enthält Werbung* Ich weiß ja nun nicht, wie sehr Ihr Euch mit irgendwelchen Nahrungsmittel-Feiertagen beschäftigt.
Das verlangt auch kein Mensch. ...es sei denn, Ihr seid vielleicht Foodblogger. Dann rücken so weltbewegende Daten wie z.B. der Tag des Cheeseburgers oder womöglich der Tag der Piña Colada in den Fokus. Oder auch nicht...
Am 9. Mai ist auf jeden Fall der Tag des Dinkels und das ist nun tatsächlich für unsere Region einigermaßen spannend, sitzen wir doch als "Blog aus dem Herzen
des Schwabenlandes" praktisch im traditionellen Zentrum des Dinkelanbaus.
Kennt Ihr das schnellste Gebäck überhaupt? Palmiers! Hörst sich fancy an, gell?
Bissi nach Konditor, bissi nach französischer Patisserie, bissi nach Luxus.
Jo. Also. Wir kommen vom Land. Bei uns heißen die Dinger Schweineöhrchen. Nicht ganz so fancy aber lecker sind die kleinen knusprigen Dingerchen allemal.
Und extrem easy in der Herstellung, sollten sich kurzfristig Gäste ankündigen oder Euch der kleine Knusperhunger überfallen.
Kann ja alles mal passieren.
Ich wollte eigentlich nur auf die Schnelle etwas Knuspriges zu einer Einladung mitbringen und hatte allerlei Kuchen im Sinn.
Dann setzte aber nicht nur die Faulheit ein, nein, mir ist noch dazu eingefallen, dass einer der Beteiligten nix Süßes mag.
Mit fortgeschrittenem Alter - und glaubt mir, an so manchem Morgen empfinde ich mein Alter als deutlich fortgeschritten - wird der Kreis der Lieben, die mit am Kaffeetisch sitzen oft spürbar kleiner. Das ist auch bei uns so.
Nun könnt Ihr entweder Eure eigene Kuchenzufuhr deutlich steigern, in Kauf nehmen, dass man das ein oder andere trocken gewordene Kuchenstück entsorgen muss - was meinem Schwabenherz natürlich furchtbar zuwider ist - beginnen, rundum Gebäck zu verteilen oder Ihr backt ab sofort einfach kleinere Brötchen, bzw. in diesem Fall deutlich kleinere Kuchen.
Ich habe festgestellt, dass es gar nicht so viele Rezepte gibt, die genau auf unsere Bedürfnisse im Zwei-Personen-Haushalt mit mäßigem Kuchenappetit zugeschnitten
sind. Also bastle ich mir selbst welche.
Tja, Gewohnheiten...
Je älter ich werde, desto lieber und beständiger halte ich an Gewohnheiten fest.
Eine unserer liebsten Regelmäßigkeiten ist unser allwöchentlicher Foodie Friday. Soll heißen, am Freitagabend gehen Muddi und Vaddi zimtkringel mit den immer gleichen Freunden weg und kommen satt und zufrieden wieder heim.
Und weil unsere Freunde in der selben Altersklasse sind, halten auch sie gerne an Gewohnheiten fest. Eine davon ist, dass unsere liebe Freundin in einem bestimmten Restaurant gerne die Speisekarte studiert, um dann unweigerlich bei ihrem Lieblingsessen zu landen: Larb, Salat aus gehacktem Fleisch, einem der Nationalgerichte
der Demokratischen Volksrepublik Laos .
enthält Werbung* Meinen Hang zu schönem, wertigen Küchengedöns habe ich hier ja nun schon mehrfach aufblitzen lassen. Ok, oft.
Ja, ich weiß. Langweile ich Euch? Nö, oder?
Ich mag einfach alles, was man auf Herd und Tisch nutzen kann, vorausgesetzt, es taugt und kann was.
Das darf dann gerne brummen, klappern, klingen, klirren oder wie im heutigen Fall auch mal leise vor sich hin wummern.
Soll heißen, ob mit Strom oder ohne, aus Glas, Metall, Porzellan oder Stein? Gerne!
Vorausgesetzt, die Qualität stimmt.
Nun hat man mir schon länger mal beim schwäbischen Italiener des Vertrauens nahegelegt, ich möge mal echtes Pesto zeigen auf diesem, meinem Blog.
"Oimol was Gscheits." Tja.
Eines unserer liebsten Sommergerichte ist Ratatouille. Gerne mit Auberginen und frischen Tomaten, Rosmarin, Knoblauch, Salbei, dem ganzen mediterranen Pipapo.
Schön angerichtet, in Muster gelegt, überbacken, fein!
Ich hab sie auch schon - etwas weniger hübsch angerichtet - im Slowcooker zubereitet und sie war auch gut.
Wenn´s aber schnell gehen soll und uns das kleine Feierabendhüngerchen überkommt, dann gibt´s ganz handfest Letscho. Das war schon bei meiner Mama so, Bei ihr
wanderten oft genug die Wurstreste mit in den Topf, die von der Woche übrig waren und auch weich gewordene Tomaten wurden verwertet.
Vor vielen Jahren, es muss Anfang der 90er gewesen sein, saßen zwei damals noch recht junge Touris aus Deutschland in einem chinesischen Restaurants im Londoner
Stadtteil Soho und verblüfften das Service- und Küchenpersonal. Nicht etwa, weil wir (ja, ich gebe es zu, ich war die eine davon, die andere war eine liebe Freundin, deren Namen ich hier nicht
nennen will. Hüstel. Carina!) so toll gewesen wären oder so elegant, eloquent oder weltgewandt. Nein, weil wir es fertig brachten, uns zu zweit durch die halbe Speisekarte zu
futtern. Noch dazu in einem Restaurant, das etwas abseits der Tourirouten lag und eher von älteren chinesischen Herrschaften frequentiert wurde. Unsere Anwesenheit und vor allem die
Menge, die wir zwei vertilgen konnten, war anscheinend so verblüffend, dass an einer Stelle das Personal aus der Küche kam, um uns ganz offen zu bestaunen. Wahre Geschichte!
Also gut, das läuft jetzt unter Küchenexperiment: Ich koche heute eine Indische Hühnersuppe Chicken Rasam.
Experiment deshalb, weil wir neulich in einem indischen Restaurant eine Naatu Kozhi Rasam, also eine Suppe vom Landhuhn gegessen haben und allesamt ziemlich begeistert waren. Die war so gut!
Klar, dass ich danach gleich losgetrabt bin, um ein Suppenhuhn zu kaufen.
Problem: Mittlerweile habe ich etwa zwanzig Rezepte gefunden, die der Optik nach der Suppe vom letzten Restaurantbesuch sehr, sehr nahe kommen. Leider sind die
Rezepte sehr unterschiedlich und jetzt weiß ich ja auch nicht...
Es ist der erste Sonntag des Monats und wie es der Zufall will, ist noch dazu Ostern.
Früher gab es bei uns da oft den netten Osterbrunch mit Familie und/oder Freunden. In diesem Jahr gehen wir alles deutlich kleiner und ruhiger an.
Aber gut essen kann man ja trotzdem, gell? Während Thomas der zur-Not-ess-ich-Wurst-auch-ohne-Brot-Fraktion angehört, brauche ich meine Kohlenhydrate. Vorzugsweise in Form eines knusprigen, aromatischen Brotes. Da passt das Thema der Leckeres-für-jeden-Tag-Blogger für mich ganz formidabel: Brot & Brötchen-Rezepte.
Ich habe mich für einen Baguettering mit Fenchel entschieden. Der schmeckt richtig gut mit Frischkäse, aber passt, wie man weiter unten sieht, auch wunderbar zu
Gegrilltem. Schau mer mal, wer an diesem
Ostersonntag die Eiersuche schon beendet hat und blogmäßig am Start ist. Hier kommen die Brote und Brötchen der werten Kolleginnen und Kollegen:
Es gab mal eine Fernsehwerbung, die mit dem kleinen Hunger zwischendurch warb. Oder war es das Elf-Uhr-Loch? Oder der Milchjieper?
Wenn ich es mir recht überlege, war es wohl alles zusammen... und wenn ich es noch genauer betrachte, läßt das echt tief blicken, was meinen Medienkonsum angeht. Wie dem auch sei. Den kleinen, schnellen Hunger zu Unzeiten kennt wohl jeder. Nun sollte man meinen, das sei bei Foodbloggers daheim kein großes Problem. Da wird kurz ein Kapaun mit Kräuterfüllung in den Backofen geschoben, ein paar frische Trüffelscheibchen über die Herzoginkartoffeln gerieben und die Sauce mit teurem Cognac flambiert.
Ja, is klar. In diesem Sinne: Heute gibt´s schnelle Gnocchi aus dem Kühlregal mit tomatiger Frischkäsesauce. Lasst mich nachdenken...
15 Minuten vom Hüngerchen bis zum Teller?
Ja, könnte wohl hin kommen.
