Galette mit Sommerfrüchten

Galette mit Kirschen, Pfaumen, Aprikosen und Nektarinen

Manchmal, aber nur manchmal, wenn ich  Küchenbegriffe erklären will, höre ich ganz leise in meinem Kopf die Erklärung des Professors Bömmel aus der Feuerzangenbowle: 

Also, wat is en Dampfmaschin? Da stellen mer uns janz dumm. Und da sage mer so:

En Dampfmaschin, dat is ene jroße schwarze Raum, der hat hinten un vorn e Loch.

 

In diesem Sinne: Galette, was ist eine Galette?

Da stellen wir uns ganz dumm und sagen, eine Galette, das ist ein völlig unordentlicher Teigfladen, der am Schluss aber doch so gut schmeckt, dass sich alle freuen.

In meinem Fall als gestaltungstechnische Grobmotorikerin freue ich mich besonders, denn so eine Galette muss nicht schön sein, nur gut schmecken, das sollte sie! Und das wiederum ist vom Belag abhängig. Bei mir kommt heute sommerliches Steinobst zum Einsatz. 

Heute freue ich mich sogar noch ein wenig mehr, denn meine Galette passt wunderbar zum Blogevent Sommerobst bei Zorra vom kochtopf mit Gastgeberin Friederike von Fliederbaum. Sie wünscht sich alles rund um die momentan saisonalen Früchte, egal ob roh oder gegart, süß oder herzhaft, gekocht, gemust, gebacken, eingeweckt, wie auch immer.

Alles ist willkommen, sofern Sommerobst die Hauptrolle spielt. 

Blog-Event CCXXXII - Sommerobst (Einsendeschluss 15. August 2026)

Ein Blick in den Kühlschrank zeigt, Sommerobst haben wir momentan genug im Haus. Höm ja, der Sommer ist die für mich monetär gefährliche Zeit... Ich schaffe es nie an Marktstand oder Obstabteilung vorbei und kaufe deutlich mehr, als wir entspannt verwerten können. Und dann beginnt die Phase, wo ich überlege, was ich wohl noch alles mit den vielen Früchten anfangen könnte. So gesehen kommt mir dieses Eventthema mehr als gelegen!

Für eine Galette mit ca. 30cm Durchmesser:

 

300g Weizenmehl Type 405 + etwas mehr zum Arbeiten
6 EL Zucker
1 Prise Salz
200g kalte Butter

4 EL griechischer oder türkischer Joghurt 
2 EL kaltes Wasser

3 EL gemahlene Kekskrümel, hier 6 Butterkekse
Aprikosen, Nektarinen, Pfirsiche und Kirschen

2 EL Milch

2 EL Mandelstifte

evtl. Puderzucker

 

Man höre und staune, ich arbeite hier mal ausnahmsweise nicht mit der Küchenmaschine, sondern mit einem speziellen Teigmenger. Ihr macht das so, wie es Euch gefällt.

Bei Mürbeteig sollte die Verarbeitung nur einigermaßen schnell erfolgen, egal ob von Hand, oder mit der Maschine. Der Teig sollte nicht warm werden. Meine Mutter nannte diese Teigversion immer gehackten Teig und hat ihn vorzugsweise auf dem Backbrett mit einem großen Messer bearbeitet.   

 

  • Mehl, Zucker und Salz auf der Arbeitsfläche oder in einer weiten Schüssel mischen 
  • Butter in Würfeln zufügen und wie auch immer, ob nun in der Maschine, auf der Arbeitsfläche oder mit den  Fingern so ins Mehl unterarbeiten, dass noch ca. erbsgroße Butterstückchen bleiben
  • Joghurt und 1 - 2 EL Wasser zufügen
  • schnell zu einem glatten Teig verarbeiten
  • gut verpackt ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen
  • mittlerweile Backofen auf 180° Umluft oder 200° Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen
  • Obst waschen, entkernen und in einigermaßen gleich dicke Hälften bzw. Scheiben schneiden
  • kalten Teig aus dem Kühlschrank nehmen und kurz ein wenig weicher werden lassen
  • Teig auf leicht bemehlter Fläche - oder wie ich hier, auf Frischhaltefolie- zu einem Kreis mit ca. 35cm Durchmesser rollen
  • Kekse zu Krümeln verarbeiten und die Teigfläche damit bestreuen
  • Obst mit der Schnittfläche nach oben auf dem Teigfladen verteilen und dabei rundum ca. 3cm frei lassen
  • Teigrand rundum nach oben klappen, rundum mit Milch bepinseln und dann den restlichen Zucker und die Mandelsplitter sowohl übers Obst als auch über den Rand streuen
  • ca. 35 Minuten golden backen
  • je nach Reifegrad der Früchte und nach persönlichem Geschmack könnt Ihr natürlich noch Puderzucker darüber geben
  • auf einem Gitter abkühlen lassen und noch lauwarm genießen

Galette schmeckt lauwarm aber auch kalt, mit Eis, Joghurt oder auch nur so. Bei uns gab es - mangels Eis, was ich übrigens ein sträftliches Einkaufs-Versäumnis nennen möchte - einfach einen Klecks Sahne dazu. War auch gut. Eis wäre netter gewesen. 

Genießt dieses einfache, sommerliche Rezept! 

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