Ich mache ja nicht bei vielen sogenannten Foodfeiertagen mit, aber auf Einladung der wunderbaren Susan vom Food & Lifestyleblog Labsalliebe habe ich nun schon ein paar Jahre immer am 26. Februar zum Tag der Pistazie ein Rezept am Start.
Mal aufwendiger, mal weniger aufwendig, aber immer schön nussig und pistazienhaltig, wie es sich gehört!
Ok, in diesem Jahr mache ich es mir echt leicht, denn meine herzhafte Pistazien-Frischkäse-Creme ist echt ein rezepttechnisches Leichtgewicht.
Mal vom Aufwand abgesehen, die Pistazien von Hand schälen zu müssen, kommt die ganze Köstlichkeit mit ganz wenigen Zutaten aus und ist im Handumdrehen (bzw. Mixerumdrehen) fertig.
Ich glaube, ich war etwa sechs Jahre alt, als ich mit meinen Eltern in Istanbul war und dort die ersten Pistazien probieren durfte.
Seither liebe ich die kleinen grünen Nüsschen, die - ja ja, ich wiederhole mich alle Jahre wieder - botanisch gesehen ja eigentlich gar keine Nüsse sind. Lecker sind sie aber
allemal.
Habt Ihr neulich meine selbstgemachte Zitrusmarmelade gesehen? Ist schon ein paar Tage her, ich weiß.
Ich mag die unheimlich gerne. Vor allem auf warmem Buttertoast zum Frühstück.
Problem: Ich habe sechs Gläser davon, bin die einzige hier im Haus, die sie gerne mag und wir frühstücken eh nur am Sonntag, wenn überhaupt.
Nun weiß ich zufällig, dass demnächst schon wieder eine Kiste mit sonnengereiften Orangen bei uns eintreffen wird. Ok, nicht ganz so zufällig. Wir haben eine Crowdfarming-Kiste abonniert und im Moment läuft die Orangenernte in Spanien noch in vollen Zügen.
Hence mehr Orangen, als wir zwei vertilgen können.
Bei aller Zitrus-Liebe, ich habe mich bestelltechnisch mal wieder ein wenig übernommen und verwerte gerade Orangen, wo ich nur kann.
Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass ich diversen Menschen von der Marmelade angeboten und dann vergessen habe, auch wirklich zu liefern... Ups.
Guten Tag, ich bin´s, die Frau mit den zwölfzig Gläschen, Töpfchen und Tiegelchen im Kühlschrank.
Kennt Ihr das auch? Für ein Rezept braucht es viereinhalb Kapern, drei Löffel Marmelade oder vielleicht eine halbe getrocknete Tomate.
Nachher steht der Kühlschrank voller angebrochener Gläschen und Packungen, die langsam aber sicher immer weiter nach hinten wandern und irgendwann völlig aus dem Gesichtsfeld und damit aus dem Gedächtnis verschwinden.
Nun stellt Euch das mal bei jemandem vor, der zum einen sehr neugierig auf allerlei Aromen und Geschmäcker ist und der zum anderen, wie es der Zufall will, vielleiiiiiiiiicht einen kleinen Foodblog betreibt. Genau Sherlock, ich spreche von mir. Kühlschrank, Schränke und Keller sind voll und mir tut es schwabenbedingt unglaublich leid, wenn ich etwas irgendwo in den Tiefen der Schränke vergessen habe und das dann entsorgen muss. Ja, ich leide unter erklärter Kühlschrank-Demenz.
Was ich nicht sehe, vergesse ich schlagartig.
Hab ich schon erwähnt, dass hier im Haus zwei ganz unterschiedliche Menschen wohnen?
Eine, die unheimlich gerne kocht und ganz viel ausprobieren will. Und ein anderer, der vor 26 Jahren gesagt hat, dass es fast nichts gibt, das er nicht essen mag. Kicher. Ja genau.
Einer davon hat seine Meinung mittlerweile geändert. Ratet mal, wer!
Der arme, arme Herr zimtkringel muss immer Sachen essen, die er nicht mag. (Muss er natürlich nicht.)
Aber ich bekomme immer wieder Zuschriften, die voll Mitleid mit dem guten Mann sind.
Um das nochmal zu betonen: In zimtkringeltown muss niemand Dinge essen, die er oder sie nicht mag. Und es hungert auch niemand, denn wir haben immer einen geheimen Vorrat im Haus: Gar
köstliche Ramensuppen und viele, viele Dosen mit Ravioli. Man(n) weiß nämlich nie, wann die komische Foodbloggerin wieder Gerichte kocht, die gegen die Menschenrechte verstoßen.
Wie viele von Euch wohl wissen, stammt der männliche Part von zimtkringel aus der Schweiz, ist aber schon viele, viele Jahre hier im Herzen des Schwabenlandes daheim. Tatsächlich stelle ich immer wieder fest, dass der Mann deutlich mehr Menschen hier im Dorf und der ganzen Umgebung kennt, als das bei mir wahrscheinlich jemals der Fall sein wird.
Trotzdem und gerade deshalb versuche ich mich immer mal wieder an Rezepten aus seiner Heimat. (Suchet im Suchfeld Schweiz, so werdet Ihr finden!) Manche Versuche waren mit mehr Erfolg gekrönt, manche mit weniger. Und während sich einige davon permanent auf unserem Speiseplan halten, laufen andere streng unter "Gut, ich hab´s probiert, sprechen wir nicht mehr darüber...".
Warum ich das jetzt gerade mal wieder erwähne? Nun, weil bei Zorra vom kochtopf mal wieder
ein Blog-Event ansteht. Das 226te in Reihe! Diesmal ist Anika von Ani’s bunte
Küche Gastgeberin und hat sie hat das Motto Winterküche mit Herz für die Liebsten ausgesucht.
Die Gelegenheit für mich, mal wieder in Schweizer Rezeptverzeichnissen zu kramen und mit einem Gericht ums Eck zu kommen, das meinem ganz speziellen Liebsten heimatliche Gefühle bringen sollte. Also hopp, in SwissMilk, Betty Bossy, Migusto und marmite gekramt und noch dazu alle meine nicht wenigen Schweizer Kochbücher aus den Regalen gezogen und jaaaaa fündig geworden!
Der Frühling läßt hier in Schwabilon noch ein wenig auf sich warten, der alpine Gatte schaut in jeder freien Minute Olympische Winterspiele, mich dagegen veranlasst das graue Wetter vor allem zu einem: Schmorgerichte.
Ja, ich bin eben ein etwas schlichtes Gemüt: Sommer? Essen! Winter? Essen! Morgens, mittags, abends? Für jede Jahreszeit, Tageszeit, Stimmung findet sich mit etwas Geduld das passende Rezept...
Nun ist Coq au Vin, also Huhn in Rotweinsauce nicht zwingend ein Wintergericht.
Diesen Februar legen wir bei der Kulinarischen Weltreise eine Sonderrunde ein.
Wir bekochen kein spezielles Land, sondern zeigen diesmal, wie viele Varianten eines Gerichtes es rund um die Welt gibt.
Thema ist Eintopf weltweit und ich bin schon gespannt, was sich bei den Mitköchinnen und -köchen alles finden wird.
Zuerst habe ich ins Nachbarland geschielt und eine ganze Menge französischer Eintöpfe erwogen, angefangen von Ratatouille über Cassoulet bis hin zum Elsässer Baeckeoffe. Irgendwann zeige ich die auch noch, denn die stehen schon lange auf meiner kopfinternen Kochliste.
Dann ging mein Blick kurz gen Skandinavien um letztlich in einer ganz anderen Ecke zu landen: Irland!
Und nein, nix mit Lamm. Danke der Nachfrage. Vielmehr eine ebenso einfaches, wie leckeres Wohlfühlessen mit Wurst, Kartoffeln und Speck: Dublin Coddle!
Huch, der erste Sonntag des Monats kam diesmal aber irgendwie überraschend...
Ok, wie gut, dass ich ein Rezept für ein winterliches Süppchen parat hatte, denn wie an jedem ersten Sonntag des Monats kochen wir Leckeres-für-jeden-Tag-Blogger auch diesmal wieder nach einem gemeinsamen Motto.
Das lautet diesmal "Seelenwärmer und Comfort Food" und was würde da besser passen, als mein cremig-fruchtiges Süppchen aus dem Instant Pot aka Multikocher?
Hier
kommt also Kürbisuppe mit einem Hauch Orange und fürs würzige Gschmäckle darf sich jeder nach Lust und Laune Würzöl in den Teller tropfen. Sei es selbstgemacht wie hier oder wie bei mir heute Chili-Knoblauch-Öl, das mir das
Christkind direkt vom Lieblingshofmarkt
gebracht und unter den Weihnachtsbaum gelegt hat.
