

Vorgestern habe ich schon einige in den Obstsalat geschmuggelt, heute werde ich nun deutlich offensiver. Es gibt Mango Lassi!

Zum einen, weil das traditionelle indische Getränk gut schmeckt, dann, weil es echt gesund ist, aber vor allem, und das gebe ich offen zu, weil es mir unglaublich widerstrebt, völlig einwandfreie Früchte verderben zu lassen. Hier wird alles verwertet. Basta! Falls Euch Lassie fremd ist: Es handelt sich dabei um ein Joghurtgetränk aus dem südasiatischen Raum, das vor allem in Indien, Pakistan und Bangladesch beheimatet ist und im Wesentlichen aus Joghurt, Wasser und/oder Milch, Gewürzen und oft Obst besteht. 

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Bolo, wie ich sie mag

Nennen wir es einfach Hackfleischsauce zu Pasta und gut isses!

Jo. Das ist keine echte, wirkliche, originäre Sauce Bolognese. Ismirklar, isjarecht. 

Das mal gesagt zeige ich Euch heute, was bei uns so unter Bolo läuft. Weniger lange geschmort, ziemlich eingedeutschte Zutaten und auch ganz anders, als der hauseigene Schweizer seine Bolo beispielsweise braut. 

Das hier ist meine Glücklichmach-Tomaten-Hackfleischsauce.

So wie ich sie meistens mache und so, wie ich sie gerne esse. Also, sofern ich sie selbst kochen muss. Noch lieber mag ich es, wenn der Gatte Bolo braut.

Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag. Heute gibt es also Wohlfühlessen aus dem Pastatopf und so wie ich koche, reicht es für morgen auch noch. Üppig.

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weiche Martinsgänschen aus Quarkteig

Um diese Zeit im Jahr werde ich gerne ein wenig melancholisch.

In diesem Jahr ganz besonders.

Tatsächlich war es früher so, dass bei uns um den Martinstag herum Gans auf den Tisch kam. 

Mein Papa hatte am 14. November Geburtstag und wünschte sich Gänsebraten mit Knödeln, Maronen und Rotkohl. Und weil er gerne einlud, kamen alle seine Arbeiter und natürlich die ganze Familie.

Da wurden dann neben den beiden Backöfen im Haus manchmal sogar die Küchen der Tanten rundum mit Gänsebrätern ausgestattet. 

Im Nachhinein weiß ich natürlich, was das für ein Stress für meine Mama und meine Oma war. Damals fand ich es einfach wunderbar, von der Schule heim zu kommen und den gedeckten Tisch und viele fröhliche Menschen vorzufinden, für die das jährliche Gänseessen ein großes Event war.

Nun, die meisten, die damals um den Tisch saßen, gibt es heute nicht mehr.

Gans und Ente esse ich heute noch sehr gerne, wenn auch deutlich seltener und oft in eher asiatischer Form.

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Kartoffeltopf - ebbas Reachts!

herzhafter Kartoffeltopf mit Würstchen, Pilzen und Gemüse

Wenn man bei uns in Schwaben ein nahrhaftes Gericht haben will, weil es einem vielleicht kalt ist oder man nass geworden ist, man Schnee schippen musste oder einfach der Magen knurrt, wenn man mal genervt ist und man den ganzen Tag nur von A nach B gerannt ist, kurz, wenn man etwas Tröstendes, Wärmendes braucht, dann sagt man:

Jetzt brauch i ebbas Reachts!

Und ebbas Reachts, das ist in meinem Fall dann oft Eintopf oder Suppe, gerne mit Kartoffeln und Gemüse. 

Wenn man mich Schwäbin dann noch richtig glücklich machen will, dann müssen schwäbische Saitenwürstle - andernorts heißen sie Frankfurter oder Wienerle - mit in den Topf.

So ein Kartoffeltopf wärmt Körper und Seele. Bilde ich mir zumindest ein. 

Deshalb bekommt mein liebstes GoTo-Rezept für ungemütliche Tage auch in diesem Monat bei der Foodblogparty der Leckeres für jeden Tag Blogger mit dem Thema Kreative Winterküche einen eigenen Auftritt. 

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