Als Foodbloggerin sitzt man schon oft mal in der Ecke und überlegt sich, was es wohl als nächstes zu Essen geben könnte. Als Buchhändlerin mit daheim drei gut gefüllten Kochbuchregalen erst recht.
Da komme ich manchmal ganz schön ins Grübeln.
Gut, das macht wahrscheinlich jeder, der selbst kocht, aber bei mir geht es dann oft genug noch in die Richtung "Was hab ich noch nicht gezeigt?", "Was sieht vielleicht noch dazu schön aus?" und bei uns kommt noch dazu "Was isst hier jeder gerne ohne zu meckern, dass er wieder seltsame Dinge essen muss?"... also, ohne hier jetzt jemand ganz bestimmten anzugucken. Hüstel.
Thomas. Ja. Thomas mein ich.
Deshalb bin ich manchmal ganz froh, wenn ich bestimmte Vorgaben habe.
Wenn bei uns das Pizzataxi vorfährt, ist das in drei von vier Fällen falsch benannt, denn Pizza hat es echt selten im Gepäck bzw. der Warmhaltetasche.
Zumindest, wenn es zu uns unterwegs ist.
Der Gatte bestellt für gewöhnlich irgendwas mit Flaiiiiiiisch und bei mir sind es verdächtig oft gebratene Asianudeln, mal mit Garnelen, mal mit Ente, mal vegetarisch aber am häufigsten eigentlich mit Huhn.
Die bringt der nette Fahrer dann bis an die Tür, die Nudeln sind echt lecker und ich habe auch fast kein schlechtes Gewissen. Fast, denn eigentlich könnte man die ja ziemlich flott selbst klöppeln.
Was soll ich sagen, ich bin auch gerne mal ein wenig faul.
Fact of life.
Heute hab ich aber grünen Spargel im Kühlschrank und der muss nicht nur weg, nein, der soll auch in den gebratenen Nudeln landen.
Deshalb bleibt das Pizzataxi heute mal in der Garage, ich packe jetzt den Wok und die Kochstäbchen aus und rührbrate zur Abwechslung mal selbst.
Falls Ihr jemals den Header von zimtkringel gelesen haben solltet, wisst Ihr vielleicht, dass meine Kochgeschichte in den Küchen meiner Omas, meiner Mama und der restlichen Familie begonnen hat und eben diese Familie ihre Rezepte für gewöhnlich etwas vage hielt.
Auf die Fragen was, wie viel, wann, warum kam oft genug die Antwort "Das merksch dann, musch halt probieren."
Es wurde und wird aus dem Bauch und von Herzen gekocht. Rezepte hat(te) man im Kopf und auf der Zunge.
Dabei gab und gibt es viele Gerichte, deren Weitergabe an diese und nach Möglichkeit weitere Generationen uns wichtig ist.
Schon allein, weil wir sie alle gerne bei Mama und Oma gegessen haben. Einige habe ich hier bei zimtkringel über die Jahre gesammelt. Einige hat meine Mama auch extra für den Blog noch einmal
gekocht, mir dann das Rezept zumindest der Spur nach diktiert und mich nebenher fotografieren lassen. Bei Mama Erikas
Apfelstrudel fungierte sie vor fast zehn Jahren sogar als Handmodel.
Ich mag so gerne Schnitzel!
Am liebsten die ganz knusprig panierten Wiener Schnitzel mit schöner, luftiger Panade und gerne einem Salätchen dazu.
Neulich habe ich eine Sendung dazu gesehen, die sich ohne Witz eine gute halbe Stunde mit der Kunst des echten, richtigen Schnitzebratens, pardon, Schnitzelbackens beschäftigt hat.
Und ich fand es spannend!
Nun bekomme ich so ein paniertes Schnitzel zur Not auch hin, aber so eine richtige Heldin bin ich nicht. Deshalb geh ich, wenn es knuspern soll, auch gerne zur Dorfgaststätte des Vertrauens.
Gehen ist hier wörtlich zu nehmen, denn wir wohnen keine 200m davon entfernt - und bestelle mir SchniPoSa. Richtig. Schnitzel mit Pommes und Salat. Ganz schnöde und langweilig. So bin
ich. Bissi vom Dorf.
Tja, Gewohnheiten...
Je älter ich werde, desto lieber und beständiger halte ich an Gewohnheiten fest.
Eine unserer liebsten Regelmäßigkeiten ist unser allwöchentlicher Foodie Friday. Soll heißen, am Freitagabend gehen Muddi und Vaddi zimtkringel mit den immer gleichen Freunden weg und kommen satt und zufrieden wieder heim.
Und weil unsere Freunde in der selben Altersklasse sind, halten auch sie gerne an Gewohnheiten fest. Eine davon ist, dass unsere liebe Freundin in einem bestimmten Restaurant gerne die Speisekarte studiert, um dann unweigerlich bei ihrem Lieblingsessen zu landen: Larb, Salat aus gehacktem Fleisch, einem der Nationalgerichte
der Demokratischen Volksrepublik Laos .
Vor vielen Jahren, es muss Anfang der 90er gewesen sein, saßen zwei damals noch recht junge Touris aus Deutschland in einem chinesischen Restaurants im Londoner
Stadtteil Soho und verblüfften das Service- und Küchenpersonal. Nicht etwa, weil wir (ja, ich gebe es zu, ich war die eine davon, die andere war eine liebe Freundin, deren Namen ich hier nicht
nennen will. Hüstel. Carina!) so toll gewesen wären oder so elegant, eloquent oder weltgewandt. Nein, weil wir es fertig brachten, uns zu zweit durch die halbe Speisekarte zu
futtern. Noch dazu in einem Restaurant, das etwas abseits der Tourirouten lag und eher von älteren chinesischen Herrschaften frequentiert wurde. Unsere Anwesenheit und vor allem die
Menge, die wir zwei vertilgen konnten, war anscheinend so verblüffend, dass an einer Stelle das Personal aus der Küche kam, um uns ganz offen zu bestaunen. Wahre Geschichte!
Cool, wenn man so uncool ist, dass man ein Rezept in einem englischen Foodyblättchen findet, es nachkocht, für gut befindet und dann, bei der nachträglichen Recherche bemerkt, dass das Ganze vor zwei, drei Jahren wohl ein viraler Internethype war.
Ein Hype, den man als mittelalte, wenig an TikTok & Co. interessierte Frau mal wieder völlig und absolut verpasst hat.
Nun gibt es ja durchaus Gründe für solche gehypten Trends.
Ich sage jetzt nicht, dass alle dieser Gründe Sinn machen.
Der Großteil erschließt sich mir ehrlich so ganz und gar nicht. Bei der Marry Me Pasta mache ich allerdings eine Ausnahme. Die ist nämlich
wirklich tatsächlich eindeutig gut.
Wie beliebt muss ein Lebensmittel sein, dass eine ganz neue Erkrankung bzw. Verletzung danach benannt wird?
Richtig, so beliebt, wie Avocado!
Im Ernst, es gibt seit einiger Zeit eine Indikation, die sich Avocado-Hand nennt. Dahinter steckt eine üble Schnittverletzung an der Handfläche oder den Fingern, die beim unvorsichtigen Aufschneiden oder Entkernen von Avocados entsteht und die oft genug einen chirurgische Eingriff an Sehnen und Nerven erfordert.
Das gesagt mache ich mich jetzt gleich daran, meine in der Obstkiste des Monats gelieferten Avocados aufzuschneiden. Vorsichtig natürlich.
Ich muss die Dinger jetzt verwerten, denn wie immer sind alle gleichzeitig essreif geworden. Von steinhart zu hui-iss-mich-schnell-ehe-ich-matschig-werde in fünf Tagen.
Also: Avocadobrot-Alarm!
Unser Samstagseinkauf führt uns oft zum großen Türkischen Supermarkt in meiner Heimatstadt Kirchheim.
Gut, im Sommer deutlich häufiger, denn Thomas muss dort immer die PERFEKTE (und ich schreibe das mit Absicht groß) Wassermelone kaufen. Das erfordert immer einen gewissen Auswahlprozeß und erstaunlicherweise liegt er selten daneben.
Der Sommer ist allerdings fern. Immerhin, heute hat der Frühling schon ein wenig ums Eck geguckt.
Tatsächlich waren wir heute unterwegs, weil ich beim türkischen Supermarkt gerne Gewürze und ab und an auch Geflügelfleisch kaufe.
Momentan ist Ramadan, Muslime fasten zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
Zum täglichen Iftar, dem Fastenbrechen am Abend, werden nach den traditionellen Datteln und Wasser in vielen Familen sehr reichhaltige Hauptspeisen gereicht. Entsprechend gut gefüllt war die eh
immer wunderbare Fleischauslage beim Markt unserer Wahl. Tja, da konnte ich einfach nicht vorbei gehen. Hähnchenkoteletts Tavuk pirzola mussten mit!
Völlig egal, wie die kleinen oder auch mal größeren Bällchen aus Hackfleisch bei Euch heißen mögen, Tatsache ist doch, Buletten, oder wie es bei uns heißt, Fleischküchle, gibt es in fast allen Kulturen.
Es gibt sie in verschiedenen Varianten, warm, kalt oder irgendwo dazwischen, mit allerlei Gemüse, aus vielerlei Fleisch, mal mit Ketchup, mal zwischen zwei Brötchenhälften, mit Pommes, mit Bratkartoffeln oder auch mal üppig in Sauce ertränkt mit einem Klecks Preiselbeerkompott.
Tatsache ist allerdings, dass es nur eine, wirklich wahre, einzige, wunderbare, echte Variante gibt:
Das sind die Fleischküchle meiner Oma Marie. Damals noch auch selbst gewolftem Schweinehack, heftig nach Knoblauch duftend und zum Mittagessen nach der Schule in Schweineschmalz gebraten.
Der Klassiker. Nur so!
Da sag noch einer, Foodieblättchen wären nicht lehrreich! Lesen bildet und in diesem Fall nährt es noch dazu.
Ok, ich gebe eine ganze Menge Geld für Kochbücher und -zeitschriften aus, aber hey, erstens ist das mein Beruf und zweitens... man gönnt sich ja sonst nichts, gell? Um die Papierflut in Grenzen zu halten, habe ich mittlerweile zumindest einige Zeitschriften aus dem Ausland digital abonniert, was mir wiederum viele, viele internationale Anregungen beschert.
Jedenfalls bin ich neulich in einer französichen Kochzeitschrift auf ein Rezept gestoßen, das dort unter Rillettes de thon lief.
Das hat mich neugierig gemacht, denn mit Rillettes verbinde ich den traditionellen französischen Brotaufstrich, für den meist Enten- oder Gänsefleisch sehr lange sanft im eigenen Fett gegart und dann fein gezupft wird.
Das landet dann oft mit weiteren erlesenen Zutaten gemischt in einer Art Schmalztopf, um dann als feine, leicht rustikale Vorspeise auf knusprigem Brot zu landen.
Während mein Englisch ziemlich flüssig ist, holpere ich mich schon seit Schulzeiten durch die französische Sprache. Es geht, aber es ist mühsam. Entsprechend musste ich das Rezept zweimal lesen,
ehe mir klar wurde, Rillettes de Thon ist ein stinknormaler Thunfischaufstrich aus Dosenfisch und damit genau das, was der männliche Part im Hause zimtkringel unheimlich gerne mag. Den löffelt er
ohne Problem auch ohne Brot ruckzuck weg.
Hab ich schon erwähnt, dass hier im Haus zwei ganz unterschiedliche Menschen wohnen?
Eine, die unheimlich gerne kocht und ganz viel ausprobieren will. Und ein anderer, der vor 26 Jahren gesagt hat, dass es fast nichts gibt, das er nicht essen mag. Kicher. Ja genau.
Einer davon hat seine Meinung mittlerweile geändert. Ratet mal, wer!
Der arme, arme Herr zimtkringel muss immer Sachen essen, die er nicht mag. (Muss er natürlich nicht.)
Aber ich bekomme immer wieder Zuschriften, die voll Mitleid mit dem guten Mann sind.
Um das nochmal zu betonen: In zimtkringeltown muss niemand Dinge essen, die er oder sie nicht mag. Und es hungert auch niemand, denn wir haben immer einen geheimen Vorrat im Haus: Gar
köstliche Ramensuppen und viele, viele Dosen mit Ravioli. Man(n) weiß nämlich nie, wann die komische Foodbloggerin wieder Gerichte kocht, die gegen die Menschenrechte verstoßen.
Der Frühling läßt hier in Schwabilon noch ein wenig auf sich warten, der alpine Gatte schaut in jeder freien Minute Olympische Winterspiele, mich dagegen veranlasst das graue Wetter vor allem zu einem: Schmorgerichte.
Ja, ich bin eben ein etwas schlichtes Gemüt: Sommer? Essen! Winter? Essen! Morgens, mittags, abends? Für jede Jahreszeit, Tageszeit, Stimmung findet sich mit etwas Geduld das passende Rezept...
Nun ist Coq au Vin, also Huhn in Rotweinsauce nicht zwingend ein Wintergericht.
Dreikönigstag in Schwaben. (Ja, liegt auch ein wenig zurück.) Jedenfalls ist das bei uns ein Feiertag, der dieses Jahr allerdings gleich mal mit Schneeräumen rund ums Haus begonnen hatte. Es war kalt!
Das ließ mich bereits am frühen Morgen, Besen in der Hand und schneekehrende, überaus mitteilsame Nachbarn um mich herum, überdenken, was das wohl küchentechnisch bedeuten würde.
Ganz nebenher war natürlich auch noch spannend, was der Kühlschrank am Feiertag so hergab.
Gut, so ganz ungeplant war das Küchenabenteuer natürlich nicht. Selbst ich habe nicht mal aus Versehen ein Paket mit Rindersuppenfleisch im Kühlschrank herumliegen.
Nerv, nerv, nerv. Jetzt nervt die alte Frau zimtkringel schon wieder mit ihrem doofen Instant Pot.
Keine Sorge, das relativ milde Panang Curry könnt Ihr auch im ganz normalen Topf kochen.
Dauert bissele länger, aber hey, es schmeckt trotzdem wunderbar!
Bei mir kommt es noch einmal aus dem Instant Pot und dann, ich verspreche es, lasse ich Euch mit dem Teil auch in Ruhe... ach nee... stimmt ja nicht. So ein bis dreizehn Küchenexperimente mit dem etwas unhandlichen, aber trotzdem tollen Teil folgen wohl noch. Tja, sorry, not sorry!
Nach den eher herzhaften Gerichten der letzten Tage war es mir heute jedenfalls nach leichter Thai-Küche.
Da kam mir das Curry gerade recht.
Mit Hähnchen, Kokosmilch und Limette zu Jasminreis. Der kommt diesmal übrigens auch aus dem Instant Pot, weil ich es mal ausprobieren wollte, aber hey, damit lasse ich Euch in Ruhe. ...nur
soviel (hihi, ich kann´s nicht lassen): Abgesehen vom Indischen Würzreis, der echt relativ aufwendig ist, ist mir Reis bisher
selten so gelungen, wie hier im Pot!
Die Experimentierphase mit dem Multikocher hält bei mir noch immer an. Tja, tut mir leid für Euch, aber da müßt Ihr jetzt wohl durch.
Natürlich könnt Ihr dieses Rezept auch locker im normalen Dampfkochtopf zubereiten und auch im normalen Topf sollte es mit etwas Geduld gelingen.
Bei mir kommt eben zur Zeit das neue Küchenspielzeug zum Einsatz, aber das muss Euch nicht weiter tangieren.
Bestimmt habe ich demnächst keine Lust mehr auf gekochtes Zeug - oder, noch wahrscheinlicher, ich entdecke ein neues Küchengadget - und dann werden die Rezepte auch wieder etwas
abwechslungsreicher. Bis dahin zeige ich Euch aber erstmal dieses einfache, herzhafte Winterrezept aus dem Instant Pot. Bei den Aussentemperaturen kommt uns ein warmes Löffel-Gericht mit
viel Gemüse doch wohl sehr gelegen.
Jo, ich gebe es zu, bei den letzten paar Stationen der kulinarischen Weltreise habe ich kurz aufs Land geschaut und mich dann heimlich still und leise aus der virtuellen Reisegruppe geschlichen.
Respekt für alle Mitreisenden, die durchgezogen haben und ohne mit der Wimper zu zucken Rezepte zum Beispiel zu Burkina Faso gesucht, gekocht und veröffentlicht haben!
Was ein Glück, dass das Reisejahr 2025 mit Spanien endet.
Da brauchte ich nicht lange zu überlegen.
Heute gibt es, wie relativ oft bei zimtkringels daheim, Empanada gallega, soll heißen mit Thunfisch gefüllte Teigpastete nach einem Rezept aus Galizien.
Ja, ich war schon häufiger in Spanien.
Nein, ich war noch nie in Galizien.
Nein, den Jakobsweg habe ich auch nicht gemacht, obwohl eine Etappe davon hier in direkter Nachbarschaft durch meine schwäbische Heimat führt.
Der kulinarische Werdegang - und das darf ich als Schwäbin sagen - lautet in unseren Gefilden Brezel, Spätzle mit Soß, Maultaschen, Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle und LKW mit ABS.
Sagt Euch nix?
Nun, wir Schwaben lieben unseren LeberKäsWecken mit A Bissle Senf aka LKW mit ABS.
Nun gibt es Leberkäswecken bei uns bei jedem Bäcker, Metzger, an der Tanke und ich weiß nicht, wo noch überall. Die Meinungen gehen aber deutlich auseinander was Zusammenstellung, Qualität und nicht zuletzt Dicke der Leberkässcheiben angeht.
Leberkäse als Bezeichnung ist übrigens ziemlich irreführend, ist doch gar keine Leber drin.
Fleischkäse wäre wohl die passendere Bezeichnung. Wobei, Käse ist - ausser beim unsäglichen Pizzafleischkäse - meist auch nicht enthalten.
Bei mir findet Ihr heute eine Deluxe-Version, aufgepimpt mit Steinpilzen, Bratwurst, Zwiebeln und einer ganzen Menge Geschmack!
Ich mag Kapern wirklich gerne.
Ich gehe sogar so weit, dass ich die kleinen, sauren Dingerchen bei Gelegenheit direkt aus dem Glas esse. Am liebsten sind sie mir aber in meinen eingelegten getrockneten Tomaten, die es schon vor Jahren auf den Blog geschafft haben.
Ausser in Vitello tonnato bzw. Pollo tonnato und bei den Ofenkartoffeln tonnato kommen Kapern bei uns aber relativ selten zum Einsatz. Nicht jeder ist Fan.
Heute dagegen spielen sie zumindest eine tragende Rolle.
Jo. Das ist keine echte, wirkliche, originäre Sauce Bolognese. Ismirklar, isjarecht.
Das mal gesagt zeige ich Euch heute, was bei uns so unter Bolo läuft. Weniger lange geschmort, ziemlich eingedeutschte Zutaten und auch ganz anders, als der hauseigene Schweizer seine Bolo beispielsweise braut.
Das hier ist meine Glücklichmach-Tomaten-Hackfleischsauce.
So wie ich sie meistens mache und so, wie ich sie gerne esse. Also, sofern ich sie selbst kochen muss. Noch lieber mag ich es, wenn der Gatte Bolo braut.
Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag. Heute gibt es also Wohlfühlessen aus dem Pastatopf und so wie ich koche, reicht es für morgen auch noch. Üppig.
Jo, verpennt! Eigentlich ist am ersten Sonntag im Monat bei mir immer ein Beitrag für die Leckeres für jeden Tag - Blogger angesagt und ich hatte ihn auch parat. Also fertig gekocht, fotografiert, geschrieben und auch schon gegessen.
Nur hatte ich leider vergessen, mich in die Teilnehmerliste einzutragen. Doof!
Dabei war im September die asiatische Küche Thema und die mag ich sehr gerne.
Wobei asiatische Küche natürlich auch ein weites Feld ist. Ich mag sehr gerne verschiedene chinesische Regionalküchen, ausserdem Thai, Indisch, und am Liebsten eigentlich die koreanische Küche...
soweit ich Landei das überhaupt richtig vernorden kann.
Wer hier ab und zu mal liest, weiß, dass im Hause zimtkringel oft genug zwei kulinarisch diametral entgegengesetzte Meinungen aufeinander treffen.
Während ich Team Küchenexperiment mit starker Neigung gen internationaler Küche bin, steht der Gatte eher für Hausmannskost, gerne mit Fleisch.
Wenn irgendwo Sauce und Kartoffeln, idealerweise als Pü dabei sind, freut er sich besonders.
Seine Meinung zum Kartoffelbrei hat er hier ja schon ausführlich dargelegt.
Weil bei uns zeittechnisch bedingt in den letzten Wochen die Küche oft genug kalt blieb und das Liefertaxi bei uns praktisch schon eine eigene Haltestelle hat, soll es heute aber mal wieder ein wenig bodenständige Küche geben. Und weil ich mal wieder wenig Zeit habe, kommt auch hier wieder die Küchenelektronik ins Spiel.
Bei uns gibt es heute Fleischküchle aus dem Airfryer.
Gulasch aus Italien? Ja! Aber sowas von!
Zumindest, wenn es sich um die regionale Spezialität Gulasch alla Triestina aus - na? NA? Wer errät es? Rischtisch! - aus Triest handelt. Wie kommt jetzt ungarisches Gulasch nach Julisch Venetien?
Recht einfach: Triest liegt an der oberen Adria, direkt an der Grenze zu Slowenien.
Tja, und bis zum ersten Weltkrieg gehörte Triest tatsächlich zu Österreich-Ungarn.
Es war sogar der bedeutendste Handelshafen der k.u.k. Kriegsmarine.
Gemeinsame Geschichte in einem großen, damals sehr großen Kaiserreich machten kulinarische Überschneidungen möglich und wahrscheinlich.
Und so landete eben das ungarische Gulaschrezept an der Adria und zählt dort jetzt zu den regionalen Spezialitäten.
Ich finde ja immer spannend, wie sich Speisen durch die Geschichte und über Regionen ausgebreitet haben.
Triest baut bis heute viel auf diese Küchentradition und gilt unter anderem auch als Stadt der süßen Versuchungen.
Viele Triestiner Dolci, die in den zahlreichen Konditoreien entstehen, basieren auf der multikulturellen Geschichte der Stadt.
Nun habe ich mich ja erst neulich am Hurry Up Kimchi-Rezept meines Bruders versucht. Das Zeug ist wirklich, wirklich supergut und so einfach herzustellen!
Klar, dass das nach einer kleinen koreanischen Ergänzung verlangte.
Nur Gemüse ist ja gut und schön, aber in Kombi mit a Bissele a Floischle, wie wir weltgewandten (räusper) Schwaben das nennen, ist es natürlich erst recht ein Knaller!
Kurzes Blättern und Hirnen hat mich letztlich auf ein Rezept aus einer alten BBC Good Food- Ausgabe gebracht, das ich ein wenig an unserer Gegebenheiten angepaßt habe: Quick & Easy Korean Pork. Ich nenne es mal
Koreanischer Schweinebauch.
Der Trick dabei ist, das Fleisch rechtzeitig zu marinieren und in den Kühlschrank zu stellen.
Nachher wird es nur noch kurz cross gebraten und das Gelage kann beginnen!
Ich bin nun wirklich nicht die beste Fischköchin.
Das gebe ich gerne zu.
Essen? Ja, gerne! Selbst brutzeln? Och nö.
Das hat was mit Schuppen und Gräten und Fischaugen zu tun. Nicht meine Welt.
Trotzdem haben sich hier in mehr als neun Jahren zimtkringel eine ganze Menge Fischrezepte angesammelt. Guckt mal hier: Klick!
Und wenn der Fisch fein säuberlich filetiert ist, sag ich nicht nein.
Nun, der Lachs, der heute auf dem Programm steht, wurde vom Fischhändler des Vertrauens freundlicherweise schon auseinander genommen, entgrätet und geschuppt.
Dazu kommt noch ein extrem einfaches Rezept, und - bämm! - bin ich dabei!
Uuuuuund ich konnte beim Einkaufen wieder nicht an den Pimientos de Patrón vorbei gehen.
Das passiert mir jedes einzelne Mal, wenn ich sie irgendwo angeboten sehe.
Ich hab die Dinger wirklich gerne.
Vor allem in der ganz einfachen Tapas-Version.
Einfach nur in Öl braten, salzen, fertig!
Die kleinen, grünen Teilchen können aber mehr: Vor Zeiten hab ich sie mal in Gulasch mit Pimientos de Padrón eingebaut und fand das schon recht gelungen.
Heute ist es allerdings viel zu warm für Schmorgerichte.
An sich - wir peilen die 35° an - ist es ganz und gar zu warm zum Kochen.
Die Sonne knallt jetzt schon in die Küche und ich bin eh keine Sommerperson.
Heute reisen wir mal kulinarisch ein wenig auf der Strasse der Erinnerungen.
Der zimtkringel-Gatte hat sich ein Gericht aus seiner Kindheit gewünscht, das mich erstmal ein wenig ratlos hinterlassen hat.
Riz Casimir sollte es sein.
Nun bin ich, was Essens-Trivia angeht, schon ziemlich bewandert. Bilde ich mir zumindest ein. Riz Casimir hörte sich irgendwie bekannt an. Dass es sich um "irgenwas und Reis" handeln würde, war klar.
Nennt mich Sherlock zimtkringel.
Im Mai zieht die kulinarische Weltreise nach Argentinien...
und uns zieht es an den Grill!
Näääää, gelogen!
Es war eine Grillpfanne, denn wir haben die Choripán tatsächlich als spätes Frühstück genossen. Samt Chimichurri.
Da kennen wir bekanntlich nix!
Da war jetzt ehrlich gesagt auch weiter nichts dabei, denn dieser argentinische Snack ist innerhalb weniger Minuten fertig.
Immer vorausgesetzt, man hat das Chimichurri schon im Kühlschrank.
Es ist mal wieder Zeit für ein Blogevent bei Zorra vom kochtopf. Das 218te!
Cornelia vom Blog SilverTravellers aus Magdeburg ist bei diesem Durchgang Gastgeberin und da sich ihr Blog um die Hauptthemen Essen und Reisen dreht, hat sie ein Motto gewählt, dass beidem wunderbar Rechnung trägt:
Currys der Welt – eine kulinarische Reise voller Aromen!
Ich könnte ja jetzt sagen, dass der Frühling mich von ausschweifendem Kochen und Backen abhält und ich notgedrungen schnelle Gerichte in die Pfanne haue. Weil.... ich so viel im Garten arbeiten muss. Und die Winterklamotten weg und die Frühjahrsklamotten raus hängen muss. Und Frühjahrsputz machen.
Ha. Ahaha. Ha. Gelogen.
Ich bin ich zu jeder Jahreszeit Fan müheloser, schneller Gerichte. Je leichter, je lieber! Noch cooler, wenn die Mühe sich im Rahmen hält, das Resultat aber aussieht, als wäre ich eine Heldin.
Deshalb gibt es zu diesem Durchgang von Saisonal schmeckt's besser ein flottes Backofengericht.
Was macht der schwäbische Foodie, wenn er ein paar Tage frei hat?
Also, ich kann natürlich nicht für den Rest der Schwaben sprechen, aber wir fahren dann gerne zu einem kleinen Blitzeinkauf nach Frankreich.
Das Elsass ist für uns nicht gar so weit entfernt, der hauseigene Schweizer hat ebenso wie ich seine kulinarischen Vorlieben, die Einkaufsliste ist lang.
Also hopp, ab auf die A8!
Es gibt, glaube ich, nur wenige Gerichte, die der Seele so gut tun, wie Nudeln mit Sauce.
Das behaupte ich jetzt einfach mal.
Ich bin noch dazu ein großer Fan von allem, was mit Sauce und Käse überbacken aus dem Backofen kommt.
Hackbällchen dazu und ich kann die Unbill der Welt für ein Weilchen vergessen.
Was ich eher nicht mag, ist weiche Pasta. Deshalb habe ich eine Menge Pastasorten im Schrank, die eher, sagen wir mal, im Mund knubbelig bleiben.
Die Orecchiette, übersetzt Öhrchennudeln, gehören zu meinen Favoriten, seit wir sie vor Jahren in Apulien in der frischen, handgemachten Form genießen durften. Die Dinger sind herrlich bißfest und das Beste: Sie bleiben es auch eine Weile.
Selbst, wenn sie im Backofen noch in der Sauce schmurgeln, ehe sie auf den Teller kommen.
Am 26. Februar ist der Tag der Pistazie. Punktum!
Seit einigen Jahren lädt Susan vom wunderschönen Food & Lifestyleblog Labsalliebe an diesem Tag ein, Rezepte um die leckere Nuss, die botanisch gar keine Nuss, sondern eine Steinfrucht ist, zu zeigen.
Nuss oder nicht Nuss, hab ich ja schon im letzten Jahr ausführlich ... öhm ... aus der Wikipedia in den Blog kopiert. Denn ja, ich war auch im letzten Jahr dabei. Und im Jahr davor. Und davor....
Seit ein paar Jahren beteilige ich mich mit mal mehr, mal weniger aufwendigen Rezepten an dieser Aktion. Es gab hier schon Fudge mit Pistazien und Früchten , Ziegen-Frischkäse-Küchle mit
Pistazien und Honig , längst vor dem ganzen seltsamen Dubai-Schokoladen-Hype Kadayif - Engelshaar mit
Pistazien und im letzten Jahr schließlich Hähnchen mit Pistazien und Beeren.
Die kulinarische Weltreise ist wieder unterwegs.
Diesmal widmen wir uns einmal mehr dem weiten Feld der chinesischen Küche.
Ich musste tatsächlich ein wenig suchen, um dann in meinem Rezeptverzeichnis im Dezember 2019 fündig zu werden, als wir das erste Mal China zum Thema hatten.
Damals gab es bei mir teegeräucherte Ente mit Erdnuss-Sauce.
Nicht nur, dass ich dieses bestimmte Rezept nebst dem zugehörigen Räuchergadget mittlerweile längst vergessen hatte (Wo hab ich das Räucherding eigentlich hin geräumt?), ein Blick auf die Linkliste hat mich heftig erstaunt: Meine Güte, waren das damals viele Rezepte!
Schön ist, dass fast alle der damaligen Teilnehmer noch immer und immer wieder dabei sind und sich mittlerweile viele sehr nette Blogger-Bekanntschaften gebildet haben. Blogevent at its best,
würde ich sagen.
Bei uns ist es noch ganz schön winterlich, wenn ich so raus gucke. Ich gucke nur, denn an diesem Sonntag gehe ich keinen Schritt vor die Tür.
Der Plan war, den ganzen Tag in Kuschelsocken und uralten, aber gemütlichen Klamotten durchs Haus zu schnurcheln, Milchkaffee zu trinken, zu lesen, eventuell ein wenig Wäsche zu bügeln und sonst nicht viel zu machen.
Der Gatte guckt Wintersport und ich stelle nebenher ungemein sinnige Fragen. Wie zum Beispiel "Wie kann man freiwillig da runter fahren?" oder auch mal "Warum sehen die Skispringer so brutal verhungert aus? Jemand müsste die mal anständig füttern."
Nach über 20 Jahren von, ich sag jetzt mal unfreiwilligem Wintersport-Gucken, habe ich noch immer wenig bis keine Ahnung und auch nur ein peripheres Interesse daran, was da so auf Pisten und
Hängen passiert.
Ich wußte es! Kaum schreibe ich, dass der arme, arme, aaaarme Thomas gerne Braten gehabt hätte, aber blogtechnisch Pasta auf dem Programm stand, schon bekommt er Mitleid und ich Zuschriften.
Ehrlich, der Mann muss nicht hungern! Ich schwör!
Und, man stelle sich vor, er ist in der Lage und berechtigt, die Küche selbsttätig zu betreten. Auch unbeaufsichtigt. Manchmal darf er sogar an den Kühlschrank...
Nein! Halt! Ironie!
Tatsächlich kocht Thomas selbst ganz gut und hat ausserdem einen praktisch unendlichen Vorrat an Notfall-Ravioli.
Und zwar von den Guten.
Um ein wenig Druck raus zu nehmen, gibt es heute ein Rezept für Schweinefilet in Currysauce.
Nix Besseres nach einem langen, anstrengenden Tag, als leckeres Essen, das mit wenig Mühe auf dem Tisch steht und leise vor sich hin duftet.
Noch besser, wenn man nachher nicht ewig tausend Teile spülen muss!
Ich hab da ein Rezept für Euch gebastelt, das genau das kann.
Um ehrlich zu sein, habe ich es natürlich erstmal für uns gebastelt. Alle Rezepte, die Ihr hier nachlesen könnt, landen selbstverständlich erst auf dem zimtkringelschen Tisch und dann in den
zimtkringelschen Bäuchen. Und weil wir unser Essen ganz gerne noch warm essen, erfordert das manchmal ganz schön flotte Fotosessions plus Mit-Esser, die ab und zu doch ein wenig länger warten
müssen, bis Muddi mit den Fotos zufrieden ist. Dann müssen schon mal Hühnergrafiken herhalten, um das Foto ein wenig zu pimpen.
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Lust auf ein richtig würziges Rezept für Hackbraten?
Ok, Hackbraten hört sich jetzt nicht nach Abenteuer an, wenn man es genau betrachtet.
Wenn der allerdings aus dem neuesten Kochbuch Comfort von Yotam Ottolenghi stammt, verspricht das ganze einen besonderen Kick zu haben.
Ehe Ihr Euch über die etwas monstermäßigen Ausmaße meines Shawarma-Hackbratens wundert, auf den Bildern seht Ihr die dreifache Menge.
Macht hoch die Tür, das Tor macht weit.... oder in diesem Fall das Türchen 4.
Genau gesagt handelt es sich um Adventskalendertürchen Nummer 4 des berühmten, alljährlichen
Kulinarischen Adventskalenders
den Zorra vom Kochtopf auch in diesem Jahr wieder ausrichtet.
Und ja, zimtkringel versteckt sich diesmal hinter dem Türchen mit der Nummer 4.
Wir haben Euch heute kleine, mit etwas Geschick recht einfach herzustellende Lachsterrinen mitgebracht.
Ich mag Rezepte, die ohne Mühe auf den Tisch kommen. Ich weiß nicht, hab ich das schon erwähnt? Ja klar hab ich das.
Hier ist es jedenfalls so, dass es etwa fünf Minuten braucht, die Marinade zusammenzuklöppeln und dann weitere zehn, um das Fleisch zu garen.
Allerdings gibt es zwei Haken an der Sache: Zwischen Marinieren und Brutzeln sollten ein paar Stunden liegen und - größtes Problem in meinem Fall - man sollte vorher daran denken, Bier zu kaufen.
Wir haben praktisch never ever Bier im Haus.
Und ich hab einkaufstechnisch ein Hirn wie ein Sieb. Jo, das Rezept brauchte nun zwei Anläufe, denn das Bier stand zu Ende des Einkaufs immer noch im Regal.
Im Laden, nicht im Vorratsregal daheim.
Nun denn, gestern hat es endlich geklappt. Das Fläschchen Bier landete im Einkaufskorb, das Fleisch entsprechend gestern erst in der Marinade, dann im Kühlschrank und heute nun letztlich in der Pfanne.
Wir zwei wurden davon mehr als satt und es reichte noch ein Probierportiönchen für meine Mama.
Yessss, ich habe es endlich mal wieder geschafft, etwas für die kulinarische Weltreise zu schreiben!
Nachdem ich die beiden letzten Länder wegen extremer Ideenlosigkeit meinerseits vorüber ziehen lies, bin ich jetzt mal wieder dabei.
Pünktlich zu einem Sonderthema: Im November bereisen wir kein bestimmtes Land, sondern widmen uns Fischgerichten aus aller Welt.
Damit hab ich jetzt allerdings ein kleines Problem.
Ich zeige ein Rezept aus einer amerikanischen Foodzeitschrift, das dort als französisch bezeichnet wird, was mich allerdings etwas zweifeln läßt. Noch dazu wurde es in meiner schwäbischen Küche zubereitet und von einem Schweizer vertilgt.
Welches Land nenne ich jetzt als Ursprung?
Wir haben einen lieben Freund, der, ü60, bis heute einen Erzfeind hat: Gemüse!
Gemüse hat er echt nicht gern.
So gar nicht.
Deshalb - "I have a cunning plan, Sir!" ... "Really, Baldrick? A cunning and subtle one?” - versuchen wir immer wieder, ganz unauffällig Rezepte mit extrem gut verstecktem Gemüse zu basteln.
Oft dient Fleisch als Tarnung.
Oder Käse. Oder beides.
Wir sind echt raffiniert. Nicht.
Oft genug ist das Gemüse nicht sooo unglaublich gut versteckt.
Es ist auch nicht ganz einfach, einen kompletten Blumenkohl zu verstecken.
Sagen wir mal so: Wir haben es versucht.
Und lecker ist der Blumenkohltopf mit Hack allemal!
Ein weiteres Kapitel aus der Rubrik: Hä, was machst du denn da?
Na, auch schon mal nachts, nach einem Konzert, kurz vor Mitternacht in der Burgerschmiede gesessen und voll Heißhunger einen Cheeseburger verschlungen?
Is lang her?
Ja, bei uns auch... eigentlich nicht.
Zwei Wochen, wenn ich es mir recht überlege.
Ich verrate jetzt nicht, bei welcher Band wir waren. Man muss sich ja nicht gleich als eindeutig ü50 outen.
Schön war´s. Und danach waren wir hungrig. Vom melodischen Mitsingen, is klar, gell? Jedenfalls kamen die Burger sehr gelegen.
Keine Ahnung, ob das die Inspiration war, oder reiner Zufall, jedenfalls begegnete mir kurz danach auf einer meiner vielen Foodseiten ein Trend, der vorher mal wieder völlig an mir vorbei gegangen war. Heute basteln wir mal
Cheeseburger Wraps.
Manchmal stoße ich in meinen elektronischen Foodiezeitschriften auf tolle Rezepte. Die speichere ich dann ab.
Und dann vergesse ich sie schlagartig.
Wenn´s gut läuft, suche ich irgendwann etwas völlig anderes und finde sie wieder.
Manchmal auch nicht.
Das heutige Rezept habe ich vor ca. 4 Jahren mit dem Vermerk "vielleicht für Weihnachten" abgespeichert.
Gefungen habe ich es jetzt wieder, weil ich ein Rezept für Rote Beete gesucht habe und weil der Kater vor dem Kochbuchregal schlief. Da kann man den doch nicht aufwecken. Klar, oder?
Also hab ich in mal wieder in den elektronischen Rezepten gestöbert.
Das Beete-Rezept habe ich übrigens nicht gefunden. Wohl aber diesen genialen
Schweinebraten mit Feigen.
Als der schweizer Gatte das erste Mal von Plätzli sprach, habe ich ehrlich gesagt an Kekse gedacht, denn bei uns in Schwaben gibt es Weihnachten halt Plätzle und Gutsle.
Tatsächlich brauchte es eine ganze Weile und einige Missverständnisse, bis mir klar wurde, dass es sich bei Plätzli in der Schweiz um dünne Fleischscheiben, sprich Minutensteaks oder auch mal dünne Hacksteaks handelt.
Oder um Kekse. Ha!
Sprache ist halt schon eine spannende Sache.
Jedenfalls habe ich das heutige Rezept so ähnlich in einer schweizer Foodzeitschrift gesehen, wo es - man ahnt es - Plätzli tonnato hieß.
Dem Gatten sind Fleisch-Plätzli übrigens deutlich lieber, als Weihnachtsplätzli.
Uuuuuund da ist er wieder, der Impuls, uns mal eine Zeit lang etwas gesünder zu ernähren.
Gut, das ist leicht gesagt, so rückblickend... Gestern Abend haben wir für jeden eine megagroße Pizza bestellt und genüßlich verspeist.
Aber immerhin eine richtig gute!
Trotzdem, irgendwann sollten wir den Anfang machen, mit dem gesünderen Leben....
Nun gibt es ja viele Arten der gesunden Ernährung.
Wenn wir hier in Schwaben "des schmeckt aber gsond" sagen, ist das nicht unbedingt ein Kompliment.
Bei Foodbloggers bedeutet "ein wenig gesünder essen", dass es leicht und frisch sein soll, aber bittschön trotzdem schmecken darf.
Ach, und hab ich es schon erwähnt? Nette Fotos soll es bitte auch geben. Schließlich leben wir davon und dafür.
Läuft das jetzt schon unter Küchenexperiment oder eher unter der Rubrik Mal-gucken-ob-der-seltsame-Küchentipp-was-taugt?
Fakt ist, bei ganz vielen Hähnchenrezepten aus England wird Backpulver als Zartmacher genutzt.
Wobei Zartmacher es nicht ganz trifft. Laut BBC good food, einer meiner liebsten Foodiezeitschriften überhaupt, macht Backpulver Chickenwings nicht nur zart, sondern hält sie auch saftig und
sorgt für eine knusprige Haut.
Hundertmal gelesen und vorgenommen, das mal auszuprobieren, komme ich jetzt endlich dazu.
Also nicht, dass es bei uns so selten Hühnerflügel geben würde. Allein auf dem Blog findet Ihr Piri-Piri Chicken Wings , Backofen-Wings auf Kartoffeln , Asia-BBQ-Wings und Chicken Wings aus dem Airfryer, neben einer Menge anderer Geflügelgerichte.
Jo, es ist Sommer. An sich kenne ich da ja nix.
Ich könnte ohne Probleme im Sommer auch Ragout mit einer dicken Sauce essen, oder Eintopf oder einen Pott heiße Suppe. Und Lebkuchen.
Wann gibt es endlich wieder Lebkuchen?
Wie schmerzfrei wir sind, zeigt wahrscheinlich die Tatsache, dass wir ab und zu auf der Terrasse Raclette machen. Im Hochsommer. Geht gut.
Das einzige, was mich davon abhält, töpfeweise sogenanntes Winteressen zu brauen, ist die Tatsache, dass ich nach einem langen Tag in der sehr warmen Buchhandlung abends keine Lust mehr habe, mich lange in die Küche zu stellen.
Da ruft mich dann eher ein eisgekühltes Getränk auf die Terrasse.
Weil wir aber trotzdem gerne gut essen, koche ich ab und zu etappenweise vor - auch schonmal in der Nacht um drei, wenn es endlich etwas abkühlt - um dann am nächsten Abend blitzschnell etwas
Leckeres auf den Tisch zu bringen.
Die kulinarische Weltreise ist natürlich auch in diesem Monat wieder unterwegs.
Einmal mehr ist Südafrika unser virtuelles kochtechnisches Reiseziel.
Im April 2019 - hui, reisen wir jetzt schon lange! - waren wir dort schon einmal kochend am Start.
Bei mir gab es damals Biltong, Trockenfleisch, das in Südafrika aus allerlei heimischen Wild wie Strauß, Kudu, Springbock, Eland oder auch Gemsbock angeboten wird.
Bei mir war es damals schon ganz schnöde Rind und so kam es auch nachher noch ein paarmal aus dem zimtkringelschen Dörrapparat. Eigentlich schon viel zu lange nicht, wenn ich es mir recht überlege.
Mal gucken, wann ich den Dörrer wieder aus dem Keller krame.
Heute dagegen habe ich mir ein Rezept ausgesucht, das seinen Ursprung bei der großen malaiischen Volksgruppe hat, die in Südafrika seit der niederländischen Kolonialzeit beheimatet ist und
deutlich gen asiatische Küche tendiert.
Ich glaube, ich hab die Statistik irgendwann schon einmal bemüht: Im Ranking der beliebtesten Küchen der Welt landet Italien seit Jahren auf dem ersten Platz. 85% von über 25.000 Befragten gaben an, besonders gerne Gerichte aud der italienischen Küche zu essen.
Nun fragt mich nur nicht, wer da wen wann und vor allem warum befragt hat!
Ich weiß es tatsächlich nicht.
Ich wirke nur unglaublich gerne unheimlich informiert, indem ich irgendwelche random Statistiken nenne, ohne etwas belegen zu können.
Wie übrigens 47% aller Befragten.
Höm. Räusper.
Tatsache ist allerdings, dass 100% aller bei zimtkringel beheimateten Menschen sehr gerne italienisch essen.
Fakt!
enthält unverlangte, unvergütete Werbung aus Überzeugung und ein wenig aus Trotz
Dass der zimtkringelsche Kernhaushalt zu gleichen Teilen aus Schweizern und Schwaben besteht, ist mittlerweile wohl kein Geheimnis mehr.
Nun haben sich die nationalen Kanten über fast 25 Jahre doch einigermaßen abgeschliffen.
Salade niçoise ist die Bezeichnung für einen Salat, der allgemein der provenzalischen Küche und der Region um Nizza zugerechnet wird.
Sagt die Wikipedia.
Was übrigens nicht belegbar ist.
Ich hab mir vor Veröffentlichung dieses Rezeptes allerdings nicht unbedingt zum Thema Provenienz Gedanken gemacht.
Eher Inhalt, also Inhalt der Salatschüssel.
Thunfisch hat bei bewußtem Kauf noch immer, wie wir hier in Schwaben sagen, a Gschmäckle.
Internationale Überfischung, Schleppnetzfischerei und die damit zusammenhängende Zerstörung von marinen Lebensräumen kommen in den Sinn.
Darf man Thunfisch dann überhaupt noch essen?
Sagen wir mal so: Fisch ist eine sehr wertvolle Ressource, die wir bei zimtkringel als Delikatesse betrachten und bewußt und in Maßen genießen.
Als Verbraucher hat man nicht unbedingt immer Einblick und Durchblick, was Herkunft und Fangmethoden angeht.
Auch die Vielzahl von Gütesiegeln macht die Wahl nicht wirklich einfacher.
Bei manchen Gerichten ist es für mich tatsächlich Liebe auf den ersten Blick.
Ganz oft hat das bei mir etwas mit Tomatensauce und Hackfleisch zu tun.
Als ich diesen Gnocchi-Auflauf in einem meiner englischsprachigen Aussi-Food-Blättchen entdeckt habe, wußte ich sofort, wir werden gute Freunde.
Tatsächlich erfordern die Rezepte aus ausländischen Publikationen fast immer leichte Überarbeitung.
Vor allem, weil die verwendeten Produkte bei uns oft nicht zu bekommen sind.
...oder, weil die Zutaten nicht so meins sind, ich aber unbedingt der Spur nach ausprobieren möchte, was da so gezeigt wird.
Hier zum Beispiel heißt das Original aus einer australischen Zeitschrift Gnocchi Sheperds Pie und - man vermutet es schon - nutzt Lammhack. Ja. Nee. Irgendwie werden
Lammfleisch und ich in diesem Leben wohl keine Freunde mehr.
Seit wir gefrierschranktechnisch ein wenig erweitert haben, hat der Herr zimtkringel für sich das gefrostete Angebot diverser Hersteller entdeckt.
Ein Umstand, den ich interessant finde.
Irgendwie muss ich gar keine Überraschungstüten mehr kaufen, um die Spannung an Herd und Pfanne hochzuhalten, denn der Gatte liefert die überraschendsten Zutaten frei Haus.
Man muss sich das so vorstellen:
Ich guck in den neuen Gefrierschrank hinein und unerwartete Produkte gucken aus dem Gefrierschrank heraus.
Also nicht, weil Thomas zu unglaublicher Exotik neigen würde, sondern vielmehr, weil er die Einkäufe in den Froster packt und dann vergißt, es zu erwähnen.
Langer Rede kurzer Sinn:
Heute gibt es bei uns Spaghetti mit Garnelen und Rucola, weil die Garnelen wie durch ein Wunder in dieser Woche im Gefrierschrank aufgetaucht sind.
It´s magic!
Nun zeig doch mal mehr Salat!
Kannst du nicht mal Fingerfood machen?
Ich wünsch mir ein asiatisches Gericht!
Mehr Huhn!
Weniger Huhn!
Kannst du nicht mal was ganz Einfaches zeigen?
Was Leichtes, zeig mal was Leichtes!
Immer die Braten!
Sommerküche wäre schön!
Warum zeigst du nie Torten?
Ich freu mich sehr über Zuschriften.
Ok, über manche mehr und über manche eher so mittel.
Aber das zeigt mir immerhin, dass Menschen bei mir lesen und sich doch tatsächlich dafür interessieren, was bei uns so auf den Tisch kommt. Übrigens eine Tatsache, die mich auch nach all den Jahren immer wieder verblüfft.
Und ich lasse mich sogar ein wenig beeinflussen.
Nicht oft, aber manchmal schon.
Manchmal finde ich sogar Gerichte, die fast allen Wünschen entgegen kommen.
Übrigens: Torte gehört nicht zu meiner Kernkompetenz. Aber mal so gar nicht.
Nun bin ich ja schon eine ganze Weile mit der Kulinarischen Weltreise und bei Koch mein Rezept unterwegs. Das sieht bei mir so aus: Ich koch mein Rezept, schreibs auf, mach ein paar Fotos und baue die Links der anderen ein, dann lehne ich mich zurück und freu mich des Lebens. Irgendwann zum Ende der jeweiligen Frist guck ich dann meistens auf die Liste und denk Holla, ganz schön viele Beiträge. Punkt.
Und irgendwann zu Ende der Frist denk ich vielleicht daran, die Blogs zu besuchen und einen Kommentar da zu lassen. Gehört sich so. Mach ich gerne. Dass hinter der Organisation so eines
virtuellen Bloggertreffens eine ganze Menge Arbeit steckt, is mir klar. Ein Grund, warum ich keine Events ausrufe. Is Arbeit.
Was war nun zuerst da? Huhn oder Ei?
Der Reis! Der steht hier nämlich schon seit vorgestern im Kühlschrank rum.
Das bzw. den nehme ich heute zum Anlaß, mal wieder eines der schnellsten Rumfort-Rezepte ever zuzubereiten: Wir hauen Fried Rice, also gebratenen Reis in den Wok.
So, nach dieser ungemein einfallsreichen Einleitung schau mer mal, was der Kühlschrank noch alles hergibt.
Gebratener Reis ist nämlich die ideale Gelegenheit, zu verwerten, was langsam aber sicher weg muss.
Das Huhn ist natürlich frisch, aber das Gemüse hat schon bessere Tage gesehen.
Alle Jahre wieder jammere ich hier rum, weil ich so gerne Spargel mag, mein Lieblingsmensch den aber eher so unteres Drittel findet.
Ebenfalls alle Jahre wieder tangiert mich das aber in Wirklichkeit eher peripher.
Es ist Spargelzeit, bei uns gibt´s Spargel! Basta!
Ensprechend findet Ihr unter dem Stichwort Spargel im Suchfeld bis heute ca. 20 passende Rezepte.
Und heut kommt eins dazu.
Har, har, wir zwangsspargeln heute.
Weil ich aber tendenziell auch eine Nette bin, versuche ich heute mal, dem Gatten wenigstens ein wenig entgegen zu kommen, indem ich den Spargel unter eines seiner Lieblingsgerichte schmuggle: Es
gibt Asparago tonnato, grünen Spargel, Schinken und Thunfischsauce.
Beitrag enthält Werbung für Südtiroler Apfel g.g.A.
Wenn Zorra zum Blogevent ruft, sind wir meist dabei. Wenn´s noch dazu knackige Äpfel zu entdecken gibt, erst recht.
Was fehlt jetzt noch, um alle in der zimtkringel-Weltzentrale so richtig, richtig, richtig glücklich zu machen?
Richtig, Menschen, die hier ab und zu lesen, wissen es: Herr zimtkringel braucht Kartoffelbrei zum Glück!
Na, da mache ich mich doch ans Werk und bastle ein Rezept, das alle rundum zum Strahlen bringt.
Mich übrigens auch, denn die saftigen Koteletts mit Apfel und Senf treffen nicht nur meine liebste Geschmackskombi salzig/fruchtig, nein, sie gelingen auch noch ziemlich mühelos und stehen innerhalb kürzester Zeit auf dem Tisch.
Das liebe ich bekanntlich sehr.
Noch schneller geht´s übrigens, wenn der hauseigene Kartoffelbreikönig himself den Stampfer schwingt und das Pü so ganz ohne mein Zutun entsteht.
Lust auf ein herzhaft-apfeliges Geschmackserlebnis? Dann los!
Wenn man mit dem Liebsten und der Besten einen spontanen kleinen Einkaufstrip über die Grenze nach Frankreich macht und noch dazu einen richtig schönen Tag hat, will man natürlich eine kleine Erinnerung mit heim nehmen. In meinem Fall waren das diesmal ein paar Geschirrteile, eine neue Quicheform und gefühlt ein Kofferraum voll leckerer Dinge.
Und die Erkenntnis, dass ich unbedingt mal ein Rezept aus unserer liebsten Kurzurlaubs-/Einkaufstrips-/ nur-mal-gucken-nix-kaufen-ach-was-solls-wenn-wir-schonmal-hier-sind-Region kochen muss.
Tadaaaaaaa! Es gibt Coq au Riesling, die elsässer Variante des Coq au Vin. Hier sogar original mit elsässer Geflügel und natürlich einem Fläschchen Riesling aus der Region.
Ich verrate Euch was: Das war saulecker!
Es braucht ein wenig Vorarbeit und ein klitzelkleinwenig brachiale Gewalt, aber es lohnt sich echt.
Die Gewalt könnt Ihr umgehen, indem Ihr statt einer ganzen Maispoularde einfach Hühnerteile oder sogar schon ausgelöste Hühnerbrüste kauft. Richtig aromatisch wird es aber, wenn ein ganzes Huhn
samt Knochen und Haut in den Schmortopf wandert.
Bei uns in zimtkringeltown drehen sich ziemlich viele Gespräche ums Essen. Fact of Life.
Lustigerweise zieht sich das in unserer Familie durch die Generationen.
Andere Menschen sitzen zum Beispiel bei Feiern und erinnern sich an Meilensteine der Familiengeschichte.
Wir unterhalten uns ohne Witz in Breite darüber, wo es die besten Pommes gibt.
Da kennen wir nix und da wird´s sogar manchmal etwas laut, denn die Mäckes-Fraktion ist sich nicht immer mit der King-Fraktion einig und dann gibt es noch die Ecke am Tisch, die nur selbstgemachte Pommes zuläßt, dafür aber ausdiskutiert, ob Öl besser ist als Heißluft und Topf besser als Fritte.
Im Ernst.
Ich freue mich, auch in diesem Jahr wieder etwas zum Tag der Pistazie beitragen zu dürfen.
Susan vom bezaubernden Blog Labsalliebe lädt nun schon seit ein paar Jahren jeweils am 26. Februar Blogger aller Couleur dazu ein, Rezepte mit der feinen Steinfrucht zu zeigen.
Mal davon abgesehen, dass zimtkringel-intern unsere liebste "Zubereitungsart" die ist, mit einer großen Tüte gesalzener Pistazien auf dem Sofa zu sitzen und fröhlich von uns hin zu knuspern (um dann unweigerlich mitten in der Nacht barfuß auf eine Schale zu treten und den jeweiligen Knusperer in bunter Sprache zu verwünschen), gab es bisher hier schon von süß (Fudge) über käsig (Frischkäseküchle) bis sehr süß (Kadayif) eine kleine Auswahl passender Rezepte.
Heut soll´s nun eher umami werden!
Also sagen wir mal so: Dafür, dass die Reorganisation unserer Küche, namentlich des Gewürzschrankes, echt eher so mittelgut voran geht, bin ich jetzt ja schon froh, dass ich meine Sößchen, Tunken, Essige, Öle und Tinkturen eingermaßen auf der Reihe habe.
Also so fast...
Immerhin hatte ich heute das Erdnußöl auf Anhieb am Start.
Ok, vielleicht, weil ich es vorgestern neu gekauft und noch nicht im Schrank verstaut hatte.
Aber immerhin, es geht voran.
Darum gab´s heute auch relativ schnell entschlossen glasierte Hühnerflügelchen mit ausgesprochenem Asia-Touch.
Schnell entschlossen, weil mir das heute im Morgengrauen zwischen Physio und Arbeit eingefallen ist.
Gleich mal vorab: Bei der Zubereitung dieses Eintopfes ist kein Kind zu Schaden gekommen.
Nicht mal ein ganz kleines.
Und ja, als jemand, der ein kleinwenig sprachbesessen ist, habe ich mir eine ganze Weile überlegt, ob ich diesen Gemüsetopf wirklich Kindereintopf nennen soll. Denn eigentlich nennt man ja bei Rezepten meist die Hauptzutat. Und wie gesagt... siehe oben!
Tatsächlich macht aber diese Art von Eintopf in Variationen unter dieser Bezeichnung schon seit mindestens zwei Generationen mäkeliger Nachkommenschaft bei Freunden und Bekannten die
Runde.
Diesen Monat tauchen wir Leckeres für jeden Tag-Blogger tief in unsere Jugend ein.
Wir zeigen Euch Klassiker der Kindheit.
Nix Neues hier bei zimtkringel, werdet Ihr nun sagen. Ich koche ja regelmäßig Rezepte meiner Familie. Deshalb dachte ich, nachdem Thomas mittlerweile hier schon seine ganz eigene Fangemeinde hat, kramen wir heute mal in seinen Kindheitserinnerungen.
Ehrlich gesagt hatte ich Waffeln, wie sie sein Papa macht, oder vielleicht etwas mit Käse erwartet.
Es wurde aber ein recht herzhaftes Gericht, das ich so gar nicht als Kinderessen auf dem Plan gehabt hätte:
Kabis und Ghackets.
Hier kommt das Konstrastprogramm!
Nach Wochen mit Weihnachtsrezepten, Eintöpfen, Broten, Kuchen und schwäbischem Zeug wage ich mich heute mal wieder an ein kleines Küchenexperiment.
Wir mögen Sushi sehr gerne.
Normalerweise schaut das bei uns so aus:
Wir gehen essen und/oder bestellen Sushi.
Fertig!
Nach Jahren, in denen ich immer lautstark getönt habe, dass ich keine Lust auf filigranes Gefitzel habe und mir auch never ever anmaßen würde, etwas zu basteln, für das Sushimeister viele Jahre lernen, schwenke ich um.
Was geht mich mein Geschwätz von gestern an?
Ich bastle jetzt Sushi!
Boah, war das kalt!
Jaha, ich weiß, dass es im Winter üblicherweise kalt ist.
Aber bei uns war es die letzten Wochen so kalt, dass ich Suppe brauchte.
Einen ganzen Topf voll!
Und Kuschelsocken.
Aber in erster Linie Suppe.
Nun hatte ich einen ganze Menge Wintergemüse eingekauft, weil ein weiterer Durchgang der genialen Bloggeraktion Saisonal schmeckt's besser in der Winteredition anstand.
Und ich wollte etwas ganz unglaublich Innovatives, extrem Beeindruckendes kochen. Irgendwas mit toller Optik, bei dem alle den Kopf schütteln, ob meines unglaublichen Küchentalentes.
Dann hatte ich aber Lust auf Suppe. Und die habe ich mit Kuschelsocken an den kalten Zehen gekocht.
Ich wollte es nur erwähnt haben.
Jetzt musste ich gerade mein eigenes Rezepte-Suchsystem bemühen.
Ich wusste, dass wir mit der kulinarischen Weltreise schon einmal in Peru virtuell Station gemacht hatten. Mit Daten hab ich es ja eh nicht so und seien wir ehrlich, bei den Mengen an Rezepten, die wir hier raushauen bzw. nachbasteln, verschwimmt mir alles, was nicht aus irgendeinem Grund extrem anders war. Anders heißt bei mir meist, dass es irgendwie in einer Katastrophe endete. Selektives Gedächtnis oder auch Hirn wie Sieb.
Jedenfalls sind wir in diesem Januar, gut viereinhalb Jahre später, wieder auf küchentechnischen Pfaden in Peru unterwegs.
2019 gab es bei mir übrigens Pesque de Quinua, einen Käse-Quinoa-Auflauf und eine der wiklich wenigen Gelegenheiten, bei der bei uns Quinoa überhaupt auf den Tisch kam.
Wie immer reisen eine Menge bunter Blogger virtuell in ein bestimmtes Land, kochen ein landestypisches Gericht nach und schreiben darüber.
Heute zeige ich Euch eines unserer echten Wohlfühlgerichte.
Spaghetti mit Hackfleischsauce und Pilzen.
Wir lieben es!
Nun ist es natürlich vermessen, diese schnelle Sauce Bolognese zu nennen.
Richtige Bolognese, besser gesagt Ragù alla bolognese darf mehrere Stunden auf kleiner Flamme vor sich hin schmurgeln, während wir hier innerhalb einer Stunde essen und uns dran
freuen können.
Ach ja, und Pilze sind auch noch drin.
Die haben in einem echten Ragù auch nix zu suchen. Vom Blattspinat ganz zu schweigen.
So, nachdem wir jetzt wissen, was es nicht ist, sag ich Euch, was Euch hier wirklich erwartet:
Al dente gegarte Spaghetti, fleischige, extrem aromatische Sauce, gemischte Pilze, a Bissele Gemüse und gaaaanz viel Geschmack.
Wahrscheinlich setze ich mich jetzt ganz schön in die Nesseln.
Foodies schreien jetzt gleich "Das ist doch kein Rezept!"
Hardcore-Weihnachtsplaner haben längst alle Geschenke beisammen.
Wellnessmenschen zählen Fette und Salzgehalt auf.
Energiesparer schielen mit gerunzelter Stirn auf den Strohmzähler.
Vegetarier werden traurig gucken und Veganer finden das Ganze gar nicht lustig.
Is mir Wurscht.
Oder besser: Is mir Schinken.
Und Salami.
Salami isses mir auch.
Ich hab da ein Last-Minute-Geschenk, mit dem Ihr Fleischesser ziemlich sicher glücklichen macht:
hauchdünne, superknusprige Schinken- und Salamichips
Noch ein Rezept, das echt würdig wäre, auf dem Festtags-Esstisch zu landen.
Wobei uns bei zimtkringels Schmorgerichte eigentlich immer schmecken. Allein schon wegen der Sauce.
Und dass sich Schmorgerichte nach etwas Vorarbeit fast von selbst kochen, ist natürlich auch nicht unbedingt von Nachteil.
Wahrscheinlich mit ein Grund, warum sich hier schon ein paar andere Rezepte mit Rinderbeinscheiben finden: Melt in Mouth Shin Stew nach Jamie Oliver, Rinderbeinscheiben auf Wurzelgemüse , Ragù alla Bolognese,
Rinderbeinscheibe aus dem Römertopf und Ossobuco aus dem Slowcooker kommen meiner wochenendlichen Bequemlichkeit schon sehr entgegen. Heute gibt´s nun also eine Version nach Jägerart, mit einem guten
Schuß Sherry, Gemüse, Kräutern und vor allem Pilzen.
Na, macht Ihr Euch langsam Gedanken, was an den Feiertagen auf den Tisch kommen soll?
Wir sind ja die Fondue- und/oder Raclettefraktion, gerne im Wechsel mit Lachshäppchen zum späten Frühstück am ersten Feiertag und zwischendrin mal Ente mit Knödeln und Rotkohl.
Laaaaaangweilig? Nö, wir freuen uns darauf. Essenstradition sozusagen. Seit Jahren so gut!
Trotzdem hab ich sogenannte festliche Küche gerne und probiere da immer mal wieder was aus.
Wie dieses Wildgulasch mit Schokoladensauce.
Gut, sag ich Euch! Und echt festtagswürdig.
Ich würd ja sagen, Wild bietet sich saisonal gerade an. Tatsächlich musste ich vorletzten Samstag sogar besonders vorsichtig gen Arbeit düsen, weil eine Jagd ausgeschildert war. Ja Stadtmenschen, gebt Euch das mal! Bei uns stehen ab und zu Vorsicht-Jagd-Schilder an der Strasse!
Allerdings glaubt mir kein Mensch, dass es bei uns ums Eck im Talwald freilaufenden Hirsch gibt.
Dieser hier stammt aus einer Jagd im Allgäu und kam tiefgefrostet nach Schwabilon.
Vielleicht sind Euch irgendwann die vielen internationalen Gerichte aufgefallen, die ich gerne hier zeige.
Oft, aber nicht immer, hängen die mit dem jeweiligen Zielland der kulinarischen Weltreise zusammen, bei der sich jeden Monat Blogger auf ein bestimmtes Land einigen, um dieses zumindest auf dem Teller zu erleben.
Ab und zu sind Länder dabei, die mir nicht sehr liegen. Momentan zum Beispiel die Mongolei, zu der mir nicht wirklich viel einfällt. Manchmal habe ich Rezepte auf dem Plan, die ich unglaublich
gerne ausprobieren möchte, zu denen mir aber die Zeit fehlt. Oder ich entdecke mehrere, die mir gefallen könnten und muss mich für eines entscheiden. Wie dieses Red Chicken, das
in Südafrika angesiedelt ist und mal wieder unter der Rubrik "Nicht schön, aber so gut!" läuft. Zartes, saftiges Hähnchen und echt leckeres Gedöns aussenrum.
Komisch, Gnocchi scheinen irgendwie Mädchenessen zu sein.
Zumindest kenne ich wenige Männer - schon gar nicht in meiner Family - die Hurra schreien, wenn sie die kleinen Knubbel auf den Teller bekommen.
Ich dagegen bin großer Fan.
Damit hier keiner weinen muss, wenn ich dann doch mal alle paar Monate Gnocchi essen will, trickse ich ein wenig: Ich tarne sie. Naja, nicht so wirklich. Sagen wir mal, ich arbeite mit Ablenkung.
Camouflage, harhar! (An der Stelle müßt Ihr Euch im Hingergrund jetzt die Musik vom A-Team vorstellen).
Ich lege einfach ein frisches Hähnchen vom Bauern des Vertrauens daneben aufs Backblech.
So kann ich mir sicher sein, dass die bösen Kartoffelknubbel praktisch gar nicht auffallen, bzw. so nach Brathuhn schmecken, dass keiner meckert.
Nun probier ich es nochmal: Ich lasse mich auf eine weitere Mango-Erfahrung ein.
OK, ganz schön vollmundig angekündigt, merk ich gerade. Und ohne Trommelwirbel und Fanfarengeschmetter im Hintergrund wirkt das jetzt auch nicht so richtig.
Was ich eigentlich damit sagen wollte:
Als Kind dachte ich immer, Mango müsse der ab-so-lu-te Geschmackshammer sein.
In erster Linie deshalb, weil ich irrigerweise dachte, mein liebstes Lieblingseis Cuja Mara Split sei daraus gemacht.
Cuja Mara.... ja, ich war irgendwie wohl nicht das hellste aller Kinder.
Jedenfalls hab ich dann irgendwann Mango probiert - wahrscheinlich damals ein etwas unreifes Exemplar - und fand sie extrem scheußlich. Hohe Erwartungshaltung traf auf mindere Qualität.
Mööp. Großes Möööööööp!
Als Kind fand ich gefüllte Paprika erstmal übel.
Das waren mit massivem Hackfleisch und Reis gefüllte grüne Paprikaschoten.
GRÜNE Paprikaschoten. Die mag ich bis heute nicht wirklich.
Grüne Paprika sind unreif und schmecken mir einfach zu grün. Ähm. Ihr versteht?
Wobei, wenn ich es mir recht überlege, Pimientos de Padrón sind ja auch grün und die esse ich sehr gerne.
Egal, keiner hat behauptet, dass ich´s mit der Logik habe. Keiner. Niemals. Nobody. Never.
Wie dem auch sei, rote Paprika finde ich so gut, dass es hier bereits zwei andere Rezepte für gefüllte Paprika gibt. Guckt mal hier gefüllte Paprika aus dem Backofen und hier gefüllte Paprika nach Erika und Ruth.
Beide mit ausgezeichneten tomatigen Saucen.
Das heutige Gericht kommt dagegen erstmal ohne Sauce auf den Tisch. dafür mit einem sehr saucigen Tomatenreis. Das Rezept ist mir in einem amerikanischen Kochmagazin begegnet und praktisch fast
von selbst in den Topf gehüpft
What? Jetzt gibt es hier schon wieder Gulasch?
Jo. Gibt es. Und ja, wenn Ihr Gulasch oder auch Rinderragout im Suchfeld eingebt, findet Ihr noch ein paar mehr Rezepte dazu.
Sagen wir mal so: Der Gatte mag Gulasch unheimlich gerne und ich mag den Gatten unheimlich gerne. So!
Ausserdem kann man nie genug Wohlfühlrezepte haben. Der Sommer macht bei uns gerade eine kleine Pause, also haben wir beschlossen, dass ein wenig geschmortes Rind auf dem Teller mit Sicherheit zum allgemeinen Wohlgefühl beitragen wird.
Weil ein fauler Sonntag zu meinem Wohlgefühl noch erheblich mehr beiträgt, wandert der Schmortopf nach kurzem Werkeln auf dem Herd einfach für ein, zwei Stündchen in den Backofen.
Keiner hat behauptet, dass Wohlfühlesssen mit besonders viel Arbeit verbunden sein muss.
Feierabend, Hunger und keine große Lust, zu Kochen.
Das Gefühl zieht sich bei uns in zimtkringeltown oft genug durch die Woche.
Über die Jahre ist auch in meinem Umfeld langsam durchgesickert, dass ich "irgendwas mit Kochen" und "irgendwas mit Büchern" mache.
Deshalb ist neben "Was liest man denn gerade so?" auch "Und, was kochst du heute Abend?" ein ungemein beliebtes Smalltalkthema, wenn eher entfernte Bekannte ein Gespräch beginnen wollen.
Wenn die Menschen wüßten, dass ich erstens verflixt häufig Schund lese, den ich als Buchhändlerin nie und nimmer zugeben werde und dass zweitens das indisch-chinesisch-italienische Pizzataxi bei
uns eine eigene Schnellwahltaste hat... uiuiui.
Und noch ein kleines Gericht, das wir momentan sehr gerne mögen: Italienisch angehauchte Hackbällchen mit einer ganz einfachen Beigabe von kleinen, super aromatischen Kirschtomaten, wie es sie eben nur im Sommer so lecker gibt: Polpettone con pomodori
Polpettone sind Allrounder.
Sie schmecken heiß, lauwarm und kalt, pur, als Beilage mit oder ohne Tomatensauce zur Pasta und auch ganz wunderbar zu einem ordentlichen Stück Ciabatta.
Da machen sich dann die weichen, fruchtigen Minitomaten besonders gut, finde ich.
Tja, und wenn der Sommer dann mal endet und die Tage langsam aber sicher irgendwann wieder trüber werden, holen so kleine mediterrane Leckereien die Sonne vielleicht wenigstens auf den Teller.
Ganz nebenbei erwähnt bin ich seit heute wieder Gastgeberin bei einem Blogevent von Zorra beim Kochtopf. Beim 199ten, um genau zu sein.
Es ist mir einmal mehr eine große Ehre!
Ich liebe süß-salzige Gerichte!
Ich liebe asiatische Aromen!
Ok.... wie es scheint, habe ich eine leicht verquere Beziehung zu Essen im Allgemeinen.
Ich finde irgendwie fast alles Klasse.
Je schräger, je lieber.
Ausser Papaya.
Papaya ist böse.
Aber ich wiederhole mich.
Nun lief mir neulich in einer meiner englischen Foodiezeitschriften ein Rezept über den Weg, das so eindeutig null authentisch asiatisch ist, dass es schon fast quietscht. Dafür könnte es aber locker die Überschrift SIMONE WIRD DAS MÖGEN tragen.
Ich mußte es nachbasteln.
Es hat sich mir fast aufgedrängt.
Die Rede ist hier von Cola Wings. Ja Cola, wie in zucker- und koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk.
Und mal ganz nebenbei erwähnt: Der Herr zimtkringel war kein Fan des Rezeptes. Nicht wegen des süßen Colas, sondern weil er Austernsauce nicht mag.
Ich schon!
Wenn man als Foodie für Events, die Medien oder was auch immer interviewt wird, kommt unweigerlich die Frage, welches der vielen Rezepte aus dem Verzeichnis denn bei Bloggers daheim am häufigsten auf den Tisch kommt.
Tatsächlich gibt es die wenigsten der Bloggerichte mehr als einmal, denn das Rezeptverzeichnis erfordert ständig Nachschub an neuen Ideen.
Davon ausgenommen sind Leibgerichte. Namentlich die des Gatten.
Die gibt es immer wieder. Bei uns ist das neben Kanonenrohr am häufigsten und mit weitem Abstand Hörnli und Ghackets.
Das ist wohl auch mit der Grund, warum ausgerechnet dieses etwas seltsam anmutende Rezept nun schon das dritte Mal hier bei zimtkringel auftaucht. Der Status als Leibgericht, die Tatsache, dass es einfach gut schmeckt und gut tut und dann vielleicht ganz am Rande noch, dass ich bisher nur unsäglich hässliche Fotos davon hatte, sorgen hezte bereits für die dritte Hörnli-Fotosession.
Und das bei 35 Grad im Schatten mitten um Juli!
Boah Leute, wir lieben Essen vom Grill!
Ok, wir lieben Essen insgesamt, wem mach ich was vor?
Aber mal echt, es hat schon etwas herrlich ursprüngliches, ein schönes Stück Fleisch, Fisch oder gerne auch gemüsige Dinge auf den Grill zu werfen und beim Brutzeln zuzusehen.
Passende Beilagen dazu, ein nettes Getränk und im Hause zimtkringel herrscht eitel Sonnenschein.
Also, heute ist das so. Früher herrschte eher Wer-soll-Feuer-machen-und-wer-wird-den-mistigen-Rost-putzen?-Frust.
Erst, seit der Mädchengrill im Haus ist, der sich locker anzünden läßt und nachher auch wieder schnell verräumt ist, wird bei uns recht spontan gebrutzelt.
Jetzt braucht´s Rezepte! Grillgut, Beilagen, Salate, Getränke, immer her mit den Ideen!
Die liefern heute, am ersten Sonntag im Juli, die Leckeres für jeden Tag - Blogger.
Wie jeden ersten Sonntag im Monat, feiern wir eine kleine, feine Foodblog-Party mit Rezepten zu einem vorgegebenen Thema. Diesen Juli lautet es Alles für die Grillsaison. Guckt
mal hier:
Manchmal kann ich es ja gar nicht fassen, wie schnell die Zeit vergeht. Eben habe ich noch überlegt, was wir an Weihnachten kochen wollen, und !blubb! ist der Sommer da. Ok, das ist natürlich krass übertrieben. Auch bei uns gibt es Januar, Februar, März... April... Mai....
Und schon ist mir der Erzählstrang mal wieder entglitten.
Wo war ich? Ah ja, saisonales Essen.
Darauf wollte ich hinaus.
Prinzipiell habe ich kein Problem mit Rehragout im Sommer und Lebkuchen unterm Sonnenschirm. Ich würd mich sogar zu Gänsebraten mit Kastaninen hinreißen lassen. Da bin ich ziemlich schmerzfrei.
Wenn sich die Temperaturen in Schwabilon aber, wie jetzt gerade, den 30 Grad nähern, packe selbst ich den Schweinebraten mit Knödeln und die Dominosteine mal kurz weg und widme mich der leichten
Sommerkost.
Es gibt Gerichte, die sehen für mich auf den ersten Blick irgendwie nach Sommer aus.
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob dieses thailändische Erdnusshähnchen jemals Thailand gesehen hat, sprich, ob es sich hier um ein nur annähernd authentisches Rezept handelt.
Ich habe es in einer Sommerausgabe eines US-Amerikanischen Foodmagazins gefunden.
Aus Erfahrung darf ich sagen, diese Rezepte haben oft nur wenig mit dem Land zu tun, dem sie zugeschrieben werden.
Wenn ich da nur an die Authentic German Recipes denke. Uiuiui. Viel Kraut und Wurst.
Dennoch, ob authentisch oder komplett erfunden, gut isses, das Huhn! Ich mag ja eh alles, was mit Erdnuss zu tun hat.
Dazu landet es noch erstaunlich schnell auf dem Teller. Guckt mal!
In diesem Monat reisen die Blogger der kulinarischen Weltreise unter Leitung von Volker von volkermampf ein weiteres Mal nach Afrika.
Nordafrika, der Maghreb ist das Ziel, um ganz genau zu sein, geht es nach Libyen.
Rein virtuell versteht sich und auch nur rein küchentechnisch, denn Libyen gehört derzeit nicht zu meinen Traumzielen.
Libyen gilt seit Jahren als politisch höchst instabil. Amnesty International berichtet von stark eingeschränkten Menschenrechten.
Immer, wenn die Kulinarische Weltreise ein Land als Thema hat, dessen Bevölkerung leidet, bin ich hin und her gerissen, ob ich nicht einen Durchgang aussetzen sollte.
Dennoch: Libyen hat eine mehr als 3000jährige Geschichte. Es leben dort fast 7 Millionen Menschen. Wenn unsere kleinen kulinarischen Ausflüge auch nur einen winzigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten, haben wir eigentlich alles richtig gemacht.
Ich bin auch bei diesem Durchgang wieder dabei.
Na, seht Ihr auch gerne wie Kochkünstler aus, obwohl das eigentliche Rezept ganz einfach ist?
Ich geb´s zu, so gestalte ich meine Essen am liebsten!
Klar, wenn man seit Jahren Rezepte öffentlich macht und Bilder aus der Küche zeigt, muss man ein kleines Bisschen Selbstdarsteller sein.
Is bei mir zumindest so.
Dazu kommt bei mir noch permanenter Zeitmangel und ein kleines Bisschen Faulheit.
Da kommt das folgende Rezept doch extrem gelegen.
Ganz schön viel Hui, Staun, Applaus, gemessen an der anfallenden Vorarbeit.
Heute ist Muttertag.
Andere backen ihrer Mama einen Kuchen, ich koche eines ihrer Rezepte nach.
Meine heute 86jährige Mama Erika kam als Kind aus dem damaligen Sudetenland via Bayern nach Schwaben.
Ob nun also die hier gezeigte Tomatensauce ihren Ursprung in der böhmischen Küche meiner Oma Marie hat, in den bayrischen Jahren begründet liegt, meine Mama sie irgendwann in der später besuchten
Kochschule in der schwäbischen Provinz entdeckte, oder gar die Kochkünste ihrer ungarischstämmigen Schwiegermutter, meiner Oma Resl dafür Pate standen, isch waaas es net.
Es war einmal ein Samstag im Monat Mai, an dem ein britischer König gekrönt werden sollte.
Wie es der Zufall will, war jener Samstag genau der erste Urlaubstag im Hause zimtkringel.
Und weil Herr und Frau zimtkringel bereits im Morgengrauen einkaufen waren, keine weiteren Termine anstanden und sie zur Abwechslung mal Zeit hatten, was selten genug der Fall ist, lief die Glotze.
Um es kurz zu machen, wir saßen zwar nicht die ganze Zeit davor, aber die Krönung von King Charles lief im Hintergrund, während wir machten, was man samstags halt so macht.
Und natürlich hatten wir zu allem eine Meinung, Royals-Experten, die wir sind. Nicht. Aber mal so gar nicht.
Und dann stehen plötzlich wieder besondere Tage an und eigentlich hab ich gar keine Zeit zu Kochen und auch keine Lust und noch so viele Termine und Bücher zu lesen und die Wohnung sieht aus, wie Sau und vielleicht ist ja das Wetter schön und man kann raus aber vielleicht ist es auch zu kalt und man könnte ja spontan was mit den Freunden unternehmen oder muss etwas aus dem Kühlschrank weg oder bleiben wir heut einfach mal liegen und machen uns einen faulen Tag, man könnte ja auch was bestellen....
Huch. Schon Abend.
Aber eigentlich ist ja Feiertag.
Na, dann kochen wir doch was Besonderes und trotzdem Schnelles.
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Es ist mal wieder Zeit für ein besonderes Buch.
Heute habe ich eines ausgesucht, bei dem Ihr Euch vielleicht auf den ersten Blick fragen werdet, was ein Foodblog aus dem Herzen des Schwabenlandes wohl damit am Hut haben könnte.
Zugegeben, so fern der Küste und weit weg von jedem größeren Gewässer, ist Fisch nicht wirklich meine Kernkompetenz.
Und dann dreht sich Hella Wittes Fischverliebt, gerade bei Callwey erschienen, um einen Laden, oder sagen wir besser um eine Institution, mitten in München.
Ab und zu werde ich gefragt, wie ich Rezepte entwickle. Oder auch, wie ich auf Ideen komme . Und manchmal frag man mich auch ganz einfach, wie ich entscheide, was ich als nächstes koche und was entsprechend im Blog landet.
Nun, selbstverständlich gehe ich da mit viel Planung, Tabellen, Hochrechnungen, Logik und äusserstem Kalkül vor.
Nicht.
Einer meiner liebsten Kochbuchautoren ist Yotam Ottolenghi.
Eines seiner Rezepte hatte ich mir für letzten Samstagabend vorgenommen:
Baked Potatos mit Tonnato-Sauce.
Nun beschäftige ich mich ja tagein, tagaus mit Kochbüchern.
Gerade zu denen von Ottolenghi höre ich dann immer wieder, dass die Zutatenlisten ja so furchtbar lang und aufwendig seien.
Mag sein, dass es die eine oder andere Zutat nicht im Laden nebenan gibt, aber bisher hatte ich - und ich bin ein Landei! - eigentlich nie Probleme, alles zu bekommen.
Heute war das erste Mal.
Nun ratet mal, um welche exotische Zutat es sich dabei handelte!
Nö. Njet. Naaaain, ich bin mir sicher, alle Eure Antworten lagen meilenweit daneben.
Ich spreche von Kartoffeln.
Heute bewege ich mich rezepttechnisch mal wieder ein wenig back to the roots.
Oder, um einen Mann aus meiner unmittelbaren Umgebung zu zitieren: "Koch doch mal wieder was Normales."
Also gibt es Schweinebraten.
Weil ich aber laufend Rezeptheftle aus der ganzen Welt lese, hat sich eine Zubereitungsart eingeschlichen, die ich schon länger einmal ausprobieren wollte:
Ich beize das Fleisch in einer 1:3 Essiglake.
Anders, als beim Sauerbraten, wird das Bratenfleisch hier nur relativ kurz eingelegt und nachher auch nicht in der Lake gegart.
Die Lake gibt dem Braten Aroma mit und hält es beim Garen saftig. Also, in der Theorie. So sagt es das Rezeptheft aus Australien, glaube ich.
Spoiler: Es hat tatsächlich geklappt! Gut war`s und der oben genannte Mann war satt und glücklich.
Wenn man wie ich viel Zeit beim Physiotherapeuten verbringt, hat das verschiedene Folgen: Wenn´s gut läuft, verschwindet das ein oder andere Wehweh. Wenn´s noch besser läuft, geht man mit neuen Rezepten heim. Kochrezepten wohlgemerkt.
Jo, check und check: Langsam aber sicher kann ich meinen Arm wieder beim Kochen nutzen und noch dazu habe ich mal flott das folgende Rezept vom ebenfalls kochenden Physio geklaut. Immer mit der
Ruhe, ich hab ihn gefragt, ob ich es hier vorstellen darf. Ich darf.
Das folgende Rezept liese sich wunderbar mit dem Slogan "Woran sich Schwaben am Abend laben" überschreiben.
Wobei ich mal mit dem Vorurteil aufräumen muß, wir würden morgens, mittags und abends Spätzle essen.
Also, morgens meist nicht... Zumindest nicht immer.
Im Ernst: So richtig gute Spätzle gehen eigentlich fast immer. Egal, ob selbst geschabt, durch die Spätzlepresse gedrückt oder gekauft.
Noch mehr erfreut es mein Schwäbinnenherz, dass hier die restlichen Spätzle vom Vortag genutzt werden könnten (man beachte: Konditional, könnte, wenn man denn welche hätte) und so innerhalb einer Viertelstunde ein nettes Feierabendgericht für uns zwei auf dem Tisch steht.
Bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen, dass ich, glaube ich, noch nie gezeigt habe, wie man klassische Spätzle macht. Irgendwann sollte ich das mal nachholen.
Ha! Meine Vorliebe für Kochzeitschriften aus aller Herren Länder hat uns doch glatt ein neues Lieblingsgericht beschert!
Naja, so ganz und gar neu ist es natürlich nicht, was sich da unter einer goldgelben, knusprigen Blätterteighaube versteckt. Hühnerfrikassee gibt es hier ja schon. Damals gab es eine eher klassische Variante mit Spargel.
Heute zeige ich Euch eine sehr cremige Version, die ich lustigerweise im Werbeblatt einer gehobenen britischen Lebensmittelkette gefunden und ein wenig auf unsere in Schwaben erhältlichen Zutaten angepaßt habe.
Wobei ich neidlos zugebe, dass der englische Rezepttitel echt pompöser daher kommt:
Chicken Pot Pie with Puff-Pastry Croutons
Dagegen hört sich Hühnerfrikassee unter der Blätterteighaube ganz schön hausbacken an.
Gut schmeckt es aber so oder so.
Und es geht viel einfacher, als man vielleicht denkt!
Es gibt Zeiten, die verlangen einfach nach Pizza.
Vielleicht wisst Ihr ja, dass ich meine Brötchen als Buchhändlerin verdiene.
Das bedeutet jetzt, Ende Dezember, lange Tage und sagen wir mal, heftigen Bedarf an Kohlenhydraten.
Gebt mir Nervennahrung! Und gerne viel davon!
Heute ist es mir nach Pizza und zwar nach der Variante ohne Tomaten.
Alle Jahre wieder ist es soweit: Weihnachtsfeeling, Sternchen und Kerzenschein drängen die eigentlichen großen Themen der Welt in den Hintergrund.
Das ist völlig legitim. Auch die Seele braucht ab und zu Gelegenheit, zu verschnaufen.
Dennoch, bei aller Besinnlichkeit möchte ich heute gerne auf ein Event einer sehr lieben Bloggerkollegin aufmerksam machen: Susan von Labsalliebe ruft auf, Solidarität mit den Menschen im Iran zu zeigen.
Mit Klick auf den Link könnt Ihr Näheres dazu lesen.
Ich mache es kurz. Bestimmt habt ihr es mitbekomme:
Die Menschen im Iran gehen seit Wochen auf die Straße, um für Werte zu kämpfen, die für die meisten von uns hier im Westen selbstverständlich sind:
Demokratie, Menschenrechte und Gerechtigkeit.
Während das Regime im Iran brutal gegen die eigene Bevölkerung vorgeht, versuchen Menschen auf der ganzen Welt, oft Kulturschaffende, Aufmerksamkeit zu generieren und denen eine Stimme zu geben, die dringend gehört werden müssen. Das Motto lautet Be Our Voice.
Und jede Stimme zählt.
Während momentan überall weihnachtliche Rezepte durchs Netz geistern, sind wir Leckeres für jeden Tag - Blogger unserer Zeit weit voraus.
Naja, eine Woche, um genau zu sein.
Da wir dachten, dass Ihr langsam vielleicht schon genug Anregungen für Apfel, Nuss und Mandelkern gesammelt habt, zeigen wir euch heute schon einmal eine kleine Auswahl netter Ideen für den Jahreswechsel.
Das gibt mir Gelegenheit, mal wieder ein Rezept aus dem Repertoir meiner Oma Marie zu zeigen.
Man muss dazu wissen, dass meine Oma Marie (Jahrgang 1910) an Silvester Geburtstag hatte.
Dieses Jahr wäre es also der 112te.
Wie das früher hier ablief, erzähle ich gleich.
Erst einmal seht Ihr hier aber die Ideen meiner lieben Mitblogger.
Wie immer liebevoll ausgesucht und mit Finesse zubereitet:
