Kennt Ihr das auch? Ihr bekocht andere Menschen wirklich gerne. Trotzdem freut Ihr Euch, wenn mal alle weg sind und es endlich mal das gibt, was Ihr und nur Ihr allein mögt?
Keiner, der mit hochgezogenen Augenbrauen in den Topf guckt. Niemand, der vernehmlich durch die Nase schnaubt, wenn er meine Experimente oder gar gesunde Sachen essen soll?
Nun, das ist bei mir heute mal der Fall! Hurray!
Während es bei solchen Gelegenheiten für mich dann schon auch mal Pizza aus der Kühltruhe gibt oder ich es mir mit einem schnellen Burger gemütlich mache, habe ich heute Zeit, viel Zeit! Und vor allem auch Lust, etwas buntes, knuspriges zu basteln.
Trommelwirbel, es gibt weder Leber noch Kürbis, Knödel oder Spargel (meine liebsten Simone-ist-allein-daheim-Speisen), nein, heute gibt es Erbsen! Nur für mich!
Falls Ihr jemals den Header von zimtkringel gelesen haben solltet, wisst Ihr vielleicht, dass meine Kochgeschichte in den Küchen meiner Omas, meiner Mama und der restlichen Familie begonnen hat und eben diese Familie ihre Rezepte für gewöhnlich etwas vage hielt.
Auf die Fragen was, wie viel, wann, warum kam oft genug die Antwort "Das merksch dann, musch halt probieren."
Es wurde und wird aus dem Bauch und von Herzen gekocht. Rezepte hat(te) man im Kopf und auf der Zunge.
Dabei gab und gibt es viele Gerichte, deren Weitergabe an diese und nach Möglichkeit weitere Generationen uns wichtig ist.
Schon allein, weil wir sie alle gerne bei Mama und Oma gegessen haben. Einige habe ich hier bei zimtkringel über die Jahre gesammelt. Einige hat meine Mama auch extra für den Blog noch einmal
gekocht, mir dann das Rezept zumindest der Spur nach diktiert und mich nebenher fotografieren lassen. Bei Mama Erikas
Apfelstrudel fungierte sie vor fast zehn Jahren sogar als Handmodel.
So. Die Sache ist ja die: Ich mag unheimlich gerne Gemüsesalate aller Art.
Also so mit rohem Gemüse. Besonders gerne Krautsalat aka Cole Slaw in sämtlichen Variationen.
Nun gibt es da zwei Haken: Schwierigkeit eins, der Gatte ist kein Fan. Schwierigkeit zwei, es gibt bereits gefühlt zwölfzig Rezepte dazu bei zimtkringel.
Aber: Ich habe eine ganz persönliche monatliche Überraschungstüte abonniert, soll heißen, ich bekomme eine Obst- und Gemüsekiste geliefert und ab und zu ist da halt auch mal ein kleiner Krautkopf drin. Diesmal auch.
Ich: Hurray! Der Mann: Uff!
So, nun, da ich diese grammatikalisch nicht ganz richtige und inhaltlich einigermaßen verworrene Einleitung hinter mich und Euch gebracht habe, sag ich mal, worauf das hier hinaus läuft: Farmersalat.
Nix anderes, als noch ein Gemüsesalat und ja, Weißkohl ist auch drin. Heißt diesmal nur anders.
Dafür passt mein Rezept ganz wunderbar zum laufenden Blogevent CCXXX bei Zorra vom kochtopf mit Host Tanja vom Blog Schlundis. Thema ist nämlich Alles rund um den Rost – Grillideen, Beilagen & Sommergenuss
Ich habe einen Schweizer Mann, der seit gut 25 Jahren in Schwaben lebt. Bei seinem allerersten Besuch in Schwabilon, lange, ehe es überhaupt spruchreif wurde, dass er eines Tages hier landen würde, wollte ich ihm unser Ländle ein wenig nahe bringen und habe den armen Kerl gezwungen, mit mir auf einen unserer Aussichtsberge zu wandern, um dort Burg und Burgrestaurant zu besuchen.
Immer mit dem Versprechen, dass es oben auf der Feste einen ganz wunderbaren Schwäbischen Rostbraten geben werde.
Nun bin ich ja mal so gar kein Outdoormensch, dachte aber, der Mann kommt aus den Bergen, also würde er eine kleine Bergtour wohl zu schätzen wissen.
Ich mag so gerne Schnitzel!
Am liebsten die ganz knusprig panierten Wiener Schnitzel mit schöner, luftiger Panade und gerne einem Salätchen dazu.
Neulich habe ich eine Sendung dazu gesehen, die sich ohne Witz eine gute halbe Stunde mit der Kunst des echten, richtigen Schnitzebratens, pardon, Schnitzelbackens beschäftigt hat.
Und ich fand es spannend!
Nun bekomme ich so ein paniertes Schnitzel zur Not auch hin, aber so eine richtige Heldin bin ich nicht. Deshalb geh ich, wenn es knuspern soll, auch gerne zur Dorfgaststätte des Vertrauens.
Gehen ist hier wörtlich zu nehmen, denn wir wohnen keine 200m davon entfernt - und bestelle mir SchniPoSa. Richtig. Schnitzel mit Pommes und Salat. Ganz schnöde und langweilig. So bin
ich. Bissi vom Dorf.
Bei meiner Mama gab es viele Jahre lang ein Ritual:
Einmal in der Woche kochte sie sich einen Riesentopf Kartoffelsuppe und freute sich dann immer tellerweise jeden Tag daran.
Da wir im selben Haus wohnten und meine Mama tageweise durchaus Frühaufsteherin war, konnte es passieren, dass mir am Kochtag schon morgens auf meinem Weg zur Arbeit der Duft von herzhafter Suppe im Treppenhaus entgegen waberte.
Das war sozusagen der Duft der Heimat.
Nun, mir war´s neulich ein wenig nach Erinnerungen mit Wohlfühlfaktor, also musste eine herzhafte Kartoffelsuppe in der Topf. Weil ich es da ähnlich halte, wie meine Mama, wandert auch bei mir noch allerlei anderes Gemüse mit hinein.
Wie immer in letzter Zeit habe ich auch diesmal den InstantPot aus dem Schrank gekramt.
Das Rezept funktioniert selbstverständlich auch im normalen Dampfkochtopf und auch im stinknormalen Kochtopf ganz ohne Dampf. Die Kochzeiten ändern sich dann eben. Ich halte mich bei meiner
Beschreibung auch heute wieder an die Abläufe beim InstantPot und vertraue darauf, dass Ihr bei anderen Kochgerätschaften merkt, ob Gemüse gar ist, oder nicht. Ihr seid ja schon groß.
enthält Werbung* Heute ist es soweit: Am 9. Mai feiert die SchapfenMühle den Tag des Dinkels und wir hier bei zimtkringel feiern mit.
Nachdem ich letzte Woche schon nicht widerstehen konnte, und quasi vor dem Termin unbedingt schon schwäbische Dinkel-Kartoffel-Stecken mit Käse-, Salz-Kümmel- und Gewürztopping gebacken und natürlich auch gevespert habe, zeige ich Euch heute - diesmal termingerecht zum Foodfeiertag - dass man mit Dinkel nicht nur backen kann.
Heute gibt es Dinkelsotto aus Dinkel wie Reis, der leckeren Reis-Alternative aus dem Angebot der SchapfenMühle. Getoppt wird es mit mediterranen Ofentomaten.
So ist das bei Foodbloggern, Ihr wisst schon.
Ich musste tatsächlich das halbe Jahrhundert erreichen, ehe ich das erste Mal in meinem Leben Mangold zubereitet habe. Vor ziemlich genauch drei Jahren habe ich für den leider nicht mehr laufenden Foodblogger-Jahreskalender Saisonal schmeckt´s besser Malfatti aus Mangold mit brauner Butter gebastelt. Damals war es übrigens eine echte Gugelfuhr (Kennt Ihr das Wort? Schwäbisch! Schlagt es nach!), Mangold auf unserem Wochenmarkt zu bekommen.
Dabei ist Mangold, in der Schweiz Krautstiel genannt, eine uralte Kulturform der Rübe, verwandt mit der Zuckerrübe, der Futterrübe und der Roten Rübe und wurde früher sogar zur
Zuckergewinnung genutzt. Diesmal bin ich gleich zum Bio-Stand des Vertrauens gegangen und siehe da: bunter Mangold körbeweise!
Mein Lieblingskuchen?
Neben dem Apfelstrudel meiner Mama Erika ist das mit Abstand Donauwelle. So richtig schöne altmodische Donauwelle.
Und Käsekuchen. Und Schwäbischer Träubleskuchen.
Und Marmorkuchen, aber nur, wenn Thomas den backt.
Und Himbeerkuchen.
Ok, wenn man das so liest, merkt man es nicht so sehr, aber Kuchen ist eigentlich nicht so arg meins und steht relativ selten auf unserem Speiseplan.
Nun haben aber die Leckeres für jeden Tag-Blogger für den Mai das Thema Lieblingskuchen gewählt und plötzlich stand ich vor der Frage, was denn eigentlich mein Lieblingskuchen sei.
Ok, siehe oben. Tja, und dann musste ich erstmal in meinem eigenem Verzeichnis nachlesen, ob die Donauwelle bei mir nicht schon irgendwo aufgetaucht ist.
Zu meiner eigenen Überraschung gab es sie bislang nicht.
Dabei durfte sie früher praktisch bei keinem Geburtstag und keiner Konfirmation fehlen.
Also sollte es Donauwelle werden. Die ist normalerweise aber ein richtig großer Blechkuchen. Mit ein Grund, warum es die früher bei unseren riesigen Familienfesten praktisch immer gab.
Da wir dieser Tage ja nur noch ein kleiner Kuchenesserkreis bei zimtkringel sind, bastle ich hier eine kleine Ausgabe davon.
