In meiner Gemüsekiste war diesmal üppig Lauch aus Bio-Anbau, der normalerweise in einer Suppe landen würde.
Was soll ich sagen? Wie haben gerade mal ziemlich überraschend eine Hitzewelle. Aber sowas von!
Noch vor einer Woche hatten wir Regen, Wind und Temperaturen, die nicht gerade des frühen Sommers würdig waren. Jetzt ist es abartig warm. Ausgerechnet dann, wenn ich den Kühlschrank voller Suppen- und Eintopfzutaten habe. War so klar...
Jedenfalls ist Suppe momentan nicht so arg gefragt in zimtkringeltown. Egal.
Nur, was mache ich jetzt mit dem Lauch?
Spontan wäre mir ja jetzt 80er-Jahre-Schichtsalat eingefallen.
Eines der Mittagessen meiner Kindheit war der Apfelreisauflauf meiner Oma.
Mit Zimt und goldener Kruste. Der wurde in der größten Auflaufform zubereitet, die im Haus war. Aus Gründen.
Nun wohne ich hier allerdings mit dem Igitt-Reisbrei-Mann zusammen. Wahlweise auch Pfui-Grießbrei-Mann und der Lass-mich-bloß-in-Ruhe-mit-Polenta-Mann genannt.
Also nix mit größter Auflaufform ever.
Es sei denn, ich möchte drei Tage Reisauflauf essen und das ist dann doch auch nicht der Fall. Tatsächlich gehöre ich mittlerweile auch zu den Menschen, die sich den Reispudding im akuten
Appetitfall schon fertig aus dem Kühlregal kaufen. Heute aber nicht.
Die einen haben sich schon gefragt, warum ich auf einmal Gerichte poste, die bei uns daheim mir und nur mir schmecken. Knödel und Sachen mit Erbsen und so.
Die Nachbarn haben sich und ganz unauffällig auch mich - subtil, Ihr Lieben, subtil - gefragt, ob der Gatte wohl nicht mehr in der zimtkringel-Weltzentrale weilen möge.
Und dann gibt es noch die anderen, die vermutet haben, nun hätte er lange genug seltsame Sachen essen müssen und sich endlich ein Pause von der bösen Bloggerküche verdient.
Nu isser wieder da!
Am Bodensee war er. Kurend.
Wenn bei uns das Pizzataxi vorfährt, ist das in drei von vier Fällen falsch benannt, denn Pizza hat es echt selten im Gepäck bzw. der Warmhaltetasche.
Zumindest, wenn es zu uns unterwegs ist.
Der Gatte bestellt für gewöhnlich irgendwas mit Flaiiiiiiisch und bei mir sind es verdächtig oft gebratene Asianudeln, mal mit Garnelen, mal mit Ente, mal vegetarisch aber am häufigsten eigentlich mit Huhn.
Die bringt der nette Fahrer dann bis an die Tür, die Nudeln sind echt lecker und ich habe auch fast kein schlechtes Gewissen. Fast, denn eigentlich könnte man die ja ziemlich flott selbst klöppeln.
Was soll ich sagen, ich bin auch gerne mal ein wenig faul.
Fact of life.
Heute hab ich aber grünen Spargel im Kühlschrank und der muss nicht nur weg, nein, der soll auch in den gebratenen Nudeln landen.
Deshalb bleibt das Pizzataxi heute mal in der Garage, ich packe jetzt den Wok und die Kochstäbchen aus und rührbrate zur Abwechslung mal selbst.
Der erste Sonntag im Monat... Ihr wisst, was das heißt?!
Richtig, die Leckeres für jeden Tag-Blogger sammeln heute mal wieder Rezepte.
Unser Thema lautet in diesem Monat “Gutes im Glas”.
Ooookay, es gibt hier ja schon eine ganze Menge Zeug im Glas: Eingelegtes, Chutneys, Saucen, Salate und Suppen, Gewürzmischungen und ich weiß nicht, was nicht noch alles in Ball Jar, Mason Jar
und Weckgläsern Platz gefunden hat. Entsprechend stehen im Vorratsraum zwei große Kisten mit allerlei Glaswaren. Fragt mal den Herrn zimtkringel...
Aber hey, unverhofft kommt bekanntlich oft und man kann ja nie wissen, wann einen ein plötzlicher Einweck-Anfall überkommt und man notfallmäßig Marmelade, Gurken oder Wurst einkochen muss.
Alles schon vorgekommen.
Zu Hülf! Zu Hülf!
Ein rezepttechnischer Hilferuf schallt durch die Nacht!
Tadaaaaa! Frau zimtkringel to the rescue!
Ich werfe mein Superheldinnen-Foodblogger-Cape über und starte durch! Ziiiiiiiiinggggggg!
Ja. Nein. Also, mit viel gutem Willen könnte man es vielleicht so auslegen. Tatsächlich hat der Gatte mich einfach gefragt, ob ich denn ein bestimmtes Rezept auf dem Blog hätte, denn ein Freund hätte es furchtbar gerne.
Beide sind momentan ein wenig auf dem Gesundheitstrip, deshalb sollte es sich auch um ein Salatrezept handeln.
Extrem gesund. Hüstel. Wurstsalat.
Die Wikipedia sagt, Wurstsalat sei ein mit Essig, Öl und Zwiebeln sauer marinierter Salat aus Wurst, meist Brühwurst wie Lyoner. Ok. Ich sage, Salat ist hier Definitionssache, aber Wurstsalat ist einfach extrem lecker ... vorausgesetzt, man ist kein Vegetarier oder gar Veganer.
Dann ist Wurstsalat schlichtweg eine Frechheit.
Wir gehören aber zum Team Yummie! Wurstsalat! Und es ist höchste Zeit, dem hier mal eine Bühne zu geben.
Uuuuuund hier sind sie nun, die Böhmischen Hefeknöfel, wie meine Mama Erika sie zur Dillsauce serviert hat.
Für unsere Familie eines der absoluten Leibgerichte, das schon unsere Oma Marie so auf den Tisch brachte.
Es handelt sich um luftige, elastische, längliche Knödel, die nach dem Garen in Scheiben geschnitten werden.
So ein Knödel reicht schon mal locker für mehrere Portionen. Gegessen werden sie normalerweise zu Gerichten mit viel Sauce.
Bei uns eben zu besagter Dillsauce aber auch zu Svickova - Rind in böhmischer Sauce sind sie großartig.
Sie schmecken frisch zubereitet am Besten, meine Mama hat die ganzen Knödel aber oft auch über Wasserdampf nochmal aufgewärmt bzw. warm gehalten, bis endlich die ganze Familie zum
Essen da war. Das Originalrezept, das mir meine Mama hinterlassen hat, war entsprechend auch für vier mittelgroße Knödel gedacht. Ich habe hier nur die halbe Menge genutzt
und daraus einen Knödel fabriziert, der fast den Topf gesprengt und locker acht dicke Scheiben geliefert hat.
Kennt Ihr das auch? Ihr bekocht andere Menschen wirklich gerne. Trotzdem freut Ihr Euch, wenn mal alle weg sind und es endlich mal das gibt, was Ihr und nur Ihr allein mögt?
Keiner, der mit hochgezogenen Augenbrauen in den Topf guckt. Niemand, der vernehmlich durch die Nase schnaubt, wenn er meine Experimente oder gar gesunde Sachen essen soll?
Nun, das ist bei mir heute mal der Fall! Hurray!
Während es bei solchen Gelegenheiten für mich dann schon auch mal Pizza aus der Kühltruhe gibt oder ich es mir mit einem schnellen Burger gemütlich mache, habe ich heute Zeit, viel Zeit! Und vor allem auch Lust, etwas buntes, knuspriges zu basteln.
Trommelwirbel, es gibt weder Leber noch Kürbis, Knödel oder Spargel (meine liebsten Simone-ist-allein-daheim-Speisen), nein, heute gibt es Erbsen! Nur für mich!
Falls Ihr jemals den Header von zimtkringel gelesen haben solltet, wisst Ihr vielleicht, dass meine Kochgeschichte in den Küchen meiner Omas, meiner Mama und der restlichen Familie begonnen hat und eben diese Familie ihre Rezepte für gewöhnlich etwas vage hielt.
Auf die Fragen was, wie viel, wann, warum kam oft genug die Antwort "Das merksch dann, musch halt probieren."
Es wurde und wird aus dem Bauch und von Herzen gekocht. Rezepte hat(te) man im Kopf und auf der Zunge.
Dabei gab und gibt es viele Gerichte, deren Weitergabe an diese und nach Möglichkeit weitere Generationen uns wichtig ist.
Schon allein, weil wir sie alle gerne bei Mama und Oma gegessen haben. Einige habe ich hier bei zimtkringel über die Jahre gesammelt. Einige hat meine Mama auch extra für den Blog noch einmal
gekocht, mir dann das Rezept zumindest der Spur nach diktiert und mich nebenher fotografieren lassen. Bei Mama Erikas
Apfelstrudel fungierte sie vor fast zehn Jahren sogar als Handmodel.
So. Die Sache ist ja die: Ich mag unheimlich gerne Gemüsesalate aller Art.
Also so mit rohem Gemüse. Besonders gerne Krautsalat aka Cole Slaw in sämtlichen Variationen.
Nun gibt es da zwei Haken: Schwierigkeit eins, der Gatte ist kein Fan. Schwierigkeit zwei, es gibt bereits gefühlt zwölfzig Rezepte dazu bei zimtkringel.
Aber: Ich habe eine ganz persönliche monatliche Überraschungstüte abonniert, soll heißen, ich bekomme eine Obst- und Gemüsekiste geliefert und ab und zu ist da halt auch mal ein kleiner Krautkopf drin. Diesmal auch.
Ich: Hurray! Der Mann: Uff!
So, nun, da ich diese grammatikalisch nicht ganz richtige und inhaltlich einigermaßen verworrene Einleitung hinter mich und Euch gebracht habe, sag ich mal, worauf das hier hinaus läuft: Farmersalat.
Nix anderes, als noch ein Gemüsesalat und ja, Weißkohl ist auch drin. Heißt diesmal nur anders.
Dafür passt mein Rezept ganz wunderbar zum laufenden Blogevent CCXXX bei Zorra vom kochtopf mit Host Tanja vom Blog Schlundis. Thema ist nämlich Alles rund um den Rost – Grillideen, Beilagen & Sommergenuss
Ich habe einen Schweizer Mann, der seit gut 25 Jahren in Schwaben lebt. Bei seinem allerersten Besuch in Schwabilon, lange, ehe es überhaupt spruchreif wurde, dass er eines Tages hier landen würde, wollte ich ihm unser Ländle ein wenig nahe bringen und habe den armen Kerl gezwungen, mit mir auf einen unserer Aussichtsberge zu wandern, um dort Burg und Burgrestaurant zu besuchen.
Immer mit dem Versprechen, dass es oben auf der Feste einen ganz wunderbaren Schwäbischen Rostbraten geben werde.
Nun bin ich ja mal so gar kein Outdoormensch, dachte aber, der Mann kommt aus den Bergen, also würde er eine kleine Bergtour wohl zu schätzen wissen.
Ich mag so gerne Schnitzel!
Am liebsten die ganz knusprig panierten Wiener Schnitzel mit schöner, luftiger Panade und gerne einem Salätchen dazu.
Neulich habe ich eine Sendung dazu gesehen, die sich ohne Witz eine gute halbe Stunde mit der Kunst des echten, richtigen Schnitzebratens, pardon, Schnitzelbackens beschäftigt hat.
Und ich fand es spannend!
Nun bekomme ich so ein paniertes Schnitzel zur Not auch hin, aber so eine richtige Heldin bin ich nicht. Deshalb geh ich, wenn es knuspern soll, auch gerne zur Dorfgaststätte des Vertrauens.
Gehen ist hier wörtlich zu nehmen, denn wir wohnen keine 200m davon entfernt - und bestelle mir SchniPoSa. Richtig. Schnitzel mit Pommes und Salat. Ganz schnöde und langweilig. So bin
ich. Bissi vom Dorf.
Bei meiner Mama gab es viele Jahre lang ein Ritual:
Einmal in der Woche kochte sie sich einen Riesentopf Kartoffelsuppe und freute sich dann immer tellerweise jeden Tag daran.
Da wir im selben Haus wohnten und meine Mama tageweise durchaus Frühaufsteherin war, konnte es passieren, dass mir am Kochtag schon morgens auf meinem Weg zur Arbeit der Duft von herzhafter Suppe im Treppenhaus entgegen waberte.
Das war sozusagen der Duft der Heimat.
Nun, mir war´s neulich ein wenig nach Erinnerungen mit Wohlfühlfaktor, also musste eine herzhafte Kartoffelsuppe in der Topf. Weil ich es da ähnlich halte, wie meine Mama, wandert auch bei mir noch allerlei anderes Gemüse mit hinein.
Wie immer in letzter Zeit habe ich auch diesmal den InstantPot aus dem Schrank gekramt.
Das Rezept funktioniert selbstverständlich auch im normalen Dampfkochtopf und auch im stinknormalen Kochtopf ganz ohne Dampf. Die Kochzeiten ändern sich dann eben. Ich halte mich bei meiner
Beschreibung auch heute wieder an die Abläufe beim InstantPot und vertraue darauf, dass Ihr bei anderen Kochgerätschaften merkt, ob Gemüse gar ist, oder nicht. Ihr seid ja schon groß.
enthält Werbung* Heute ist es soweit: Am 9. Mai feiert die SchapfenMühle den Tag des Dinkels und wir hier bei zimtkringel feiern mit.
Nachdem ich letzte Woche schon nicht widerstehen konnte, und quasi vor dem Termin unbedingt schon schwäbische Dinkel-Kartoffel-Stecken mit Käse-, Salz-Kümmel- und Gewürztopping gebacken und natürlich auch gevespert habe, zeige ich Euch heute - diesmal termingerecht zum Foodfeiertag - dass man mit Dinkel nicht nur backen kann.
Heute gibt es Dinkelsotto aus Dinkel wie Reis, der leckeren Reis-Alternative aus dem Angebot der SchapfenMühle. Getoppt wird es mit mediterranen Ofentomaten.
So ist das bei Foodbloggern, Ihr wisst schon.
Ich musste tatsächlich das halbe Jahrhundert erreichen, ehe ich das erste Mal in meinem Leben Mangold zubereitet habe. Vor ziemlich genauch drei Jahren habe ich für den leider nicht mehr laufenden Foodblogger-Jahreskalender Saisonal schmeckt´s besser Malfatti aus Mangold mit brauner Butter gebastelt. Damals war es übrigens eine echte Gugelfuhr (Kennt Ihr das Wort? Schwäbisch! Schlagt es nach!), Mangold auf unserem Wochenmarkt zu bekommen.
Dabei ist Mangold, in der Schweiz Krautstiel genannt, eine uralte Kulturform der Rübe, verwandt mit der Zuckerrübe, der Futterrübe und der Roten Rübe und wurde früher sogar zur
Zuckergewinnung genutzt. Diesmal bin ich gleich zum Bio-Stand des Vertrauens gegangen und siehe da: bunter Mangold körbeweise!
Mein Lieblingskuchen?
Neben dem Apfelstrudel meiner Mama Erika ist das mit Abstand Donauwelle. So richtig schöne altmodische Donauwelle.
Und Käsekuchen. Und Schwäbischer Träubleskuchen.
Und Marmorkuchen, aber nur, wenn Thomas den backt.
Und Himbeerkuchen.
Ok, wenn man das so liest, merkt man es nicht so sehr, aber Kuchen ist eigentlich nicht so arg meins und steht relativ selten auf unserem Speiseplan.
Nun haben aber die Leckeres für jeden Tag-Blogger für den Mai das Thema Lieblingskuchen gewählt und plötzlich stand ich vor der Frage, was denn eigentlich mein Lieblingskuchen sei.
Ok, siehe oben. Tja, und dann musste ich erstmal in meinem eigenem Verzeichnis nachlesen, ob die Donauwelle bei mir nicht schon irgendwo aufgetaucht ist.
Zu meiner eigenen Überraschung gab es sie bislang nicht.
Dabei durfte sie früher praktisch bei keinem Geburtstag und keiner Konfirmation fehlen.
Also sollte es Donauwelle werden. Die ist normalerweise aber ein richtig großer Blechkuchen. Mit ein Grund, warum es die früher bei unseren riesigen Familienfesten praktisch immer gab.
Da wir dieser Tage ja nur noch ein kleiner Kuchenesserkreis bei zimtkringel sind, bastle ich hier eine kleine Ausgabe davon.
enthält Werbung* Ich weiß ja nun nicht, wie sehr Ihr Euch mit irgendwelchen Nahrungsmittel-Feiertagen beschäftigt.
Das verlangt auch kein Mensch. ...es sei denn, Ihr seid vielleicht Foodblogger. Dann rücken so weltbewegende Daten wie z.B. der Tag des Cheeseburgers oder womöglich der Tag der Piña Colada in den Fokus. Oder auch nicht...
Am 9. Mai ist auf jeden Fall der Tag des Dinkels und das ist nun tatsächlich für unsere Region einigermaßen spannend, sitzen wir doch als "Blog aus dem Herzen
des Schwabenlandes" praktisch im traditionellen Zentrum des Dinkelanbaus.
Kennt Ihr das schnellste Gebäck überhaupt? Palmiers! Hörst sich fancy an, gell?
Bissi nach Konditor, bissi nach französischer Patisserie, bissi nach Luxus.
Jo. Also. Wir kommen vom Land. Bei uns heißen die Dinger Schweineöhrchen. Nicht ganz so fancy aber lecker sind die kleinen knusprigen Dingerchen allemal.
Und extrem easy in der Herstellung, sollten sich kurzfristig Gäste ankündigen oder Euch der kleine Knusperhunger überfallen.
Kann ja alles mal passieren.
Ich wollte eigentlich nur auf die Schnelle etwas Knuspriges zu einer Einladung mitbringen und hatte allerlei Kuchen im Sinn.
Dann setzte aber nicht nur die Faulheit ein, nein, mir ist noch dazu eingefallen, dass einer der Beteiligten nix Süßes mag.
Mit fortgeschrittenem Alter - und glaubt mir, an so manchem Morgen empfinde ich mein Alter als deutlich fortgeschritten - wird der Kreis der Lieben, die mit am Kaffeetisch sitzen oft spürbar kleiner. Das ist auch bei uns so.
Nun könnt Ihr entweder Eure eigene Kuchenzufuhr deutlich steigern, in Kauf nehmen, dass man das ein oder andere trocken gewordene Kuchenstück entsorgen muss - was meinem Schwabenherz natürlich furchtbar zuwider ist - beginnen, rundum Gebäck zu verteilen oder Ihr backt ab sofort einfach kleinere Brötchen, bzw. in diesem Fall deutlich kleinere Kuchen.
Ich habe festgestellt, dass es gar nicht so viele Rezepte gibt, die genau auf unsere Bedürfnisse im Zwei-Personen-Haushalt mit mäßigem Kuchenappetit zugeschnitten
sind. Also bastle ich mir selbst welche.
Tja, Gewohnheiten...
Je älter ich werde, desto lieber und beständiger halte ich an Gewohnheiten fest.
Eine unserer liebsten Regelmäßigkeiten ist unser allwöchentlicher Foodie Friday. Soll heißen, am Freitagabend gehen Muddi und Vaddi zimtkringel mit den immer gleichen Freunden weg und kommen satt und zufrieden wieder heim.
Und weil unsere Freunde in der selben Altersklasse sind, halten auch sie gerne an Gewohnheiten fest. Eine davon ist, dass unsere liebe Freundin in einem bestimmten Restaurant gerne die Speisekarte studiert, um dann unweigerlich bei ihrem Lieblingsessen zu landen: Larb, Salat aus gehacktem Fleisch, einem der Nationalgerichte
der Demokratischen Volksrepublik Laos .
enthält Werbung* Meinen Hang zu schönem, wertigen Küchengedöns habe ich hier ja nun schon mehrfach aufblitzen lassen. Ok, oft.
Ja, ich weiß. Langweile ich Euch? Nö, oder?
Ich mag einfach alles, was man auf Herd und Tisch nutzen kann, vorausgesetzt, es taugt und kann was.
Das darf dann gerne brummen, klappern, klingen, klirren oder wie im heutigen Fall auch mal leise vor sich hin wummern.
Soll heißen, ob mit Strom oder ohne, aus Glas, Metall, Porzellan oder Stein? Gerne!
Vorausgesetzt, die Qualität stimmt.
Nun hat man mir schon länger mal beim schwäbischen Italiener des Vertrauens nahegelegt, ich möge mal echtes Pesto zeigen auf diesem, meinem Blog.
"Oimol was Gscheits." Tja.
Eines unserer liebsten Sommergerichte ist Ratatouille. Gerne mit Auberginen und frischen Tomaten, Rosmarin, Knoblauch, Salbei, dem ganzen mediterranen Pipapo.
Schön angerichtet, in Muster gelegt, überbacken, fein!
Ich hab sie auch schon - etwas weniger hübsch angerichtet - im Slowcooker zubereitet und sie war auch gut.
Wenn´s aber schnell gehen soll und uns das kleine Feierabendhüngerchen überkommt, dann gibt´s ganz handfest Letscho. Das war schon bei meiner Mama so, Bei ihr
wanderten oft genug die Wurstreste mit in den Topf, die von der Woche übrig waren und auch weich gewordene Tomaten wurden verwertet.
Vor vielen Jahren, es muss Anfang der 90er gewesen sein, saßen zwei damals noch recht junge Touris aus Deutschland in einem chinesischen Restaurants im Londoner
Stadtteil Soho und verblüfften das Service- und Küchenpersonal. Nicht etwa, weil wir (ja, ich gebe es zu, ich war die eine davon, die andere war eine liebe Freundin, deren Namen ich hier nicht
nennen will. Hüstel. Carina!) so toll gewesen wären oder so elegant, eloquent oder weltgewandt. Nein, weil wir es fertig brachten, uns zu zweit durch die halbe Speisekarte zu
futtern. Noch dazu in einem Restaurant, das etwas abseits der Tourirouten lag und eher von älteren chinesischen Herrschaften frequentiert wurde. Unsere Anwesenheit und vor allem die
Menge, die wir zwei vertilgen konnten, war anscheinend so verblüffend, dass an einer Stelle das Personal aus der Küche kam, um uns ganz offen zu bestaunen. Wahre Geschichte!
Also gut, das läuft jetzt unter Küchenexperiment: Ich koche heute eine Indische Hühnersuppe Chicken Rasam.
Experiment deshalb, weil wir neulich in einem indischen Restaurant eine Naatu Kozhi Rasam, also eine Suppe vom Landhuhn gegessen haben und allesamt ziemlich begeistert waren. Die war so gut!
Klar, dass ich danach gleich losgetrabt bin, um ein Suppenhuhn zu kaufen.
Problem: Mittlerweile habe ich etwa zwanzig Rezepte gefunden, die der Optik nach der Suppe vom letzten Restaurantbesuch sehr, sehr nahe kommen. Leider sind die
Rezepte sehr unterschiedlich und jetzt weiß ich ja auch nicht...
Es ist der erste Sonntag des Monats und wie es der Zufall will, ist noch dazu Ostern.
Früher gab es bei uns da oft den netten Osterbrunch mit Familie und/oder Freunden. In diesem Jahr gehen wir alles deutlich kleiner und ruhiger an.
Aber gut essen kann man ja trotzdem, gell? Während Thomas der zur-Not-ess-ich-Wurst-auch-ohne-Brot-Fraktion angehört, brauche ich meine Kohlenhydrate. Vorzugsweise in Form eines knusprigen, aromatischen Brotes. Da passt das Thema der Leckeres-für-jeden-Tag-Blogger für mich ganz formidabel: Brot & Brötchen-Rezepte.
Ich habe mich für einen Baguettering mit Fenchel entschieden. Der schmeckt richtig gut mit Frischkäse, aber passt, wie man weiter unten sieht, auch wunderbar zu
Gegrilltem. Schau mer mal, wer an diesem
Ostersonntag die Eiersuche schon beendet hat und blogmäßig am Start ist. Hier kommen die Brote und Brötchen der werten Kolleginnen und Kollegen:
Es gab mal eine Fernsehwerbung, die mit dem kleinen Hunger zwischendurch warb. Oder war es das Elf-Uhr-Loch? Oder der Milchjieper?
Wenn ich es mir recht überlege, war es wohl alles zusammen... und wenn ich es noch genauer betrachte, läßt das echt tief blicken, was meinen Medienkonsum angeht. Wie dem auch sei. Den kleinen, schnellen Hunger zu Unzeiten kennt wohl jeder. Nun sollte man meinen, das sei bei Foodbloggers daheim kein großes Problem. Da wird kurz ein Kapaun mit Kräuterfüllung in den Backofen geschoben, ein paar frische Trüffelscheibchen über die Herzoginkartoffeln gerieben und die Sauce mit teurem Cognac flambiert.
Ja, is klar. In diesem Sinne: Heute gibt´s schnelle Gnocchi aus dem Kühlregal mit tomatiger Frischkäsesauce. Lasst mich nachdenken...
15 Minuten vom Hüngerchen bis zum Teller?
Ja, könnte wohl hin kommen.
Neulich beim Einkauf: "Wir brauchen noch ein paar Karotten. Ein kleines Bund reicht. Einfach ein paar zarte Möhrchen um Knabbern."
Frau zimtkringel rennt durch die Gemüseabteilung, greift ein paar feine, kleine Karotten und läßt das Auge schweifen. Huh, Karotten, so weit das Auge schweift. Was ist denn heute los? Karottenschwemme? Locken wir den Osterhasen an? Nein, wahrscheinlich werden die eingekellerten Rüben von der letzten Ernte auf den Markt geworfen, ehe die neue Ernte kommt. Um es abzukürzen:
Wir besitzen neuerdings neben dem Minibund feiner Karotten einen 3kg-Sack Riesenkarotten. Und mit Riesenkarotten meine ich tatsächlich riesige, massive Teile. Riiiiiiesig! Die musste ich einfach kaufen.
Ich sehe viele, viele orangefarbene Gerichte in unserer nahen Zukunft. Und ich sehe ausserdem einen etwas irritiert guckenden Herrn zimtkringel, der wahrscheinlich
zunehmend verwirrter sein wird, wenn sich in jeder Mahlzeit, aber auch wirklich jeder Mahrzeit irgendwo Karotten finden werden. Ich mag Karotten. Deshalb gab es die letzten Tage auch schon
Karottenkuchen. So!
Wie beim letzten (vorletzen? dem davor?) Artikel erwähnt, habe ich ein leichtes Einkaufsproblem, was Lebensmittel angeht.
Soll heißen, ich kann Superdupersonderangeboten never ever widerstehen. Zumindest, wenn die Qualität stimmt. So kommt es auch, dass wir neuerdings glückliche Besitzer eines ziemlich großen Vorrats an Monsterkarotten sind. Seither gibt es bei uns ziemlich viele Karottengerichte.
Und wie sich der nicht angetraute Ehegatte darüber freut! Nicht.
Gleichzeitig kündigt sich Ostern ja nun schon deutlich an. Ha! Zeit für Karottenkuchen! Juhuuu! Bei meiner Vorliebe für Karotten natürlich nicht das erste
Rezept dazu, wie Ihr Euch wahrscheinlich denken könnt. Guckt mal den Karottenkuchen mit
Frischkäse-Frosting oder auch den Karottenkuchen
mit Mixed Spice an!
Cool, wenn man so uncool ist, dass man ein Rezept in einem englischen Foodyblättchen findet, es nachkocht, für gut befindet und dann, bei der nachträglichen Recherche bemerkt, dass das Ganze vor zwei, drei Jahren wohl ein viraler Internethype war.
Ein Hype, den man als mittelalte, wenig an TikTok & Co. interessierte Frau mal wieder völlig und absolut verpasst hat.
Nun gibt es ja durchaus Gründe für solche gehypten Trends.
Ich sage jetzt nicht, dass alle dieser Gründe Sinn machen.
Der Großteil erschließt sich mir ehrlich so ganz und gar nicht. Bei der Marry Me Pasta mache ich allerdings eine Ausnahme. Die ist nämlich
wirklich tatsächlich eindeutig gut.
Alle paar Monate besuche ich im Rahmen der Aktion Koch mein Rezept eine Bloggerkollegin oder einen Bloggerkollegen.
Naja, nicht wirklich. Lasst mich das umformulieren und ein wenig ausholen: Die meisten von uns Foodbloggern kramen in ihren Küchen und Kellern herum, fotografieren dann alles im eigenen Studio - respektive Küche, Keller, wo auch immer - und schreiben im stillen Kämmerlein darüber.
Wenig Interaktion mit Menschen, wie Ihr seht.
Uuuuuund... ja, ich auch, wenn ich es mir recht überlege.
Mittlerweile schon seit ganz schön vielen Jahren.
Damit unsere Bloggerwelt nicht ganz so klein bleibt, gibt es Menschen, die Aktionen und Events gestalten.
Unter anderem Volker von Volker mampft, der vor einigen Jahren die Aktion Koch mein Rezept, der große Rezeptetausch gestartet hat. Dabei lost er den unterschiedlichsten Bloggerinnen und Bloggern einen fremden Blog zu, den sie virtuell besuchen, aus dessen Repertoire man dann ein Rezept ausprobiert und über dessen Urheber ein wenig berichtet wird.
Ich mache da schon eine ganze Weile mit und finde es immer wieder spannend, neue oder auch mal altbekannte Blogs und deren Betreiber kennenlernen zu dürfen und ein
Originalrezept aus deren Liste nachzubasteln.
Ostern naht. Heute ist mir aufgefallen, dass wir hier bei zimtkringel in drei Wochen um die Zeit tatsächlich ein gemeinsames langes Wochenende haben, was bei unseren Jobs selten genug der Fall ist. Damit ist es aber auch höchste Zeit, endlich meinen Speiseplan nebst Einkaufszettel für Ostern zu schreiben. Bin ich ein wenig obsessiv, was Einkaufslisten angeht? Ja. Definitiv.
Hot Cross Buns standen schon lange auf meinem ewigen Backplan.
Ja, noch ein Plan. Ihr merkt schon, ich habe wirklich viele Listen. Manche sind allerdings eher langfristig angelegt: Abnehmen, Weltherrschaft, Hot Cross Buns... letztlich wurde es mehr aus Versehen eh ein Hot Cross Loaf.
Entsprechend bin ich mir nicht sicher, ob dieses traditionelle englische Ostergebäck ausgerechnet in diesem Jahr mit einem bei uns ziemlich einsamen Osterfest
tatsächlich zur Ausführung gekommen wäre, hätte es Zorra vom kochtopf nicht als Rezept zum 88ten Synchronbacken ausgesucht.
Wie beliebt muss ein Lebensmittel sein, dass eine ganz neue Erkrankung bzw. Verletzung danach benannt wird?
Richtig, so beliebt, wie Avocado!
Im Ernst, es gibt seit einiger Zeit eine Indikation, die sich Avocado-Hand nennt. Dahinter steckt eine üble Schnittverletzung an der Handfläche oder den Fingern, die beim unvorsichtigen Aufschneiden oder Entkernen von Avocados entsteht und die oft genug einen chirurgische Eingriff an Sehnen und Nerven erfordert.
Das gesagt mache ich mich jetzt gleich daran, meine in der Obstkiste des Monats gelieferten Avocados aufzuschneiden. Vorsichtig natürlich.
Ich muss die Dinger jetzt verwerten, denn wie immer sind alle gleichzeitig essreif geworden. Von steinhart zu hui-iss-mich-schnell-ehe-ich-matschig-werde in fünf Tagen.
Also: Avocadobrot-Alarm!
Es war Sonntagvormittag. Die Sonne schien, wir waren sogar ein wenig an der frischen Luft und prompt war es mir extrem nach einem kleinen süßen Sonntagsdingens.
So wie früher, mit Kaffee und Kuchen und viel Zeit. Doch, das wäre schön gewesen.
In meiner Kindheit gab es praktisch keinen Sonntag ohne Kuchen. Plural.
Schon allein, weil eigentlich fast an jedem Sonntag irgendjemand von der lieben Verwandtschaft bei meinen Eltern zum Kaffee einfiel. Entsprechend haben meine Mama Erika und Oma Marie häufig und viel gebacken.
Meist am Mittwoch fürs tägliche Nachmittags-Kaffee-Ritual in Omas Küche und am Samstag dann nochmal eben für den Sonntagskaffee.
Unser Samstagseinkauf führt uns oft zum großen Türkischen Supermarkt in meiner Heimatstadt Kirchheim.
Gut, im Sommer deutlich häufiger, denn Thomas muss dort immer die PERFEKTE (und ich schreibe das mit Absicht groß) Wassermelone kaufen. Das erfordert immer einen gewissen Auswahlprozeß und erstaunlicherweise liegt er selten daneben.
Der Sommer ist allerdings fern. Immerhin, heute hat der Frühling schon ein wenig ums Eck geguckt.
Tatsächlich waren wir heute unterwegs, weil ich beim türkischen Supermarkt gerne Gewürze und ab und an auch Geflügelfleisch kaufe.
Momentan ist Ramadan, Muslime fasten zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
Zum täglichen Iftar, dem Fastenbrechen am Abend, werden nach den traditionellen Datteln und Wasser in vielen Familen sehr reichhaltige Hauptspeisen gereicht. Entsprechend gut gefüllt war die eh
immer wunderbare Fleischauslage beim Markt unserer Wahl. Tja, da konnte ich einfach nicht vorbei gehen. Hähnchenkoteletts Tavuk pirzola mussten mit!
Na, wie war Euer Tag?
Nasse Füsse bekommen, blöd angeredet worden, den großen Zeh gestoßen, an der Supermarktkasse, die Ihr ausgesucht habt, sortiert einer vor Euch minutenlang seine Kupfermünzen, um dann festzustellen, dass der Betrag doch nicht reicht, dann niest Euch auch noch einer an und zum guten Schluss fällt das Würstchen aus dem Anti-Stress-Hot-Dog, den Ihr Euch eigentlich nach dem Einkauf verdient hattet?
Jo, kommt vor. That´s life!
Lasst uns Gemüse verprügeln, das hilft!
Mit Blick auf mein Rezeptverzeichnis könnte man allerdings meinen, ich hätte tatsächlich ein kleines, Wut-Problem. Ich hab schon Gurken geschlagen und Kartoffeln gecrushed und soll ich Euch was verraten?
Das hilft nicht nur, das schmeckt auch noch gut, denn so nimmt das Gemüse deutlich mehr Geschmack vom Dressing bzw. Topping an. Tja, heute müssen also kleine, unschuldige Radieschen dran
glauben. Sorry, not sorry, wir legen schnelle, butterzarte Smashed Radish asiatisch ein. Die sind binnen einer halben Stunde verzehrfertig.
Völlig egal, wie die kleinen oder auch mal größeren Bällchen aus Hackfleisch bei Euch heißen mögen, Tatsache ist doch, Buletten, oder wie es bei uns heißt, Fleischküchle, gibt es in fast allen Kulturen.
Es gibt sie in verschiedenen Varianten, warm, kalt oder irgendwo dazwischen, mit allerlei Gemüse, aus vielerlei Fleisch, mal mit Ketchup, mal zwischen zwei Brötchenhälften, mit Pommes, mit Bratkartoffeln oder auch mal üppig in Sauce ertränkt mit einem Klecks Preiselbeerkompott.
Tatsache ist allerdings, dass es nur eine, wirklich wahre, einzige, wunderbare, echte Variante gibt:
Das sind die Fleischküchle meiner Oma Marie. Damals noch auch selbst gewolftem Schweinehack, heftig nach Knoblauch duftend und zum Mittagessen nach der Schule in Schweineschmalz gebraten.
Der Klassiker. Nur so!
Ich mache ja nicht bei vielen sogenannten Foodfeiertagen mit, aber auf Einladung der wunderbaren Susan vom Food & Lifestyleblog Labsalliebe habe ich nun schon ein paar Jahre immer am 26. Februar zum Tag der Pistazie ein Rezept am Start.
Mal aufwendiger, mal weniger aufwendig, aber immer schön nussig und pistazienhaltig, wie es sich gehört!
Ok, in diesem Jahr mache ich es mir echt leicht, denn meine herzhafte Pistazien-Frischkäse-Creme ist echt ein rezepttechnisches Leichtgewicht.
Mal vom Aufwand abgesehen, die Pistazien von Hand schälen zu müssen, kommt die ganze Köstlichkeit mit ganz wenigen Zutaten aus und ist im Handumdrehen (bzw. Mixerumdrehen) fertig.
Ich glaube, ich war etwa sechs Jahre alt, als ich mit meinen Eltern in Istanbul war und dort die ersten Pistazien probieren durfte.
Seither liebe ich die kleinen grünen Nüsschen, die - ja ja, ich wiederhole mich alle Jahre wieder - botanisch gesehen ja eigentlich gar keine Nüsse sind. Lecker sind sie aber
allemal.
Habt Ihr neulich meine selbstgemachte Zitrusmarmelade gesehen? Ist schon ein paar Tage her, ich weiß.
Ich mag die unheimlich gerne. Vor allem auf warmem Buttertoast zum Frühstück.
Problem: Ich habe sechs Gläser davon, bin die einzige hier im Haus, die sie gerne mag und wir frühstücken eh nur am Sonntag, wenn überhaupt.
Nun weiß ich zufällig, dass demnächst schon wieder eine Kiste mit sonnengereiften Orangen bei uns eintreffen wird. Ok, nicht ganz so zufällig. Wir haben eine Crowdfarming-Kiste abonniert und im Moment läuft die Orangenernte in Spanien noch in vollen Zügen.
Hence mehr Orangen, als wir zwei vertilgen können.
Bei aller Zitrus-Liebe, ich habe mich bestelltechnisch mal wieder ein wenig übernommen und verwerte gerade Orangen, wo ich nur kann.
Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass ich diversen Menschen von der Marmelade angeboten und dann vergessen habe, auch wirklich zu liefern... Ups.
Da sag noch einer, Foodieblättchen wären nicht lehrreich! Lesen bildet und in diesem Fall nährt es noch dazu.
Ok, ich gebe eine ganze Menge Geld für Kochbücher und -zeitschriften aus, aber hey, erstens ist das mein Beruf und zweitens... man gönnt sich ja sonst nichts, gell? Um die Papierflut in Grenzen zu halten, habe ich mittlerweile zumindest einige Zeitschriften aus dem Ausland digital abonniert, was mir wiederum viele, viele internationale Anregungen beschert.
Jedenfalls bin ich neulich in einer französichen Kochzeitschrift auf ein Rezept gestoßen, das dort unter Rillettes de thon lief.
Das hat mich neugierig gemacht, denn mit Rillettes verbinde ich den traditionellen französischen Brotaufstrich, für den meist Enten- oder Gänsefleisch sehr lange sanft im eigenen Fett gegart und dann fein gezupft wird.
Das landet dann oft mit weiteren erlesenen Zutaten gemischt in einer Art Schmalztopf, um dann als feine, leicht rustikale Vorspeise auf knusprigem Brot zu landen.
Während mein Englisch ziemlich flüssig ist, holpere ich mich schon seit Schulzeiten durch die französische Sprache. Es geht, aber es ist mühsam. Entsprechend musste ich das Rezept zweimal lesen,
ehe mir klar wurde, Rillettes de Thon ist ein stinknormaler Thunfischaufstrich aus Dosenfisch und damit genau das, was der männliche Part im Hause zimtkringel unheimlich gerne mag. Den löffelt er
ohne Problem auch ohne Brot ruckzuck weg.
Guten Tag, ich bin´s, die Frau mit den zwölfzig Gläschen, Töpfchen und Tiegelchen im Kühlschrank.
Kennt Ihr das auch? Für ein Rezept braucht es viereinhalb Kapern, drei Löffel Marmelade oder vielleicht eine halbe getrocknete Tomate.
Nachher steht der Kühlschrank voller angebrochener Gläschen und Packungen, die langsam aber sicher immer weiter nach hinten wandern und irgendwann völlig aus dem Gesichtsfeld und damit aus dem Gedächtnis verschwinden.
Nun stellt Euch das mal bei jemandem vor, der zum einen sehr neugierig auf allerlei Aromen und Geschmäcker ist und der zum anderen, wie es der Zufall will, vielleiiiiiiiiicht einen kleinen Foodblog betreibt. Genau Sherlock, ich spreche von mir. Kühlschrank, Schränke und Keller sind voll und mir tut es schwabenbedingt unglaublich leid, wenn ich etwas irgendwo in den Tiefen der Schränke vergessen habe und das dann entsorgen muss. Ja, ich leide unter erklärter Kühlschrank-Demenz.
Was ich nicht sehe, vergesse ich schlagartig.
Hab ich schon erwähnt, dass hier im Haus zwei ganz unterschiedliche Menschen wohnen?
Eine, die unheimlich gerne kocht und ganz viel ausprobieren will. Und ein anderer, der vor 26 Jahren gesagt hat, dass es fast nichts gibt, das er nicht essen mag. Kicher. Ja genau.
Einer davon hat seine Meinung mittlerweile geändert. Ratet mal, wer!
Der arme, arme Herr zimtkringel muss immer Sachen essen, die er nicht mag. (Muss er natürlich nicht.)
Aber ich bekomme immer wieder Zuschriften, die voll Mitleid mit dem guten Mann sind.
Um das nochmal zu betonen: In zimtkringeltown muss niemand Dinge essen, die er oder sie nicht mag. Und es hungert auch niemand, denn wir haben immer einen geheimen Vorrat im Haus: Gar
köstliche Ramensuppen und viele, viele Dosen mit Ravioli. Man(n) weiß nämlich nie, wann die komische Foodbloggerin wieder Gerichte kocht, die gegen die Menschenrechte verstoßen.
Wie viele von Euch wohl wissen, stammt der männliche Part von zimtkringel aus der Schweiz, ist aber schon viele, viele Jahre hier im Herzen des Schwabenlandes daheim. Tatsächlich stelle ich immer wieder fest, dass der Mann deutlich mehr Menschen hier im Dorf und der ganzen Umgebung kennt, als das bei mir wahrscheinlich jemals der Fall sein wird.
Trotzdem und gerade deshalb versuche ich mich immer mal wieder an Rezepten aus seiner Heimat. (Suchet im Suchfeld Schweiz, so werdet Ihr finden!) Manche Versuche waren mit mehr Erfolg gekrönt, manche mit weniger. Und während sich einige davon permanent auf unserem Speiseplan halten, laufen andere streng unter "Gut, ich hab´s probiert, sprechen wir nicht mehr darüber...".
Warum ich das jetzt gerade mal wieder erwähne? Nun, weil bei Zorra vom kochtopf mal wieder
ein Blog-Event ansteht. Das 226te in Reihe! Diesmal ist Anika von Ani’s bunte
Küche Gastgeberin und hat sie hat das Motto Winterküche mit Herz für die Liebsten ausgesucht.
Die Gelegenheit für mich, mal wieder in Schweizer Rezeptverzeichnissen zu kramen und mit einem Gericht ums Eck zu kommen, das meinem ganz speziellen Liebsten heimatliche Gefühle bringen sollte. Also hopp, in SwissMilk, Betty Bossy, Migusto und marmite gekramt und noch dazu alle meine nicht wenigen Schweizer Kochbücher aus den Regalen gezogen und jaaaaa fündig geworden!
Der Frühling läßt hier in Schwabilon noch ein wenig auf sich warten, der alpine Gatte schaut in jeder freien Minute Olympische Winterspiele, mich dagegen veranlasst das graue Wetter vor allem zu einem: Schmorgerichte.
Ja, ich bin eben ein etwas schlichtes Gemüt: Sommer? Essen! Winter? Essen! Morgens, mittags, abends? Für jede Jahreszeit, Tageszeit, Stimmung findet sich mit etwas Geduld das passende Rezept...
Nun ist Coq au Vin, also Huhn in Rotweinsauce nicht zwingend ein Wintergericht.
Diesen Februar legen wir bei der Kulinarischen Weltreise eine Sonderrunde ein.
Wir bekochen kein spezielles Land, sondern zeigen diesmal, wie viele Varianten eines Gerichtes es rund um die Welt gibt.
Thema ist Eintopf weltweit und ich bin schon gespannt, was sich bei den Mitköchinnen und -köchen alles finden wird.
Zuerst habe ich ins Nachbarland geschielt und eine ganze Menge französischer Eintöpfe erwogen, angefangen von Ratatouille über Cassoulet bis hin zum Elsässer Baeckeoffe. Irgendwann zeige ich die auch noch, denn die stehen schon lange auf meiner kopfinternen Kochliste.
Dann ging mein Blick kurz gen Skandinavien um letztlich in einer ganz anderen Ecke zu landen: Irland!
Und nein, nix mit Lamm. Danke der Nachfrage. Vielmehr eine ebenso einfaches, wie leckeres Wohlfühlessen mit Wurst, Kartoffeln und Speck: Dublin Coddle!
Bei mir findet man extrem selten Vorstellungen von Produkten, Waren, Lebensmitteln oder gar Restaurants.
Das ein oder andere Kochbuch taucht mal auf, aber auch das nur noch sehr selten.
Entweder fehlt mir die Neigung zum Bildungsauftrag oder es liegt einfach daran, dass ich so selten etwas für mich Neues entdecke, das ich noch dazu unter die Menschheit bringen will.
Oder ich bin einfach faul.
Das könnte natürlich auch sein.
Deshalb, Surprise, Tusch und Applaus!
Ja, ich hab tatsächlich etwas für mich noch Neues probiert!
In meine letzten CrowdFarming-Kiste habe ich mir Cherimoya gewünscht und auch bekommen.
Huch, der erste Sonntag des Monats kam diesmal aber irgendwie überraschend...
Ok, wie gut, dass ich ein Rezept für ein winterliches Süppchen parat hatte, denn wie an jedem ersten Sonntag des Monats kochen wir Leckeres-für-jeden-Tag-Blogger auch diesmal wieder nach einem gemeinsamen Motto.
Das lautet diesmal "Seelenwärmer und Comfort Food" und was würde da besser passen, als mein cremig-fruchtiges Süppchen aus dem Instant Pot aka Multikocher?
Hier
kommt also Kürbisuppe mit einem Hauch Orange und fürs würzige Gschmäckle darf sich jeder nach Lust und Laune Würzöl in den Teller tropfen. Sei es selbstgemacht wie hier oder wie bei mir heute Chili-Knoblauch-Öl, das mir das
Christkind direkt vom Lieblingshofmarkt
gebracht und unter den Weihnachtsbaum gelegt hat.
Zeit, die Küchenmaschine heraus zu holen, denn wir haben mal wieder synchron gebacken und das Nachbacken lohnt sich hier garantiert!
Zorra hat zum immerhin 87ten Synchronbacken eine böhmische Spezialität ausgesucht: Kolatschen nach einem Rezept aus dem Newsletter von Andrew (Worldloaf). Mit Klick auf den Link landet Ihr beim englischen Originalrezept.
Kolatschen kenne ich noch von meiner Oma Marie.
Bei ihr gab es Kolatschen mit Klecksel-Füllung, soll heißen mit Klecksen aus süßem Quark, aus Mohnmasse, Zwetschgenmus und Apfelmus. Alles auf einer Kolatsche. Das mochte ich sehr gerne.
Zum Synchronbacken soll es eine Apfelfüllung mit Streuseln sein.
Ich freu mich drauf!
Dieses Rezept funktioniert sowohl mit direktem Durchlauf, als auch mit Übernachtgare. Da ich mal wieder viel zu spät begonnen habe, wird mein Hefeteig die Nacht im Kühlschrank
verbringen.
Im Januar 2026 ist die kulinarische Weltreise auf dem Balkan unterwegs.
Albanien ist diesmal das Ziel der Wahl.
Bei einem ersten schnellen Blick auf diverse Kochseiten mit Nationalspeisen war klar, der Herr zimtkringel würde sich freuen. Zitat aus einer Touristikseite: Die albanische Küche ist überwiegend fleischlastig.
Tja, dumm gelaufen für den armen Karnivoren.
Ich habe mir nämlich ein komplett vegetarisches Gericht ausgesucht: Fërgesë Tirane.
Noch dazu mit Feta. Böse Frau zimtkringel!
Fërgesë Tirane, übersetzt Tirana-Auflauf, kommt mit nur wenigen Zutaten aus, was mir wiederum sehr entgegen kommt.
Bei uns gibt es knuspriges Baguette dazu, in vielen Rezepten wird aber auch gerne Reis als Beilage gereicht. Ich geb´s ja zu, ich habe es mir wieder ganz schön leicht gemacht, aber hey, der
Auflauf schmeckt auch jetzt, mitten im Winter wunderbar nach Urlaub. Wenn dieses Jahr die eigenen Tomaten reif sind, mache ich den nächsten Versuch mit sonnengereiftem
Gemüse.
Dreikönigstag in Schwaben. (Ja, liegt auch ein wenig zurück.) Jedenfalls ist das bei uns ein Feiertag, der dieses Jahr allerdings gleich mal mit Schneeräumen rund ums Haus begonnen hatte. Es war kalt!
Das ließ mich bereits am frühen Morgen, Besen in der Hand und schneekehrende, überaus mitteilsame Nachbarn um mich herum, überdenken, was das wohl küchentechnisch bedeuten würde.
Ganz nebenher war natürlich auch noch spannend, was der Kühlschrank am Feiertag so hergab.
Gut, so ganz ungeplant war das Küchenabenteuer natürlich nicht. Selbst ich habe nicht mal aus Versehen ein Paket mit Rindersuppenfleisch im Kühlschrank herumliegen.
Die letzten Lichter und Dekorationen sind nun auch schon eine ganze Weile wieder weg geräumt.
Selbst ich muss langsam zugeben, Weihnachten ist eindeutig vorbei!
Wenn ich allerdings in meinen Küchenschrank gucke, gucken noch ein paar Reste traurig zurück. Die halbe Tüte Spekulatius will keiner mehr und die Flasche Glühwein steht auch in der Ecke. Letztere hatte ich als super innovative Zutat zu einem Adventsdessert gekauft. Super einfallsreich. Nicht.
Danach ist die Bombenidee irgendwie verpufft, soll heißen, der erste, zweite, dritte, vierte Advent kam und ging, dann die Weihnachtsfeiertage, Silvester und Neujahr... und das Dessert kam nie auf den Tisch. Nun wäre ich nicht Schwäbin, wenn ich das gute Zeug verkommen lassen würde.
Wir basteln einen Rührkuchen daraus!
Übrigens habe ich Samstag beim Einkaufen die ersten Schokohasen in den Regalen entdeckt. Ich weiß ja nun auch nicht... wobei ich zu den Menschen gehöre, die im Hochsommer die ersten Lebkuchen
kaufen. Nur ein Paket und dann ist Schluß bis zum Advent. Die essen wir aber zur Not auch bei 30 Grad im Schatten auf der Terrasse. Da kennen wir nix. Osterzeug habe ich aber noch nicht
gekauft.
Nerv, nerv, nerv. Jetzt nervt die alte Frau zimtkringel schon wieder mit ihrem doofen Instant Pot.
Keine Sorge, das relativ milde Panang Curry könnt Ihr auch im ganz normalen Topf kochen.
Dauert bissele länger, aber hey, es schmeckt trotzdem wunderbar!
Bei mir kommt es noch einmal aus dem Instant Pot und dann, ich verspreche es, lasse ich Euch mit dem Teil auch in Ruhe... ach nee... stimmt ja nicht. So ein bis dreizehn Küchenexperimente mit dem etwas unhandlichen, aber trotzdem tollen Teil folgen wohl noch. Tja, sorry, not sorry!
Nach den eher herzhaften Gerichten der letzten Tage war es mir heute jedenfalls nach leichter Thai-Küche.
Da kam mir das Curry gerade recht.
Mit Hähnchen, Kokosmilch und Limette zu Jasminreis. Der kommt diesmal übrigens auch aus dem Instant Pot, weil ich es mal ausprobieren wollte, aber hey, damit lasse ich Euch in Ruhe. ...nur
soviel (hihi, ich kann´s nicht lassen): Abgesehen vom Indischen Würzreis, der echt relativ aufwendig ist, ist mir Reis bisher
selten so gelungen, wie hier im Pot!
Juppheidi und Trallalla, sagt, nerve ich langsam aber sicher mit meinen ganzen Rezepten aus dem Instant Pot aka Multikocher aka Dampfkochtopf?
Da müsst Ihr jetzt leider durch, ich habe nämlich noch immer Spaß an meinem Weihnachtsgeschenk.
Damit es nicht ganz so einseitig wird, zeige ich Euch heute aber eine Blumenkohlsuppe, die Ihr genauso gut auch im ganz normalen Kochtopf blubbern könnt. Dauert in dem Fall nicht einmal bedeutend länger.
Vor nunmehr acht Jahren habe ich hier übrigens schon einmal eine damals orientalisch angehauchte Blumenkohlsuppe gezeigt. Damals als Gastbeitrag für eine hochgeschätzte Bloggerkollegin. Das Rezept brachte mir damals, nebenbei erwähnt, meinen ersten Airfryer als Gewinn bei einem Rezeptwettbewerb ein.
Man sieht, das Thema Küchengeräte zieht sich bei mir kontinuierlich durch.
Nun, das heutige Rezept ist ein wenig herzhafter, mit Käse und Cabanossi und den hier in Schwaben sehr geschätzten Backerbsen.
Ich gebe es gerne zu, ich bin nicht unbedingt gesellig und mit den Jahren wird das auch nicht besser.
Tatsächlich gehöre ich sogar beim Bloggen zu denen, die nur ganz selten schauen, was die Kolleginnen und Kollegen so machen.
Deshalb versuche ich, bei Blogevents wie der Kulinarischen Weltreise dabei zu sein, um wenigstens ab und zu mit Menschen zu interagieren, die die Interessen teilen, die immerhin einen recht großen Teil meiner knappen Freizeit bestimmen.
Eine weitere Veranstaltung, die es uns Bloggern erlaubt, zumindest virtuelle Besuche zu machen, ist das geniale Blogevent Koch mein Rezept - Foodblogs neu entdeckt, organisiert von Volker von volkermampft.
Die Experimentierphase mit dem Multikocher hält bei mir noch immer an. Tja, tut mir leid für Euch, aber da müßt Ihr jetzt wohl durch.
Natürlich könnt Ihr dieses Rezept auch locker im normalen Dampfkochtopf zubereiten und auch im normalen Topf sollte es mit etwas Geduld gelingen.
Bei mir kommt eben zur Zeit das neue Küchenspielzeug zum Einsatz, aber das muss Euch nicht weiter tangieren.
Bestimmt habe ich demnächst keine Lust mehr auf gekochtes Zeug - oder, noch wahrscheinlicher, ich entdecke ein neues Küchengadget - und dann werden die Rezepte auch wieder etwas
abwechslungsreicher. Bis dahin zeige ich Euch aber erstmal dieses einfache, herzhafte Winterrezept aus dem Instant Pot. Bei den Aussentemperaturen kommt uns ein warmes Löffel-Gericht mit
viel Gemüse doch wohl sehr gelegen.
So, lang hat es nun wirklich nicht gedauert.
Genau ein Rezept, das Erbsenrisotto, habe ich nach vorgegebenem Rezept im Instant Pot gekocht, dann schon mit einer Rinderragout-Eigenkreation weiter gemacht, die ich Euch demnächst zeige und jetzt kommt also das erste süße Rezept.
Drückt die Daumen, dass meine Zitrusmarmelade gelingt, denn es handelt sich um ein Rezept ganz ohne Gelierzucker oder Pektinzugabe. OK, das ist bei Orangenmarmelade eh so gedacht, aber das heißt ja noch lange nicht, dass es auch so gelingt. Ich mag die leicht bittere, fruchtige und pappsüße Marmelade seit meinem ersten Aufenthalt in London. Ist schon ein Weilchen her....
Damals gab es bei uns daheim in erster Linie die selbst gemachten Marmeladen aus dem Obst, das im Gärtle meiner Oma wuchs, sprich Träuble (Johannisbeeren für Nichtschwaben), Erdbeeren und Kirschen. Orangen wachsen halt in Schwabilon eher selten.
Das Jahr 2025, so anders als alle anderen Jahre es auch für uns hier in zimtkringeltown war, ist fast vorbei. Fast hätte ich gesagt, püh, geschafft!
Zeit, ein wenig Normalität einkehren zu lassen und eine liebe alte Tradition zu pflegen: Traditionell nehmen wir auch diesmal zum Jahreswechsel wieder am kulinarischen Jahresrückblick für Foodblogger und Foodbloggerinnen, der Foodblogbilanz teil.
Wie bereits seit einigen Jahren laden die netten Menschen von Feed me up before you go-go dazu ein, auf unser Bloggerjahr zurückzublicken.
Wie immer dreht sich bei diesem jährlichen Blog-Event alles um die immer gleichen acht Fragen, die sich die Erfinderin der Foodblogbilanz vor inzwischen zwölf Jahren ausgedacht hat. Für uns eine
willkommene Gelegenheit, alles noch einmal Revue passieren zu lassen, für Euch hoffentlich ein wenig Unterhaltung, der Euch vielleicht die Wartezeit auf Fondue, Sekt und Feuerwerk verkürzt. Habt
Spaß!
Jo, ich gebe es zu, bei den letzten paar Stationen der kulinarischen Weltreise habe ich kurz aufs Land geschaut und mich dann heimlich still und leise aus der virtuellen Reisegruppe geschlichen.
Respekt für alle Mitreisenden, die durchgezogen haben und ohne mit der Wimper zu zucken Rezepte zum Beispiel zu Burkina Faso gesucht, gekocht und veröffentlicht haben!
Was ein Glück, dass das Reisejahr 2025 mit Spanien endet.
Da brauchte ich nicht lange zu überlegen.
Heute gibt es, wie relativ oft bei zimtkringels daheim, Empanada gallega, soll heißen mit Thunfisch gefüllte Teigpastete nach einem Rezept aus Galizien.
Ja, ich war schon häufiger in Spanien.
Nein, ich war noch nie in Galizien.
Nein, den Jakobsweg habe ich auch nicht gemacht, obwohl eine Etappe davon hier in direkter Nachbarschaft durch meine schwäbische Heimat führt.
enthält unverlante, unvergütete Werbung, denn wenn ich das Ding nicht nennen würde, würde der Artikel echt wenig Sinn machen. Wow, diesmal hat mich das Christkind echt überrascht. Schon am 23. lag ein ziemlich massives Paket unter dem geschmückten Baum, mit der strikten Anweisung, ich solle es ja nicht berühren.
Natürlich musste ich es nachts im Vorbeilaufen kurz ganz aus Versehen anstubsen. Hey, ich bin ü50, aber man wird ja wohl mal vorsichtig dran stoßen dürfen, wenn man eh zufällig vorbei läuft. Mehrmals.
Allerdings war ich nachher auch nicht viel schlauer.
Das Paket war groß und schwer. Punkt.
Wie gut, dass ich nicht neugierig bin.
Also, nicht sehr.
OK, ich bin extrem neugierig, da ich aber am heiligen Vormittag arbeiten war und der Gatte nachher quasi neben dem Baum saß, war die Gelegenheit zu weiteren Spionageversuchen
gering.
Liebe Menschen, langsam aber sicher kehrt ein wenig Ruhe ein und ja, bei uns steht auch schon der Weihnachtsbaum.
Die Frage ist in der zimtkringel-Weltzentrale ja meist nicht, ob oder gar wie früh er da steht, sondern eher, wie lange...
Mit zwei zwar nicht mehr ganz jungen, aber noch immer ein wenig seltsamen Katzen beträgt die Halbwertszeit unseres Weihnachtschmuckes oft nur wenige Tage.
Wie immer werde ich den Heiligen Vormittag arbeitend verbringen und die letzten und allerletzten Geschenke an den Mann und die Frau bringen.
Und wie immer werden wir die Feiertage dann recht ruhig und - was nun niemanden sehr verwundern wird - recht kalorienreich verbringen.
Ehe wir aber demnächst völlig in den Feiertagsmodus schalten, serviere ich Euch, wie es schon langsam gute alte Tradition ist, auch in diesem Jahr eine kleine Leckerei, diesmal in Form eines
Cocktails. In diesem Jahr stoßen wir mit einem Hot Aperol an.
Boah, kennt Ihr die Schokolade, die in zwei Schichten gegossen ist, unten dunkle Kaffeeschokolade und oben drauf eine Schicht weißer Schoki? Ich mag die unheimlich gerne!
Überhaupt finde ich alles, das ein wenig nach Mokka schmeckt ganz wunderbar.
Blöd nur, dass ich ein absolutes Weichei bin.
Kaffee nach 15 Uhr, und sei es auch nur wabbeldünne Plörre, bei der man noch den Tassenboden durchscheinen sieht, und ich kann mich von meinem Nachtschlaf verabschieden.
Das ist übrigens genau der Text, über den ich in meiner Jugend die Augen verdreht habe. Der kam von meinen Tanten gefühlt bei jedem Familienkaffee, immer dicht gefolgt von der Frage "Isch des
Hag?" Es standen nämlich immer zwei Kannen Kaffee auf dem Tisch: "Echter" Kaffee und der etwas dünn schmeckende koffeeinfreie, der bei uns in Schwaben nach dem Hersteller einfach Hag genannt
wurde. Tja, jetzt bin ich die alte Tante.
Was, schon wieder Weihnachten?
OK, wer es bisher noch nicht bemerkt hat - in den Supermärkten und in der Werbung befinden wir uns ja gefühlt seit Ende der Sommerferien in der Vorweihnachtszeit - dem kann man wahrscheinlich auch nicht mehr helfen.
Oder doch?
Ich habe mir hier bei zimkringels seit einigen Jahren vorgenommen, knapp vor Weihnachten ein günstiges, recht schnelles, relativ einfaches Rezept für ein kleines Geschenk aus der Küche zu zeigen.
Im letzten Jahr gab es Rosmarin-Knoblauch-Öl, das Jahr zuvor Schinken- und Salamichips, davor Knabbersterne, Bacon Jam und weiter zurück Weihnachts-Chutney und was nicht noch alles.
Langweile ich Euch langsam aber sicher mit meiner Vorliebe für Rohkost- und Krautsalat?
Ja, ich habe schon wieder ein Rezept am Start.
Hey, ich mag Coleslaw & Co.!
Tatsächlich habe ich in der vergangenen Woche für eine Veranstaltung ein paar Rezepte aus dem neuen Kochbuch eines sehr prominenten Koches zubereiten dürfen.
Unter anderem einen Krautsalat.
Der schmeckte im Original sehr, sehr gesund... Deshalb habe ich mir Gedanken gemacht, wie er mir eher schmecken würde. Heute habe ich das Rezept deutlich umgebastelt. Tatsächlich blieb nicht mehr
sehr viel vom urpsrünglichen Rezept übrig. Jetzt ist er zwar etwas weniger gesund, dafür aber genau so, wie ich ihn gerne mag. Sogar - dem Datum entsprechend - mit ein paar mehr oder weniger
weihnachtlichen Zutaten.
Der kulinarische Werdegang - und das darf ich als Schwäbin sagen - lautet in unseren Gefilden Brezel, Spätzle mit Soß, Maultaschen, Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle und LKW mit ABS.
Sagt Euch nix?
Nun, wir Schwaben lieben unseren LeberKäsWecken mit A Bissle Senf aka LKW mit ABS.
Nun gibt es Leberkäswecken bei uns bei jedem Bäcker, Metzger, an der Tanke und ich weiß nicht, wo noch überall. Die Meinungen gehen aber deutlich auseinander was Zusammenstellung, Qualität und nicht zuletzt Dicke der Leberkässcheiben angeht.
Leberkäse als Bezeichnung ist übrigens ziemlich irreführend, ist doch gar keine Leber drin.
Fleischkäse wäre wohl die passendere Bezeichnung. Wobei, Käse ist - ausser beim unsäglichen Pizzafleischkäse - meist auch nicht enthalten.
Bei mir findet Ihr heute eine Deluxe-Version, aufgepimpt mit Steinpilzen, Bratwurst, Zwiebeln und einer ganzen Menge Geschmack!
Wenn ich alle Schaltjahre mal Eis essen gehe, schaue ich für gewöhnlich eine gefühlte Viertelstunde in die Eiskarte und bestelle dann unweigerlich einen Amarenabecher.
Jedes. Einzelne. Mal.
Hey, ich liebe die knackigen, ultra zuckrigen Kirschen einfach!
Nun haben wir Anfang Dezember, es weihnachtet merklich und da wir auf dem Land wohnen, habe eh fast alle Eisdielen gerade geschlossen oder sind zu hippen PopUp-Stores für Beanies oder ähnlichem umfunktioniert.
Was mich wieder tief in mich gehen läßt, mit der allesumfassenden Frage, wer so viele stylische Häkelmützen braucht... Egal!
Wo war ich?
Ach ja, Amarenakirschen!
Ich komme aus einer Gegend, in der es an sich nur eine legitime, ultimative Variante der Kirschtorte gibt. Welche? Rischtiiiiiiisch, die Schwarzwälder Kirschtorte natürlich.
Tja, Pech, die backe ich heute nicht.
Wow, Foodbloggerin hier.
Foodblogger sind die Menschen, die stundenlang in der Küche rumpröddeln, wundervolle Gerichte auf den Tisch bringen, Rezepte schreiben und Hochglanzfotos machen.
Und dann gibt´s da noch mich:
Die Foodbloggerin, die "nebenher" Vollzeit im Buchhandel arbeitet, entsprechend lange Tage hat und bei der das Wochenende regelmäßig erst am Samstagnachmittag beginnt.
Nicht, dass wir deswegen essenstechnisch zu kurz kämen.
Allein ein Blick in den Spiegel zeigt, dass wir nicht gerade unterernährt sind.
Allerdings gibt es bei uns unter der Woche oft genug schnelle Küche.
Wenn ich am Samstag viel Zeit habe, ist und bleibt eine meiner liebsten Einkaufsquellen der Türkische Supermarkt in meiner schwäbischen Geburtstadt.
Ich entdecke immer wieder Neues.
Nicht zuletzt mag ich das absolut supergute Gebäck, das den ganzen Tag frisch gebacken wird und gleich im Eingangsbereich schon herrlich duftet.
Ich liebe Simit und die riesigen Fladenbrote sind auch der Hit!
Und erst die fluffigen Weißbrotlaibe!
Wobei bei fast allem dort tatsächlich die Betonung auf riesig liegt.
Nun lebe ich mit dem weltgrößten Brotverschmäher zusammen und meine liebste Brot-mit-Esserin, mit der ich meine Beute immer wunderbar teilen konnte, isst leider nicht mehr mit.
Bei aller Liebe, selbst ich kann diese Riesenteile nicht alleine vertilgen.
Aber Nachbacken - in klein - müsste doch vielleicht möglich sein?
Mein liebster Salat zu Kinderzeiten war der "Andivie" meiner Oma Marie. Sie sprach den mit ganz langem I am Ende aus.
Ich gebe es zu, ich war fast 20, als mir aufging, dass der Salat Endivie heißt...
Bei meiner Oma wurde der Salat fein geschnitten und danach noch eine Viertelstunde in warmes Wasser gelegt, um die Bitterstoffe zu mildern.
Dann kam er in eine Vinaigrette mit Zwiebeln.
Meistens mache ich das ebenso.
Was die Bitterstoffe angeht, bin ich entweder weniger empfindlich oder man hat die heutigen Sorten weniger bitter gezüchtet. Letzteres, nehme ich an.
Ich lege den geschnittenen Salat zwar auch ins lauwarme Wasser, ich bin mir aber gar nicht sicher, ob das mehr mit "weil Oma das so gemacht hat" oder mit wirklicher Zweckmäßigkeit zu tun hat.
Beim letzen Einkauf habe ich eine monstermäßige Endivie gefunden, an der wir mit Sicherheit mehrmals essen werden.
Zeit für Variationen!
Ich mag Kapern wirklich gerne.
Ich gehe sogar so weit, dass ich die kleinen, sauren Dingerchen bei Gelegenheit direkt aus dem Glas esse. Am liebsten sind sie mir aber in meinen eingelegten getrockneten Tomaten, die es schon vor Jahren auf den Blog geschafft haben.
Ausser in Vitello tonnato bzw. Pollo tonnato und bei den Ofenkartoffeln tonnato kommen Kapern bei uns aber relativ selten zum Einsatz. Nicht jeder ist Fan.
Heute dagegen spielen sie zumindest eine tragende Rolle.
Hab ich schon erwähnt, dass ich die Königin des Dippens bin?
Ja, ja, ich weiß, ich wiederhole mich. Aber ich mag halt Sößchen und Dips unheimlich gerne.
Wahrscheinlich kommt da mein Hang zum schlampigen Essen durch. Ich finde es extrem entspannend, im Sessel zu sitzen, True Crime zu gucken und dabei knuspriges Brot in leckere Sauce zu tunken.
Die Freuden fortgeschrittenen Lebens, wie mir scheint.
Andere erleben Abenteuer, ich dippe. Immerhin erlebe ich Abenteuer ohne Ende, wenn ich versuche, die beim Dippen entstandenen Saucenflecken wieder aus den Shirts zu bekommen.
Mitte November, langsam aber sicher wird´s allüberall immer weihnachtlicher.
Ein Grund für Zorra, für das 86te Synchronbacken ein Rezept für Norwegisches Weihnachtsbrot Julebrød, auch Julekake genannt, auszusuchen.
Das Originalrezept ergibt vier Brote!
Ich habe es für uns auf ein Viertel herunter gekürzt. Ein Brot reicht uns locker.
Und, Julebrød enthält, wie viele skandinavische Advents- und Weihnachtsrezepte ganz schön viel Kardamom.
Wurx. An dieser Stelle kommt ein unhöfliches Geräusch aus meiner Richtung. Kardamom mag ich nicht. Aber mal so ganz und gar nicht! Schenkt mir eine Tafel Weihnachtsschokolade und seht mich am Horizont verschwinden!
Nun war ich etwas hin- und hergerissen, ob ich es um der Authentizität willen trotzdem in den Teig geben sollte.
NEIN. Ich bring´s nicht über mich! Mein Julebrød wird das erste kardamom-lose Julebrød ever.
Ha! Nennt mit Synchronback-Rebellin!
Manchmal verblüffe ich mich echt selbst.
Quell wiederholter Verwunderung ist zum Beispiel mein Rezept für Cuacamole, das ich vor Jahren hier gepostet habe. Also, nicht wegen des Rezeptes. Das nutze ich nach wie vor so oder zumindest ähnlich. Vielmehr wegen der Farbe, die ungünstige Beleuchtung und die Kamera meiner Avocadocreme damals verpaßt haben.
Irgendwie grell und igitt.
Ich schwöre, normalerweise sieht Guacamole bei mir nicht wie neongrüne Knetmasse aus. Ischschwör!
Ich habe Mangos. Für unsere Verhältnisse echt viele, viele Mangos.
Grund dafür ist die letzte CrowdFarming-Kiste, die uns diese Woche erreicht hat.
Mit Avocados, Kaki und Mangos aus europäischem Anbau war sie diesmal ziemlich exotisch gefüllt und deshalb wenig Gatten-kompatibel, soll heißen, ich bin die einzige, die die Früchte roh und pur mag.
Vorgestern habe ich schon einige in den Obstsalat geschmuggelt, heute werde ich nun deutlich offensiver. Es gibt Mango Lassi!
Zum einen, weil das traditionelle indische Getränk gut schmeckt, dann, weil es echt gesund ist, aber vor allem, und das gebe ich offen zu, weil es mir unglaublich widerstrebt, völlig einwandfreie
Früchte verderben zu lassen. Hier wird alles verwertet. Basta! Falls Euch Lassie fremd ist: Es handelt sich dabei um ein Joghurtgetränk aus dem südasiatischen Raum, das vor allem in Indien,
Pakistan und Bangladesch beheimatet ist und im Wesentlichen aus Joghurt, Wasser und/oder Milch, Gewürzen und oft Obst besteht.
Jo. Das ist keine echte, wirkliche, originäre Sauce Bolognese. Ismirklar, isjarecht.
Das mal gesagt zeige ich Euch heute, was bei uns so unter Bolo läuft. Weniger lange geschmort, ziemlich eingedeutschte Zutaten und auch ganz anders, als der hauseigene Schweizer seine Bolo beispielsweise braut.
Das hier ist meine Glücklichmach-Tomaten-Hackfleischsauce.
So wie ich sie meistens mache und so, wie ich sie gerne esse. Also, sofern ich sie selbst kochen muss. Noch lieber mag ich es, wenn der Gatte Bolo braut.
Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag. Heute gibt es also Wohlfühlessen aus dem Pastatopf und so wie ich koche, reicht es für morgen auch noch. Üppig.
Um diese Zeit im Jahr werde ich gerne ein wenig melancholisch.
In diesem Jahr ganz besonders.
Tatsächlich war es früher so, dass bei uns um den Martinstag herum Gans auf den Tisch kam.
Mein Papa hatte am 14. November Geburtstag und wünschte sich Gänsebraten mit Knödeln, Maronen und Rotkohl. Und weil er gerne einlud, kamen alle seine Arbeiter und natürlich die ganze Familie.
Da wurden dann neben den beiden Backöfen im Haus manchmal sogar die Küchen der Tanten rundum mit Gänsebrätern ausgestattet.
Im Nachhinein weiß ich natürlich, was das für ein Stress für meine Mama und meine Oma war. Damals fand ich es einfach wunderbar, von der Schule heim zu kommen und den gedeckten Tisch und viele fröhliche Menschen vorzufinden, für die das jährliche Gänseessen ein großes Event war.
Nun, die meisten, die damals um den Tisch saßen, gibt es heute nicht mehr.
Gans und Ente esse ich heute noch sehr gerne, wenn auch deutlich seltener und oft in eher asiatischer Form.
Wenn man bei uns in Schwaben ein nahrhaftes Gericht haben will, weil es einem vielleicht kalt ist oder man nass geworden ist, man Schnee schippen musste oder einfach der Magen knurrt, wenn man mal genervt ist und man den ganzen Tag nur von A nach B gerannt ist, kurz, wenn man etwas Tröstendes, Wärmendes braucht, dann sagt man:
Jetzt brauch i ebbas Reachts!
Und ebbas Reachts, das ist in meinem Fall dann oft Eintopf oder Suppe, gerne mit Kartoffeln und Gemüse.
Wenn man mich Schwäbin dann noch richtig glücklich machen will, dann müssen schwäbische Saitenwürstle - andernorts heißen sie Frankfurter oder Wienerle - mit in den Topf.
So ein Kartoffeltopf wärmt Körper und Seele. Bilde ich mir zumindest ein.
Deshalb bekommt mein liebstes GoTo-Rezept für ungemütliche Tage auch in diesem Monat bei der Foodblogparty der Leckeres für jeden Tag Blogger mit dem Thema Kreative Winterküche
einen eigenen Auftritt.
Wie doch die Zeit vergeht! Schon steht das neue Blogevent bei Zorra vom kochtopf auf dem Programm.
Wobei mein heutiges Rezept locker auch zum vergangenen Event rund um Pilze gepaßt hätte.
Adele & Lukas von Yummy Lavender wünschen sich als Gastgeber des laufenden Events nämlich
Herbstgenüsse für goldene Tage & dunkle Nächte.
Ich nehme das als Anlass, für mich echte Wohlfühlküche auf den Tisch zu bringen.
Ich liebe die Semmelknödel meiner Mama Erika. Zu Semmelknödeln schmeckt mir eine rahmige, herbstliche Pilzsauce ganz besonders gut.
Nun habe ich am Wochenende das erste Mal Semmelknödel als Gugelhupf im Backofen gebacken und die Scheiben
davon, golden in Butter gebraten, sind die perfekte Unterlage zur Pilzsauce.
Mein Tag beginnt für gewöhnlich mit einer großen Tasse Milchkaffee. Frühstück Ende!
Am Wochenende sieht das anders aus.
Da zelebrieren wir durchaus die goldene Kaffeestunde und probieren gerne allerhand Kaffeehaltiges aus.
Das kann schon auch mal Vietnamesischer Ca Phe sein, bei dem ich nach zwei Tassen ehrlich gesagt das Gefühl hatte, eine Woche nicht schlafen zu können. Konnte ich auch nicht, was mich nicht davon abgehalten hat, das Zeug eine zeitlang zu jeder Tages- und Nachtzeit zu brauen.
Schlaf wird eh überbewertet.
Ich hab auch schon Lebkuchen Kaffee Grog gebastelt, der mehr Dessert als Getränk war und irgendwo hat sich auch noch Barraquito und sogar eine Mokka-Pavlowa versteckt.
Bei näherem Hinsehen finden sich mit Sicherheit noch mehr Kaffeerezepte. Irgendwo. Ich hab schon längst die Übersicht verloren. Aber Kaffee gibts viel und oft.
Bei uns daheim ist die Aufteilung recht simpel:
Der Gatte steht auf Braten, Steak, Gulasch, ich mag eher die Beilagen.
Wir Schwaben werden groß mit Spätzle und Soß.
Das gilt auch für mich.
Erst groß, dann breit...
Es gibt eigentlich nur eins, was kulinarisch gesehen noch geiler ist: Knödel mit Soß! Yessssssss!
Das Semmelknödelrezept meiner Mama ist ja eh langsam legendär.
Vorgestern waren der fleischfressende Gatte und ich mal wieder parallel beim Bäcker und haben Brötchen gekauft und dann doch kein einziges davon gebraucht.
Kritharotto, wasn das?
Als großer Fan klarer Sprache tun mit solche Wortpuzzle ehrlich gesagt fast ein wenig weh. Tatsächlich mag ich es aber, wenn man schon im Titel lesen kann, was nachher auf den Teller kommt.
Zumindest phasenweise.
Wenn man gut raten kann.
Oder mich und meine Schreibweise ein wenig kennt.
Is auch egal.
Also: Auf den Teller kommt diesmal eine risotto-ähnliche Speise, die eben auf den Reis verzichtet und dafür Kritharakinudeln nutzt. Ziel ist es ganz klar, dem Gatten den bereits vor Tagen
gekauften güldenen Hokkaidokürbis unterzujubeln. Kürbis gehört nämlich für ihn zu den Zutaten, die man(n) eigentlich nicht braucht. Nie nicht.
Alle Jahre wieder am 16. Oktober feiern Foodblogger aus aller Welt den World Bread Day.
Dieses Jahr bereits zum 20ten Mal! Schaut Euch nur mal die tollen Resultate der letzten Jahre an:
Auch in diesem Jahr hat die formidable Zorra vom Blog 1 x UMRÜHREN BITTE aka KOCHTOPF zum Backen eingeladen und wieder sind viele, viele Blogger ihrem Aufruf gefolgt.
Schaut Euch dann unbedingt die Zusammenfassung bei ihr an!
Zorra vom Kochtopf wünscht sich für ihr 223tes Blogevent Felix von FEL!X KITCHEN als Gastgeber. Felix wünscht sich Gerichte mit Pilzen von den Teilnehmern. Und zu guter Letzt: Thomas, der Herr zimtkringel, wünscht sich Garnelen zum Abendessen.
Und ich? Ich wünsch mit ein leckeres Essen, das einigermaßen flott geht. Was tun? Dilemma!
Oder auch nicht. Ich haue einfach Pilze und Garnelen in die Pfanne, packe ein paar Nudeln dazu und schon sind alle glücklich.
Ach ja, das Ganze heißt dann Spaghetti Mare e Monti und ich verspreche Euch, das wird lecker!
enthält Werbung* Wer hier ab und zu liest, dem wird vielleicht aufgefallen sein, dass ich schon lange keine Werbung mehr mache.
Es fehlen nicht die Angebote, meist fehlen mir eher Zeit und Lust.
Ab und zu begegnen mir aber Produkte, die so ganz und gar wie für mich gemacht sind. Juhuuuuu!
Vor einiger Zeit habe ich hier einen selbstgemachten Honig mit Chili gezeigt, was mir wohl die Aufmerksamkeit von Julian und Max, den Machern von hottey, Deutschlands erstem Hot Honey beschert hat.
Die beiden haben mit gefragt, ob ich Lust hätte, die ungewöhnliche Aromenexplosion aus der gelben Flasche zu testen.
Nachdem ich die letzte Foodblogparty der Leckeres für jeden Tag - Blogger glorios verpennt habe, bin ich diesmal wieder am Start.
Das Thema des Monats Oktober ist Frühstück!
Ja... also... dafür, dass wir eigentlich nur am Sonntag frühstücken, gibt es bei zimtkringel doch schon eine ganze Menge Frühstücksrezepte. Das liegt daran, dass ich so gerne schöne Frühstücke plane.
Zur Umsetzung kommen sie dann allerdings nicht immer.
Besser gesagt oft genug nicht.
Ich stelle mir immer knusprige Brötchen mit Honig und Konfitüre vor und bin deshalb notorische Marmeladen- und Konfitürenkäuferin. Aus oben genannten Gründen. Ich bin allerdings eine ebenso
berüchtigte Marmeladen- und Konfitürenwegschmeisserin. Die Dinger tendieren bei uns nämlich dazu, einmal auf den Frühstückstisch zu kommen, dann ganz nach hinten in den Monsterkühlschrank zu
wandern und dann irgendwann entsorgt zu werden. Schande, ich weiß!
Kann man mir vorwerfen, dass ich übertreibe? Kann man nicht, oder?
Doch, kann man.
Aber mal gleich so total!
Nach einer heftigen Airfryer-Phase vor einigen Jahren schlief der ganze Hype um die hochgelobte Heißluftfritteuse in der zimtkringelschen Küche irgendwann ein.
Ja, das Thema schlummerte sogar gut drei Jahre komplett.
Das ging so weit, dass ich eines der hochgelobten Geräte komplett weiter gab und das zweite gar nicht erst ausgepackt habe.
Ja, ja, ich weiß, Luxusprobleme. Aber als Foodblogger hat man oft mehr Projekte - in meinem Fall dann auch mehr Küchengeräte - als man überhaupt bedienen kann.
Manche Themen drängen sich quasi dazwischen und beanspruchen Zeit.
Es mag anders aussehen, aber selbst wir können nur begrenzt essen.
Maximal murmelmurmel Mahlzeiten am Tag.
Plus Snacks. Imbisse. Kleine Kostproben.
Und die warmen Getränke mit Kuchen nicht zu vergessen...
Die Mango (Mangifera indica) bezeichnet eine tropische Pflanze und deren Frucht. Der Mangobaum ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mangos (Mangifera) innerhalb der Familie Sumachgewächse (Anacardiaceae). Der Mangobaum wird häufig kultiviert, liefert Obst sowie Öl und wird als Heilpflanze verwendet.
Ich dachte, ich erwähn`s mal.
Und hab`s direkt aus der Wikipedia abgekupfert. Wollt ich auch erwähnt haben.
Tatsächlich ist die Mango eine Frucht, die ich ab und zu für mich als Zutat für meine Smoothies kaufe. Für den Gatten nicht.
Der findet Mango eher so mittelgut.
Sagt er.
Nun waren neulich in unserer monatlichen Obstkiste europäische Mangos direkt vom Erzeuger. Und ich wusste so gar nicht, wie ich die ganzen Dinger verarbeiten sollte, denn auch ich kann nur eine
bestimmte Menge Smoothies trinken. Deshalb habe ich sie in einen klitzekleinen Salat gemischt und dem Gatten nicht gesagt, was drin ist. Gut, er ist nicht doof und hat es als Frucht erkannt. Und
geliebt! Ha! Doppelha!
Jo, verpennt! Eigentlich ist am ersten Sonntag im Monat bei mir immer ein Beitrag für die Leckeres für jeden Tag - Blogger angesagt und ich hatte ihn auch parat. Also fertig gekocht, fotografiert, geschrieben und auch schon gegessen.
Nur hatte ich leider vergessen, mich in die Teilnehmerliste einzutragen. Doof!
Dabei war im September die asiatische Küche Thema und die mag ich sehr gerne.
Wobei asiatische Küche natürlich auch ein weites Feld ist. Ich mag sehr gerne verschiedene chinesische Regionalküchen, ausserdem Thai, Indisch, und am Liebsten eigentlich die koreanische Küche...
soweit ich Landei das überhaupt richtig vernorden kann.
Hurra, wie haben wieder synchron gebacken!
Zorra vom kochtopf hat sich für den September 2025 ein Rezept ihres Schweizer Landsmanns Marcel Paa ausgesucht und wir sind begeistert.
Diesmal standen knusprige, recht zierliche
auf dem Programm. Mit Klick auf den Link kommt Ihr direkt zu Marcels Originalbeitrag.
Die kleinen, knusprigen Teilchen, mit Sesam bestreut, passen genau in mein Beuteschema.
Bei uns gab es sie am frühen Nachmittag zu einem kleinen Imbiss mit bissi rotem Sauser - ja, es ist Herbst! - und zuckersüßen Trauben. Mit feinem Sesam bestreut und frisch gebacken passen sie aber auch wunderbar zum Grillabend oder als Grundlage für ein luxuriöses belegtes Baguette.
Ich habe mich diesmal fast genau ans Rezept gehalten und weiß jetzt schon, diese nicht mal so kleinen Weißbrotstangen wird es bei uns bald wieder geben.
Wie immer haben wir am Samstag begonnen und Sonntag fertig gebacken.
Es gibt ein paar Gerichte, die bringe ich unweigerlich mit meiner Oma Marie in Verbindung. Mit Sicherheit ihre Gefüllten Kartoffelknödel. Die liebe ich bis heute.
Dabei gab es die wahrscheinlich gar nicht so oft, wie ich das im Nachhinein erinnere.
Bayrisch Kraut ist so eine Beilage, die es früher immer wieder zu den Fleischküchle gab, wenn ich mittags aus der Schule heim kam und Oma gekocht hatte.
Im Unterschied zum Sauerkraut, das bei Oma eine sämige, weiche Angelegenheit war und oft mit darin gegarten, sehr knoblauchigen Hackbällchen auf den Tisch kam, wurde und wird Bayrisch Kraut aus frischem Weißkohl zubreitet. In unserem Fall ist das natürlich Filderkraut, der heimische Spitzkohl unserer Region.
Bayrisch Kraut wird also nicht vorher fermentiert, sondern nur schnell aus frischem Kraut geschmort und bekommt dadurch einen eher süßlich-herzhaften Touch.
Wer hier ab und zu mal liest, weiß, dass im Hause zimtkringel oft genug zwei kulinarisch diametral entgegengesetzte Meinungen aufeinander treffen.
Während ich Team Küchenexperiment mit starker Neigung gen internationaler Küche bin, steht der Gatte eher für Hausmannskost, gerne mit Fleisch.
Wenn irgendwo Sauce und Kartoffeln, idealerweise als Pü dabei sind, freut er sich besonders.
Seine Meinung zum Kartoffelbrei hat er hier ja schon ausführlich dargelegt.
Weil bei uns zeittechnisch bedingt in den letzten Wochen die Küche oft genug kalt blieb und das Liefertaxi bei uns praktisch schon eine eigene Haltestelle hat, soll es heute aber mal wieder ein wenig bodenständige Küche geben. Und weil ich mal wieder wenig Zeit habe, kommt auch hier wieder die Küchenelektronik ins Spiel.
Bei uns gibt es heute Fleischküchle aus dem Airfryer.
Meine Neigung, immer zu viel Obst einzukaufen hat jetzt einen neuen Gipfel erreicht: Seit ein paar Monaten bekommen wir Kisten mit Bioobst direkt vom Produzenten.
Da es sich immer um erntefrische, aber reife saisonale Ware handelt, komme ich regelmäßig in den Uiuiui-Zustand.
Ihr kennt den Uiuiui-Zustand?
Uiuiui ist der Ton, den Schwaben - zumindest diese Schwäbin hier - ausstoßen, wenn sie der Verdacht beschleicht, dass man womöglich nicht alles, "was Geld koscht hat", verwerten kann, ehe es zu spät ist.
Und da saisonal in dem Fall halt reifes Obst bedeutet und die Kisten dazu noch üppig sind, hört man mein Uiuiui momentan recht häufig.
Im September-Paket waren Trauben, Granatäpfel und super saftige, süße, minikleine Birnen. Mangos auch, aber die verwerte ich anderweitig, sonst weint der Mango-verschmähende Gatte.
Um Weihnachten rum habe ich ja schon davon erzählt, dass ich mir selbst ein kleines Geschenk gemacht und einen Popcornmaker gekauft habe.
Selbstverständlich habe ich von da an unglaublich viel Popcorn hergestellt.
Nicht.
Aber ich hatte echt die besten Absichten und wollte ganz viele Rezepte dazu erfinden.
Ja. Nein. Eher nicht.
Es gab etwa fünfmal süß-salziges Popcorn und zwei Versionen mit Curry und Garam Masala.
Zur angekündigten Variante mit Parmesan kam es dann schon nicht mehr.
Irgendwie kam mir dann schon das nächste Küchengadget dazwischen.
Aber jetzt! Jetzt fange ich wieder an!
Wahrscheinlich....
Für mich als Foodbloggerin ergibt sich aber auch ein echt, wirklich, unglaublich ersthaftes Problem: Popcorn sieht immer so gleich aus. Nix mit schönen bunten Fotos.
Bei uns gibt es Suppe für die Seele.
Ganz einfach, weil Suppe immer gut tut, sowohl dem Bauch, als auch dem Gemüt.
Aktuell haben wir ein Familienmitglied, das auf Krankenhauskost angewiesen ist.
Das Essen im Hospital muss nicht schlecht sein... ist aber oft auch nicht wirklich gut.
Ich erinnere mich da an Kässpätzle, die mir dort vor einiger Zeit serviert wurden. Auf die hatte ich mich ehrlich gesagt nach Tagen mit Schonkost richtig gefreut.
Interessanterweise war damals meine Tante zeitgleich mit mir im Krankenhaus und Wochen später kamen wir beide auf diese Kässpätzle zu Sprechen.
Ja. Die waren sehr, erinnerungswürdig. Und sie waren quadratisch.
En bloc sozusagen.
Danger sag ich da nur!
Der einfachste Weg, in einem schwäbischen Krankenhaus für eine Patientenrevolte zu sorgen ist, Kässpätzle anzukündigen und dann nicht adäquat und in Qualität zu liefern.
Die kulinarische Weltreise funktioniert ja an sich nach dem Prinzip, jeden Monat Speisen aus einem anderen Land zu zeigen.
Manchmal fällt mir das aus Gründen schwer.
Zum Beispiel, weil mir die Destination so gar nix sagt, manchmal auch, weil mir das Land zu viel sagt und ab und zu, weil mir die Speisen nicht liegen. Aber das ist ja auch der Gag daran.
Einfach ist unserem kleinen Grüppchen virtuell Reisender dann oft zu einfach.
Dann gibt es aber auch wieder Themen - oft die länderübergreifenden - da fällt mir fast zu viel ein!
Diesen Monat zum Beispiel zeigen wir ganz international Frühstücksrezepte aus aller Welt.
Was nehm ich nur, was nehm ich nur?
Schließlich fiel meine Wahl auf Frankreich und ein Lieblingsgebäck meines liebsten Lieblingsessers:
Petit Pains au Chocolat.
Gulasch aus Italien? Ja! Aber sowas von!
Zumindest, wenn es sich um die regionale Spezialität Gulasch alla Triestina aus - na? NA? Wer errät es? Rischtisch! - aus Triest handelt. Wie kommt jetzt ungarisches Gulasch nach Julisch Venetien?
Recht einfach: Triest liegt an der oberen Adria, direkt an der Grenze zu Slowenien.
Tja, und bis zum ersten Weltkrieg gehörte Triest tatsächlich zu Österreich-Ungarn.
Es war sogar der bedeutendste Handelshafen der k.u.k. Kriegsmarine.
Gemeinsame Geschichte in einem großen, damals sehr großen Kaiserreich machten kulinarische Überschneidungen möglich und wahrscheinlich.
Und so landete eben das ungarische Gulaschrezept an der Adria und zählt dort jetzt zu den regionalen Spezialitäten.
Ich finde ja immer spannend, wie sich Speisen durch die Geschichte und über Regionen ausgebreitet haben.
Triest baut bis heute viel auf diese Küchentradition und gilt unter anderem auch als Stadt der süßen Versuchungen.
Viele Triestiner Dolci, die in den zahlreichen Konditoreien entstehen, basieren auf der multikulturellen Geschichte der Stadt.
Wir sind mal wieder mit der Kulinarischen Weltreise unterwegs.
Virtuelles Ziel des Monats ist Kolumbien.
Laßt mich überlegen, wie viele Berührungspunkte ich mit Kolumbien habe.
Mhm. Genau. Null.
Halt, das ist gelogen, mein Kaffee kommt aus Kolumbien, Die Liebe in Zeiten der Cholera von Gabriel García Marquéz steht im Regal und klar, auch ich habe schon mit Shakira Waka Waka geträllert.
Das war´s dann aber auch.
Ansonsten mußte ich echt erstmal nachschlagen, was essenstechnisch in Kolumbien so geboten ist.
Gut, dafür steht die Kulinarische Weltreise: Wir nähern uns Ländern an, die uns ansonsten recht fremd sind.
So, mal sehen...
Also: Kolumbien, an der Nordspitze Südamerikas gelegen, ist geprägt von Regenwäldern, den Anden, seiner weitläufigen Karibikküste und nicht zuletzt von vielen, vielen Kaffeeplantagen.
Kurz habe ich überlegt, ob ich eine Kaffeespezialität zeigen soll. Dann wurde es aber doch etwas ganz anderes: Limonada de Coco.
Der Blick aufs Thermometer zeigt, es ist eindeutig Sommer und damit wohl eindeutig zu warm für Suppe.
Ha!
Sollte man meinen!
Heute war es mir nämlich unglaublich nach Gemüsesuppe. Es muss ja nicht immer die klassische Mama-Suppe mit Rindfleisch oder Suppenhuhn sein, obwohl beide bei uns schon ziemlich hoch auf der Präferenzliste stehen.
Suppe geht bei uns eigentlich immer.
Das merkt man allein schon daran, dass Ihr, wenn Ihr im Suchfeld Suppe eingebt, im Moment gut 110 Rezepte ausgeworfen bekommt. Von ganz klassisch bis hin zu orientalisch und manchmal auch ein wenig schräg... und deutlich tomatensuppenlastig.
Ich koche halt, was ich selbst gerne mag.
Egal, heute soll es ein wenig sommerlicher sein, also habe ich ein italienisches Rezept gewählt. Da traf es sich gut, dass ich noch Salsiccia von der Sardischen Pasta neulich übrig habe. Also: Minestrone mit Sommergemüse und Salsiccia steht an!
Da sitzt ich am letzten Urlaubstag schlecht gelaunt im abgedunkelten Zimmer und überlege, dass dieser Sommer doch echt fürn Arsch war. Termine, Termine, Termine.
Null Erholung, nix Schönes erlebt, nur Listen abgearbeitet, Verpflichtungen nachgekommen und kein Ende in Sicht.
Im Urlaub für nix Zeit, zu nix Lust, nix gesehen und jetzt geht der Arbeitsalltag wieder los.
Mämämumpf, jammer, jammer!
Ich tu mir echt selbst so leid und habe unglaublich schlechte Laune.
Da klingelt es und meine große Schwester gibt eine ganze Tasche voll Sommer ab: Gemüse aus eigener Ernte.
Tja, was soll ich sagen, der Urlaub ist immer noch vorbei, aber so eine bunte Schüssel mit tollen, super reifen, bunten Tomaten und saftigem Käse hilft mir doch tatsächlich ungemein.
So, nun isses raus: Ich betreibe einen Foodblog aus dem Herzen des Schwabenlandes, aber ich beherrsche das ultimative Herzstück der Regionalküche nicht. Aber mal so gar nicht.
Den echten, wirklichen Schwäbischen Kartoffelsalat, den legendären Ebirasalad, dem man nachsagt, er könne schwetza, also reden, den kann ich irgendwie nicht.
Das Schwetza bezieht sich dabei auf den Ton, den er beim Umrühren machen soll. Er soll nämlich lieblich schmatzen.... Ja. Kannichnich. Tutmirleid.
Wie gesagt, wir waren ein wenig Einkaufen.
Wir haben das große Glück, dass in zwar nicht unmittelbarer aber immerhin erreichbarer Entfernung gleich mehrere italienische Märkte existieren.
Neulich habe ich Euch ja schon mein Parmesanbrot aus den zumindest zum Teil dort erstandenen Waren gezeigt. Übrigens bin ich von dem zwar nicht wirklich schönen aber wunderbar käsigen Brotlaib noch immer ziemlich begeistert.
Logischerweise haben wir auch dieses Mal wieder Pasta in allerlei Formen mit Heim getragen.
Jo, wir haben Urlaub. Nein, wir verreisen nicht. Familie und so.
Das hält uns aber nicht davon ab, einer unserer liebsten Freizeitaktivitäten nachzugehen.
Ja, wir kaufen unglaublich gerne ein. Noch lieber, wenn es sich um länderspezifische Läden handelt. Wir fahren auch schon mal auf einen Kurztrip nach Frankreich. Kurz einen halben Tag einkaufen.
Ziemlich viel Geld lassen wir aber auch in relativ lokal zu erreichenden Läden liegen, gerne im Asiamarkt oder auch im türkischen Supermarkt.
