kleiner Nusszopf mit Streuseln

kleiner Hefezopf mit Haselnussfüllung

Mit fortgeschrittenem Alter - und glaubt mir, an so manchem Morgen empfinde ich mein Alter als deutlich fortgeschritten - wird der Kreis der Lieben, die mit am Kaffeetisch sitzen oft spürbar kleiner. Das ist auch bei uns so. 

Nun könnt Ihr entweder Eure eigene Kuchenzufuhr deutlich steigern, in Kauf nehmen, dass man das ein oder andere trocken gewordene Kuchenstück entsorgen muss - was meinem Schwabenherz natürlich furchtbar zuwider ist - beginnen, rundum Gebäck zu verteilen oder Ihr backt ab sofort einfach kleinere Brötchen, bzw. in diesem Fall deutlich kleinere Kuchen.

Ich habe festgestellt, dass es gar nicht so viele Rezepte gibt, die genau auf unsere Bedürfnisse im Zwei-Personen-Haushalt mit mäßigem Kuchenappetit zugeschnitten sind. Also bastle ich mir selbst welche.

Gut, mein kleiner Käsekuchen von 2019 bleibt für mich nach wie vor ein Mysterium. Dass das Ding viral geht und zu meinem über all die Jahre am meisten geklickten und kommentierten Rezept wird, ist mir bis heute ein wenig rätselhaft. 

Manche Internetphänomene werden sich mir wahrscheinlich nie erschließen. Neulich habe ich dann einen kleinen Karottenkuchen gebacken und mir praktisch permanent selbst auf die Schulter geklopft, so saftig und luftig war der. Interessanterweise bleibt da der Hype bisland spürbar aus. Heute war es mir jedenfalls nach fluffigem Hefegebäck mit saftiger Nussfüllung, einfacher gesagt, nach einem Nusszopf.

Aber bitte nach einem, den wir einigermaßen flott weg frühstücken und zur Not noch zum Nachmittagskaffee fertig essen können. 

Hefte zu, Taschenrechner raus, wir rechnen! Ja nee, keine Angst, die Rechnerei habe ich für Euch übernommen. 

Für einen mittleren Nusszopf braucht Ihr: 

Teig: 

300g Weizenmehl Type 405 + etwas mehr zum Arbeiten 

16g Frischhefe 

120ml Milch 

1 Ei verquirlt (davon brauchen wir nachher etwas für die Streiche) 

60g Butter 

40g Zucker  

1 Messerspitze Salz

etwas Öl für die Schüssel 

Füllung: 

120g Haselnüssen, gemahlen

60g Zucker 

45g Semmelbrösel

135ml Milch

1 kräftige Prise Zimt

Streiche:

1 EL Milch

Rest vom Ei

Streusel:

2 EL Weizenmehl Type 405

1 EL Butter

1 El Zucker 

Guss: 

50g Puderzucker

1 EL Zitronensaft


  • Milch leicht erwärmen, sie sollte lauwarm sein, Hefe darin auflösen, dann Butter und Zucker zufügen und gut einrühren
  • Ei verquirlen - ACHTUNG: Wir backen hier ja einen kleineren Zopf, deshalb verquirle ich das Ei und lasse nach Möglichkeit etwa einen EL davon für später übrig - ca. 3/4 vom Ei, Mehl. Salz und Hefemilch zu einem geschmeidigen Teig kneten
  • Teig in eine leicht ausgeölte Schüssel geben und bedeckt bei Zimmertemperatur ca. 1 Stunde gehen lassen
  • mittlerweile gemahlene Nüsse, Semmelbrösel, Zimt und Zucker gut mischen und mit der Milch zu einer Paste rühren
  • Teig auf leicht bemehlter Fläche zu einem Rechteck ausrollen
  • Nussfüllung darauf gleichmäßig verstreichen
  • Teig von der Längsseite her aufrollen und die so entstandene Rolle mit Schluß nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen
  • Rolle der Länge nach mittig in zwei Hälften schneiden, dabei am Ende aber nicht ganz durchschneiden -  ich nutze dafür übrigens eine Küchenschere oder den Pizzaschneider, ein großes Messer tut es aber genauso
  • die Stränge nun locker umeinander winden, dabei die Schnittfläche möglichst nach oben drehen und am Schluß die Enden zusammendrücken und unter den Zopf schieben
  • Zopf noch einmal mit einem Tuch bedecken und weitere 30 Minuten ruhen lassen
  • Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze oder 170° Umluft vorheizen
  • Milch mit dem restlichen Ei verquirlen und den Zopf vor allem an den Aussenseiten damit einstreichen
  • Mehl, Butter und Zucker mischen und von Hand zu Streuseln reiben
  • Streusel auf dem Zopf verteilen
  • Zopf auf mittlerer Schiene ca. 40 Minuten golden backen, sollte er schon früh zu dunkel werden, einfach für die restliche Backzeit mit Alufolie abdecken
  • Zitronensaft mit Puderzucker zu einem dicken Guss rühren
  • fertig gebackenen Zopf samt Backpapier auf ein Kuchengitter ziehen und noch warm mit dem Guss beträufeln
  • fertig abkühlen lassen und sich dran freuen

Der kleine Zopf war nachher gar nicht so klein, aber für uns zwei für zwei Tage gerade recht. Fluffig, saftig und genau richtig für den kleinen Kuchenhunger. 

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